Erfahrungsberichte zu IT-Projekten* bei Stefan Schiffer
Die folgenden Texte sind ungekürzte und unredigierte
Erfahrungsberichte aller Teilnehmer/innen an IT-Projekten* bei Dr. Schiffer ab
Sommersemester 2002. Die Namen der Teilnehmer/innen und bestimmte Produktnamen
wurden aus Datenschutzgründen anonymisiert.
* bis SS 2008 „Projektstudien“
Enterprise Wikis als Kooperationsplattformen (SS
2008)
MediaWiki & Co im Praxiseinsatz (WS 2007/08)
Die Zilner Trote und andere Web-Geschöpfe (SS 2007)
MediaWiki & Co im Praxiseinsatz (WS 2006/07)
Wikipedia &
Knowledge Management (SS 2006)
Software Project
Hosting (WS 2005/06)
Software Project Hosting (WS
2004/05)
Software Project Hosting (SS
2004)
E-Government in Österreich (SS 2004)
Inside Open Source Software (WS
2003/04)
Open Source Software (WS 2002/03)
.NET und J2EE im Praxiseinsatz (SS
2002)
Die Anwendungsgebiete und
Unterschiede von Wikis zu erforschen und durchzudiskutieren ist eine gute Basis
für eine Zukunft, wo ich mir sicher bin Wikis zunehmend eingesetzt werden. Da
ich diesbezüglich in der Ausbildung keine Erfahrung gesammelt habe war dies
inhaltliche Bereicherung.
Das Projekt an sich war auch
interessant, einmal mit einer Organisation zusammenzuarbeiten. Es war sehr
interessant zu sehen ob und welche Einsatzmöglichkeiten es für ein
EnterpriseWiki gibt.
Das Projekt an sich ist gut
gelaufen. Die Zusammenarbeit mit den meisten Teammitgliedern war recht gut. Die
Organisation mit dem Team und auch in der Seminargruppe war sehr brauchbar.
Zuerst möchte ich
hervorheben, dass diese eine der wenigen Lehrveranstaltungen ist wo nur grob
der Rahmen also ein Thema vorgegeben wird und sich die Studierenden innerhalb
dieser Rahmens aber frei bewegen können sprich die eigenen Vorstellungen und
Vorgehensweisen sehr gut einbringen können.
Durch die Lehrveranstaltung
hat ich einen sehr guten und teilweise detaillierten Einblick in das Thema
Enterprise Wikis bekommen, sowie durch unsere Projekte und Referate mögliche
Anwendungsgebiete kennen gelernt.
Was ich durchaus anmerken
will ist, dass die Erstellung des Referats relativ viel Zeit in Anspruch
genommen hat, was aber des Weiteren für die Ausarbeitung unseres Projekts nicht
weiter von Bedeutung oder von Vorteil war. Ich würde mir wünschen den Fokus eher
auf das auszuarbeitende Projekt zu legen und die Ausarbeitungen der Referate
eher einzuschränken.
Der Aufbau des Projekts mit
beginnender Anforderungsanalyse und festzulegen was genau Ziel des Projekts
ist, finde ich eine sehr gute Vorgehensweise, da hier eine gewisse Struktur
festgelegt wird an der sich jeder Projektteilnehmer orientieren kann. Auch die
grobe Meilensteinplanung im Projekt finde ich wichtig, da somit eine gewisse
Kontinuität in der Aufgabenbearbeitung gefordert ist.
Wissensmanagement ist ein
sehr wichtiger Bereich geworden und EnterpriseWikis sind dazu hervorragend
geeignet. Dies war mit unter ein Grund dieses Projektstudium zu besuchen und
ich wurde nicht enttäuscht. Es war sehr interessant ein EnterpriseWiki auszuwählen
und dieses während des Semesters zu einem produktiven Werkzeug umzubauen.
Besonders spannend war die
Anfangssituation, denn es wurden keinen Themen vorgegeben und jede Gruppe
musste sich um ein eigenes Projekt kümmern. Dies war auf der einen Seite sehr
mühsam (bzgl Projektspezifikationen), auf der anderen Seite jedoch eine sehr
gute Erfahrung.
Etwas mühsam war das
dauernde führen des Zeitkontos, sowie des Blogs. Da ich öfter nur kurz
zwischendurch kurz an dem Projekt arbeitete waren es effektiv mehr Stunden als
die wirklich notierten. Aber im Nachhinein ist es trotzdem ganz interessant,
wenn man überblicksweise sieht wie viele Stunden man investiert hat.
Zusammen gefasst war dieses
Projektstudium sehr interessant und auf alle Fälle weiter zu empfehlen.
Ich habe die
Lehrveranstaltung zu Beginn des Semesters gewählt, da ich mit dem Thema
Enterprise Wiki noch nicht vertraut war. Ich war daher sehr gespannt wie die
LVA aufgebaut ist und welche Themen
behandelt werden.
Gefallen hat mir sehr gut,
dass sich die Lehrveranstaltungsteilnehmer, durch die Erarbeitung eines
Referates mit dem Thema Wiki und im speziellen mit Enterprise Wikis
auseinandersetzen mussten. Somit wurde erreicht, dass sich die Teilnehmer schon
sehr früh mit der Materie befassten. Als negativ habe ich empfunden, dass das
Referat doch sehr viel Zeit bereits in Anspruch genommen hat und nur als
geringer Teil in die Endnote eingeht.
Als etwas schwierig
gestaltete sich die Wahl des Projektes. Da es keine konkreten Vorgaben durch
den LVA-Leiter gab, konnten wir uns selber ein Thema wählen. In meiner Gruppe
konnten wir uns vorerst nicht auf ein Projektthema verständigen, trafen dann
aber doch noch eine Gute Wahl. Die Führung eines Zeitkontos und Blog war vorerst
ungewohnt und eher „lästig“, erwies sich Rückblickend aber durchaus als
positive Erfahrung.
Als Fazit bleibt zu sagen,
dass die Lehrveranstaltung sehr informativ und lehrreich gestaltet wurde.
Stelle ich mir die Frage ob
der Kurs den Erwartungen beim Einschreiben erfüllt hat oder nicht muss ich sie
mit einem klaren NEIN beantworten. Das mag aber zu einem Großteil daran
lie-gen, dass ich nicht genau wusste, was mich bei einem Wiki genau erwartet,
denn ich kannte eigentlich nur den Begriff Wikipedia, der dem ganzen ein wenig
näher gekommen wäre.
Denke ich darüber nach ob
ich, nachdem ich dann gewusst habe was ungefähr auf mich zu-kommt, zufrieden
bin mit dem Verlauf des Kurses, bin ich ein wenig hin und hergerissen.
Ich hatte mir die Arbeit an
dem Projekt an dem ich beteiligt war ein
wenig einfacher vorge-stellt. Es hat sich als sehr schwierig erwiesen mit dem
Projektbetreuer in Kontakt zu bleiben, weil der zurzeit in ganz Österreich
unterwegs ist um Umbauten zu delegieren oder den Ein-satz der neuen
Kassensysteme zu planen. So lag alles was wir gemacht haben immer eine Zeit
lang brach, bis es denn eben weitergehen konnte, weil Informationen oder eine
Erlaubnis fehl-te. Das war glaube ich der eher mühsame Teil abgesehen von den
Blogs und Aufzeichnungen, die wo sie nun fertig sind eigentlich sehr angenehm
sind, weil ich einfach genau sehen kann wann ich was gemacht habe. Und mir ist
klar, dass sie natürlich auch die Aufsicht über die Gruppen möglich macht. Aber
in dem Moment waren sie zugegebener Weise ein wenig läs-tig. Ich glaube
deshalb, weil man sich immer auch ein wenig verantworten musste. Wie ich aber
festgestellt habe wird das wohl so bleiben, wenn man mal in ein
Angestelltenverhältnis wechselt.
Der wirklich gute Teil an
dem Kurs ist, dass ich nun weiß was ein Wiki ist und wofür man es brauchen
kann. Ferner war die Arbeit in meiner Gruppe stets sehr angenehm – ich muss
aber sagen, ich wusste schon bei Eintritt in den Kurs, dass das so sein wird.
Ich bin nicht zuletzt wegen den Kollegen verspätet noch dazugestoßen, da sie
mich gefragt hatten ob ich nicht noch mitmachen möchte.
Was ich noch in guter
Erinnerung habe, war die ernüchternde Kritik an meinem 2er Referat-Vortrag. Die
hieß ungefähr: „Da hätten Sie sich aber ruhig noch ein zwei Stunden länger hinsetzen
können dafür.“ Ich hatte wirklich vor mit der ganzen Gruppe so eine Site zu
bauen und hoffte auf „Ahhs“ und „Ohhs“. Ich bin mir aber nun sicher, dass
dieser Ansatz eher schief geht bei einer Präsentation und werde das in Zukunft
tunlichst unterlassen.
Zum Thema Kritik möchte ich
noch sagen: Ich glaube jede Kritik, die geübt wurde machte soweit immer Sinn,
auch wenn sie im ersten Moment sehr unangenehm sein konnte.
Last but not least: Die
Lehrveranstaltungen an sich waren übrigens immer äußerst kurzweilig.
Vor diesem Seminar habe ich
noch nicht so recht gewusst, was genau ein Wiki ist und wofür man es gebrauchen
kann und wo seine Grenzen liegen. Für mich persönlich hat sich nicht als so
tolle Sache herausgefiltert, wie ich es mir erwartet habe. Obwohl es in
mancherlei sicherlich Vorteile bringt, wie die synchrone Verarbeitung durch
mehrere Anwender, ist meine Erfahrung mit unserem Wiki in Sachen Usability eher
negativ, obwohl dieser Faktor zur Nutzung unumgänglich ist. Der WYSIWYG-Editor
zur Textformatierung ist noch nicht 100%ig optimal gestaltet. Andrerseits war
ich überrascht, dass man eine wunderschöne Struktur und Hierarchie aufbauen
kann, bei ausreichender Planung natürlich. Bis ein optimal arbeitendes Wiki zum
Laufen kommt, ist einiges an Zeit einzuberechnen.
Vom Aufbau des Seminars an
sich, hat es mir gut gefallen. Die Kurzreferate haben doch einen kleinen
Einblick in die Materie gegeben. Die Zeit, die für das Seminar anberaumt war
ausreichend.
Ich bin mit der Meinung in
den Kurs gegangen, dass ich mehr über Wiki-Systeme erfahren will. Da ich
einiges schon im Vorfeld mit Wikis (vor allem MediaWiki und DokuWiki) zu tun
hatte, waren Enterprise Wikis sicherlich noch eine große Wissenslücke in meiner
Erfahrung mit Wiki-Systemen.
Der Kurs konnte mir im
Großen und Ganzen schon vermitteln, welcher Unterschied nun ein Enterprise Wiki
zu einem „normalen“ Wiki hat, jedoch ist es meiner Meinung leicht möglich jedes
„normale“ Wiki (zB. MediaWiki) mit entsprechenden Plugins zu einem Enterprise
Wiki zu machen.
Es ist schade, dass man
nicht mehr mit verschiedenen Wiki Technologien gearbeitet hat bzw. über diese
erfahren hat. Die Kurzpräsentationen zu den Wiki-Systemen haben nur einen
oberflächlichen Eindruck hinterlassen. Für eine umfassende Evaluation bzw.
einer Entscheidung zwischen mehreren Enterprise Wikis reicht dieses Wissen
nicht aus, da nur ein Wiki-System im Detail bekannt ist.
Der Unterrichtsstil war für
mich zufrieden stellend. Durch den auf Präsentationen und Diskussionen
basierenden Unterricht konnten auch andere Meinungen eingebracht werden und
auch entsprechend hinterfragt werden.
Zusammenfassend bin ich mit
dem Kurs zufrieden. Die Ziele und Erwartungen wurden zum Großteil erfüllt.
Ich hatte mich wegen des
Themas Enterprise Wiki für dieses PROST angemeldet. Vor dieser
Lehrveranstaltung hatte ich ein eher unterdurchschnittliches Wissen über Wikis.
Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich nur sehr wenig bis überhaupt nichts mit Wikis
zu tun.
Die erste Schwierigkeit
stellte sich mit dem Finden des Themas für die Projektarbeit. Hier legt Dr.
Schiffer besonders großen Wert auf von den Studierenden eingebrachte Themen.
Aus diesem Grund würde ich dieses PROST besonders jenen empfehlen die bereits
eine konkrete Projektidee haben und für diese Wissen sammeln wollen, da sie
dieses Projekt gleich im PROST umsetzen können.
Die Arbeit an den Projekten
erfolgte in Projektgruppen. Dies sehe ich als Vorteil, da hier sowohl
fachspezifische als auch projektmanagementtechnische Kenntnisse erworben werden
können. Um für die Projekte ausreichendes Know-How zu haben, gab es so genannte
Input-Referate von den Teilnehmern nach vorgegebenen Themen. Diese brachten
meiner Meinung nach aber nicht die gewünschte Klarheit, sondern sorgten – auch
aufgrund des wissenschaftlich noch nicht definierten Begriffs des
Lehrveranstaltungsnamens – eher für Verwirrung.
Zusammenfassend kann ich
dieses PROST jedem empfehlen, der praktische Erfahrungen im wissenschaftlich
noch recht unerforschten Gebiet der Enterprise Wikis sammeln will.
Da ich an Web-Technologien
sehr interessiert bin, habe ich mich an diesem Kurs angemeldet. Zum Thema
Enterprise Wiki wusste ich vorher nichts, das war für mich schon eine
grundlegende Motivation mich an dem Thema zu engagieren. Den Ablauf finde ich
sehr in Ordnung, denn wann immer man ein Projekt für ein Thema bearbeiten
sollte, so ist klar dass man darüber einen Überblick bekommen muss. Die
Referate waren durchaus interessant und anregend, obgleich anfangs viele Lücken
offen blieben, da das Thema „Enterprise Wiki“ in der wissenschaftlichen
Literatur sehr vernachlässigt wird. Doch die Summe der einzelnen Teile aus den
einzelnen Referaten ermöglicht einen umfangreichen Blick auf das „Ganze“.
Mit gemischten Gefühlen
betrachte ich die selbstständige Suche nach einem Projekt. Obgleich wir in
unserer Gruppe kein Problem damit hatten, so ist es im allgemeinen Fall doch
schwierig ein Unternehmen für eine Idee zu begeistern, die man nur schwer
kommunizieren kann, da das Thema noch zu unbekannt und sehr speziell ist, die
Ergebnisse können sich darum durchaus sehen lassen.
Das von unserer Gruppe
ausgewählte Enterprise Wiki erwies sich als sehr umfangreiches System, dass
sehr anpassungsfähig ist. Meine Angst, dass man nur auf einem bestehenden
System arbeiten kann wurde widerlegt und so konnte das Enterprise Wiki
gleichzeitig auch als CMS-System und als API bestehen.
Sehr positiv finde ich, dass
in dem PROST in den Anforderungen zwar steht „keine Programmierarbeiten nötig“,
diese jedoch nach Präferenz durchgeführt werden können. Man kann also innerhalb
der Lehrveranstaltung trotz Vorgaben Erfahrung in einem gewünschten Bereich
sammeln und das eigene Vorwissen einsetzen und gezielt weiterbilden.
Ich kann die
Lehrveranstaltung deshalb sehr weiterempfehlen und würde es jedenfalls wieder
besuchen.
Vorab möchte ich anmerken,
dass mir dieses PROST sehr gut gefallen hat. Nicht nur der Ablauf/Struktur der
Lva war sehr gut, sondern auch die Thematik "EnterpriseWiki als
Kooperationsplattform" war wirklich interessant. Mit der Gruppe, in der ich
erst nach einer LVA-Stunde hinzugestoßen bin, war ich sehr zufrieden. Die
Gruppentreffen bzw. das ganze Projekt mit meiner Gruppe hat mir sehr viel Spaß
gemacht und es stand allerdings auch immer der Ernst des Projektes dahinter.
Mir persönlich hat unser 2er
Referat (Google Sites) wirklich gut gefallen, da ich es bereits für die Praxis
anwenden hab können. Ich muss zwar anmerken, dass ich es nicht direkt als Wiki
eingesetzt habe, aber als Webseitenerstellung dient das Google Sites auch recht
gut. Ich habe für eine gute Freundin, die zwei Ferienhäuser hat, eine Webseite
erstellen wollen, da mir aber die Zeit fehlte, kam mir Google Sites recht und
ich erstellte die Webseite bzw. die Informationsplattform mittels Google Sites.
Falls Sie sich interessieren, wie ich diese Seite gestaltet habe, hier der
Link: www.harebengut.at.tt
Die Stundenaufzeichnung war
meiner Meinung nach sehr praktisch, was mir allerdings erst im Nachhinein klar
wurde. Man hat eben besser einschätzen können, wieviel man schon fürs Projekt
gemacht hat und wer noch mehr fürs Projekt machen sollte. Nicht nur für die
persönliche Einschätzung ist eine solche Führung des Zeitkontos sinnvoll,
sondern eben auch um den vorher geschätzten Zeitaufwand vergleichen zu können.
Man kann also besser einen Soll-Ist-Vergleich aufstellen. Auch für zukünftige
Projekte ist eine genaue Aufzeichnung der Stunden sehr sinnvoll, da man besser
abschätzen kann, mit welchem Zeitaufwand das Projekt zu bewältigen war/ist. Den
Blog habe ich allerdings eher für störend empfunden, aber für die Beurteilung
ist so ein Blog bestimmt sehr sinnvoll, um überprüfen zu können, was wirklich
gemacht wurde.
Was mir während der
Lehrveranstaltungen aufgefallen ist und mir sehr gut gefallen hat, war Ihre
direkte bzw. genaue Art. Ich werde mir auf jeden Fall nicht nur für meine
zukünftige Studienzeit, sondern auch für meine persönliche Zukunft merken, dass
wenn man etwas präsentiert oder über etwas schreibt, immer eine Definition
parat haben sollte. Solch eine Genauigkeit bzw. ständige Nachfragen während
einer Präsentation wirkt zwar im Moment als unangenehme Kritik, ist aber –
insbesondere dann bei dem Schreiben/Präsentieren der Diplomarbeit – eine gute
Übung.
Zusammenfassend kann ich
behaupten, dass ich viel aus der Lehrveranstaltung mitnehmen konnte. Nicht nur,
dass ich jetzt weiß, was ein Wiki insbesondere ein EnterpriseWiki ist, sondern
auch, dass das Aufzeichnen der Stunden einen guten Überblick, über das was man
gemacht hat und insbesondere wie lang man daran gearbeitet hat, bekommt. Was
ich noch aus der LVA mitnehmen kann ist die Genauigkeit! und die Art wie man
ein Projekt strukturiert bzw leitet.
Durch die LVA erhielt ich
einen sehr kompakten Einblick in die Themen Wiki bzw. Enterprise Wiki. Dadurch,
dass wir ein Enterprise Wiki direkt für die Praxis implementieren sollten, war
es notwendig, mich detaillierter mit den Wikis und deren Implementierung zu
befassen, wofür teilweise in anderen LVA’s die Zeit fehlt. Dies ist auch für
den weiteren Lebensweg sehr interessant, da man nun weiß, was Wikis leisten
können. Durch die doch sehr strikt vorgegebenen Deadlines, lernt man sich in
der Gruppe zu organisieren, Arbeitspakete zu verteilen und zu kommunizieren.
Zusammenfassend war dieses
PROST sehr interessant und ich habe die Zeit sehr genossen. Auch der
Lehrveranstaltungsleiter wirkt kompetent und ist sehr freundlich. Der
Arbeitsaufwand deckt sich mit der vorherigen Schätzung.
Ich hatte mich für dieses
PROST nicht wegen des Themas angemeldet, und so wusste ich im Vorfeld auch
nichts über das Themengebiet Enterprise Wikis. Während des PROST entstand
jedoch immer mehr Interesse auf meiner Seite, dass ich vor allem dem praktischen
Bezug unseres Projekts zuschreibe. Überhaupt hat mir der Ablauf des Kurses sehr
gut gefallen. Der Start mit den theoretischen Grundlagen (Referate) hat eine
gute Basis für das Projekt geschaffen, und mir ein breites Wissen über
Enterprise Wikis gegeben.
Bei der selbständigen
Auswahl des Projekts hatte ich anfangs meine Bedenken. Auf der einen Seite
finde ich es positiv, dass man sich ein Projekt aussuchen kann welches einen
interessiert. Auf der anderen Seite jedoch muss ein solches erst einmal
gefunden werden. Vor allem bei einem solch speziellen Thema wie Enterprise
Wikis. Unsere Gruppe hatte dahingehend Glück. Eine andere Gruppe musste aber
aufgeteilt werden.
Die Dokumentation unseres
Zeitkontos war nicht so aufwendig wie ich es mir anfangs vorgestellt hatte. Der
Bloq hingegen war da schon etwas aufwendiger, aber auch dieser Aufwand hielt
sich in Grenzen. Zu Ende hin war die Stundenaufzeichnung dann sehr praktisch,
da man genau wusste wie viel Zeit schon investiert wurde, und auch die Planung
innerhalb der Gruppe dahingehend optimieren konnte.
Alles in allem hat mir das
PROST sehr gut gefallen und ich denke, dass das gewonnen Wissen und die
Erfahrungen aus diesem Kurs mir sehr wohl von nutzen sein werden. Ich kann die
LVA nur jedem weiterempfehlen.
Ich persönlich hab mich für
das Prost angemeldet, weil ich das Thema sehr spannend gefunden habe. Ich wurde
auch nicht enttäuscht. Enterprise wikis sind etwas Zukunftsträchtiges.
Die Referate gaben einen
sehr guten Überblick über die Thematik. Man wurde gut auf das auszuarbeitende
Projekt vorbereitet. Meiner Meinung nach ist der Aufwand für dieses Prost zu
hoch. Schon alleine mit dem Referat hatte man ca. 25 Stunden zusammen.
@ Dokumentation: Dies war
ein Punkt den ich sehr nervend fand. Das Zeitkonto in Excel war noch Ok,
allerdings der Blog sprengte eindeutig den Rahmen einer produktiven
Dokumentation. Ich persönlich würde die Dokumentation in die Hände der
Studierenden legen, ob sie etwas dokumentieren wollen oder nicht.
Im Großen und Ganzen hat mir
das PROST gut gefallen und ich denke, dass das gewonnen Wissen und die
Erfahrungen aus diesem Kurs mir sehr wohl von Nutzen sein werden.
Ich habe mich für dieses Projektstudium
entschieden, weil es sich zeitmäßig am Besten mit meinen fixen Arbeitszeiten vereinbaren
ließ. Im Verlauf der LVA (zum Schluss hin) stellte sich dann heraus, dass die
Wahl für „MediaWiki & Co“ gut gewesen ist.
Die Referate waren teilweise interessant
und manchmal habe ich schon bekanntes aus anderen LVA’s wieder gehört. Für die
Gestaltung des Referates wurde uns freie Hand gelassen, was dann aber auch dazu
führen konnte, dass für den LVA-Leiter interessante oder relevante Themen nicht
behandelt wurden. Wichtig ist es bei den Referaten gut vorbereitet zu sein um
auch unerwartete Zwischenfragen beantworten zu können. Für Referat und
Erstellung der dazugehörigen Unterlagen benötigten die meisten Teilnehmer
länger, als im Zeitkonto veranschlagt.
Es gab ein großes Projekt und 2 kleinere
Projekte. Die Arbeit am Projekt kann ich fast nur positiv beurteilen, weil ich
so einige Grundfunktionen eines MediaWiki-wiki kennen lernen und auch zu
benutzen durfte. Die Zwischenstandspräsentationen waren sehr interessant für
mich, da ich mir so auch Anregungen bei den anderen Gruppen holen konnte.
Weiters boten sie die Möglichkeit Feedback vom LVA-Leiter zu bekommen. Angenehm
war auch, dass wir eine kleine Gruppe von insgesamt 11 Personen gewesen sind.
Was mir nicht gefallen hat am PROST war
das Verfassen von Blog und Zeitkonto, da dies nur einen zusätzlichen Aufwand
darstellte und man zu Beginn Kritik erntete wenn ein Eintrag nicht der Vorlage
entsprochen hat. Es gibt sicher gute Gründe, warum diese beiden Dateien erstellt
werden mussten, aber es stellt sich die Frage, wie detailliert diese beiden
Dateien sein sollen.
Obwohl das PROST viel Zeit und manchmal
auch ein paar Nerven gekostet hat, bin ich froh, eine Zuteilung erhalten zu
haben.
Zu Beginn des Projektstudiums war ich mir
nicht so ganz sicher, ob MediaWiki & Co. ein interessantes Thema für mich
ist, jedoch wurde ich im Laufe des Semesters eines Besseren belehrt. Die
Referate und die Vorgangsweise der gesamten LVA waren durchaus interessant.
Doch es gibt auch negative Kritik: Mich
hat vor allem der Fokus des PROST gestört, da im Rahmen der Präsenztermine fast
nur auf ein Projekt eingegangen wurde. Ich hätte mir hier mehr Unterstützung
für mein eigenes Projekt gewünscht. Es sind somit einige Unstimmigkeiten und
Probleme hängen geblieben bzw. konnten diese erst nach einer längeren
Gruppendiskussion gelöst werden. Des Weiteren würde ich mir bei den
Referatsthemen einen kleinen Input von Seiten des Lehrenden wünschen und einige
beispielhafte Fragestellungen, um zu wissen in welche Richtung man sich bewegen
muss/soll.
Ansonsten finde
ich, dass die LVA gut gelungen ist und auch der Praxisbezug in ausreichender
Form hergestellt wurde
Eigentlich hatte ich nicht viel Ahnung davon
was mich in einem Projektstudium so erwarten könnte, aber ich dachte mir, 4 Semesterstunden
und dann noch großteils Programmieren, das muss doch wirklich nicht sein. Dann
die Erlösung, ich bemerkte, dass es das Projektstudium von Herrn Schiffer gibt,
welches sich von der Beschreibung sehr interessant anhörte und ohne Programmiertätigkeit
auskommt.
Tatsächlich war die Lehrveranstaltung von
der ersten bis zur letzten Einheit immer sehr angenehm geführt, natürlich muss
man Arbeitsstunden investieren, aber für 4 Semesterstunden würde ich es als
gerechten Aufwand einstufen. Die Thematik der Wikis ist wirklich spannend,
durch nähere Betrachtung fallen einem viele Eigenheiten dieser Systeme auf.
Unangenehm waren an diesem Kurs höchstens das Referat, welches doch sehr
theoretisch vorzubereiten ist und sehr viel Zeit in Anspruch nimmt und die
teilweise widersprüchliche Formulierung von Anforderungen durch den LVA-Leiter.
Auch entstand eher das Gefühl, dass nicht alle Gruppen gleich ausgelastet
waren.
Besonders hervorzuheben ist hingegen die
sehr lockere Atmosphäre in den Kurseinheiten, der LVA-Leiter behandelt die
Gruppen nicht wie Studenten sondern Kollegen.
Die ständigen Aufzeichnungen in einem
Zeitkonto und Blog waren eine etwas nervige Arbeit, aber dienten sicher ihrem
Zweck und man hatte seinen aufsummierten Arbeitsaufwand immer im Blick.
Die Projekte bestanden daraus Wikis
aufzusetzen, teils selbst umzugestalten und damit eine Plattform für einen bestimmten
Zweck zu schaffen. Natürlich war ein derartiges Projekt anfangs Neuland, aber
die Dynamik im Team stimmte und auch die Aufteilung der Aufgaben funktionierte
hervorragend.
Positiv ist ebenfalls hervorzuheben, dass
Herr Schiffer terminlich flexibel auf Wünsche der Studenten eingeht und auch im
Projekt zielführend aber auch nicht zu dominant als eine Art „externer
Ratgeber“ zur Seite steht.
Abschließend bleibt noch zu sagen, dass
sich diese Lehrveranstaltung wirklich gelohnt hat, der Aufwand hat gestimmt,
der Inhalt und die gewonnene Erfahrung ebenfalls.
Den Einsatz von Wikis kannte ich vorher
eigentlich nur durch Wikipedia. Für mich war es sehr interessant, selbst eine
solche zu erstellen und zu gestalten. Das Aufsetzen einer Wiki war einfacher,
als ich mir das vorgestellt habe.
Der Aufwand ist meiner Meinung nach für
ein Projektstudium gerechtfertigt. Wobei ich jedoch denke, dass die– im
Zeitkonto vorgeschlagenen – acht Stunden viel zu wenig sind, um eine gute
Ausarbeitung und Präsentation zu ermöglichen. Die Referate waren sehr
hilfreich, um einen guten Überblick über die Thematik zu geben.
Die Aktualisierung von Zeitkonto und Blog
fand ich jedoch eher mühselig, da immer gleich 2 Dateien aktualisiert werden
mussten. Ein Vorschlag meinerseits wäre die Kombination von beidem; man könnte
stichwortartig die Tätigkeiten im Zeitkonto nennen und auf den Blog verzichten.
Gruppenprojekte sind immer von Vorteil, da
die unterschiedlichen Qualifikationen der einzelnen Studierenden genutzt werden
können. Dabei war es von Vorteil, dass sich die Gruppenmitglieder selbst
zusammenschließen konnten, da man sich andernfalls nicht sicher sein kann, ob
man sich auf die anderen auch verlassen kann.
Weiters waren anfangs die Aufgaben nicht
ganz klar festgelegt. Es sollte gleich zu Beginn des Semesters erklärt werden,
welche Dokumente abzuliefern sind und welchen Inhalt diese haben sollen.
Durch die LVA konnte ich einen guten Blick
in die möglichen Anwendungsbereiche einer Wiki erlangen. Dies wurde weiters
unterstützt durch die Seminararbeiten, die am Beginn des Semesters
ausgearbeitet und präsentiert wurden.
Die Gruppenarbeit hat gut funktioniert –
es gab einmal pro Woche einen kurzen Abstimmungstermin, bei der immer annähernd
alle da waren. Dadurch ist auch der Arbeitsaufwand/Umfang angemessen. Die
Aufgaben konnten so verteilt werden, dass die Interessen und Kompetenzen gut
abgedeckt wurden.
Vor jeder LVA sind ein Zeitkonto und ein
Blog mit Tätigkeitsbericht der seit der letzten LVA per ftp abzugeben. Dies ist
relativ mühsam, jedoch gerechtfertigt – man bekommt einen guten Überblick über
seine eigenen Arbeitsleistungen.
Die abzugebenden Dokumente bezüglich des
Projekts sind nicht von Beginn an klar gewesen. Es kam gelegentlich zu Änderungen.
Mit Hilfe des Projektstudiums
konnte ich Erfahrungen im Bereich der Wikis als Wissensmanagement- und
Groupware-Systeme erlangen. Das Projekt war sehr interessant und man hatte
viele Freiheiten in der Gestaltung der eigenen Projektidee. Es ist gelungen eine gute Mischung aus
theoretischem Background und praktischem Einsatz zu vermitteln. Die Theorie
wurde durch Referate gedeckt, die Praxis natürlich durch die Durchführung
selbstgewählter Projekte.
Es ist natürlich von Vorteil,
dass man bereits eine eigene Idee hat welche man in diesem Prost umsetzen
möchte, da eigentlich keine Themen vorgegeben wurden. Somit ist die eigene
Kreativität gefordert, was natürlich auch dazu anregt sich zu überlegen etwas
Neues zu schaffen, was es noch nicht gibt.
Die Aufteilung der Arbeiten
innerhalb der Gruppen erfolgt nach eigenem Ermessen, was zu mehr
Selbstständigkeit führt. Bei Problemen steht Herr Dr. Schiffer immer gerne für
Fragen bereit, es muss aber auch damit gerechnet werden, dass im Zuge des Projekts
Wünsche oder geänderte Anforderungen von Ihm zu berücksichtigen sind. Sehr gut
ist jedoch, dass es doch regelmäßige Termine gibt und man so immer wieder
Feedback bekommt. Das verhindert, dass z.B.: das Projekt am Ende des Semester
überhaupt nicht die Vorstellungen von Herr Dr. Schiffer erfüllt, was ein großer
Vorteil sein kann.
Das Einzige was ich mir mehr
gewünscht hätte wäre, dass auf e-Mails regelmäßig geantwortet wird um eine
Bestätigung zu erhalten ob übermittelte Informationen etc. zur Kenntnis genommen
wurden bzw. die Wünsche erfüllen konnten.
Was ich zuerst ganz besonders
als positiven Punkt hervorheben möchte, ist der Praxisbezug dieser LVA. Gerade
an der Universität ist es oft schwierig Einblicke in die Praxis zu bekommen und
man wird mit Theorie überschüttet. Somit hat man hier wirklich die Chance
bekommen sich selbst ein Unternehmen bzw. ein Projekt zu suchen und dieses
praktisch umzusetzen.
Weiters fand ich positiv, dass
zwar prinzipiell keine Programmierkenntnisse gefordert waren, man aber dennoch,
wenn man wollte, seine Programmierleidenschaft ausüben konnte. Es war somit ein
guter Mix, und für jeden etwas dabei.
Wikis sind außerdem gerade in
der momentanen Zeit, Stichwort: Web 2.0, ziemlich populär. Deshalb war ich auch
vom Thema sehr angetan und gespannt was mich erwarten wird.
Was ich als Lessons Learned
mitnehmen kann ist es, dass es außerordentlich wichtig ist, zu Beginn die
Anforderungen so genau wie möglich zu erheben, dokumentieren und abzugrenzen.
Es war teilweise schwierig, Änderungen, die erst im Laufe der Zeit gefordert
wurden, noch in das Projekt einzugliedern.
Das Wiki-Thema hatte mich schon
länger interessiert. So gesehen war es eigentlich ein Glück, dass erstens ein
Projektstudium zu diesem Thema angeboten wurde und zweitens diese Termine auch
mit meinen Job vereinbar waren.
Die Lehrveranstaltungsreferate
die von den Studenten auszuarbeiten waren, gaben einen guten Überblick über Technik
und Einsatzmöglichkeiten von Wikis. Im Kurs wird ein Projektvorschlag (das
Thema des Projekts kommt von den Studenten selbst) durchdiskutiert und das
Projektthema für die einzelnen Gruppen festgelegt. Offen gesagt, war ich
anfangs sehr skeptisch, dass das Projekt bis Semesterende auch tatsächlich zu
Ende gebracht werden kann. Freilich spielt es hier eine Rolle, dass auch die
einzelnen Gruppenmitglieder engagiert mitarbeiten. In unserem Team war dies der
Fall. So war es auch möglich knifflige Themen, die im Zuge des Projektes
auftreten zu lösen. Eigentlich hat es genau das auch sehr interessant gemacht.
Der LVA-Leiter begleitet das
Projekt kritisch, lässt aber meistens den Studenten die Art der Umsetzung
völlig offen.
Ich denke, dass ich einiges von
der Lehrveranstaltung mitnehmen konnte und bin froh mich für dieses PROST
entschieden zu haben. Der Aufwand der LVA ist nicht gering aber mit etwa 100h
entsprechend. Ich kann diese Lehrveranstaltung auf jeden Fall weiterempfehlen.
War ich anfangs etwas skeptisch
bezüglich der Inhalte des Projektstudiums, wo wurde innerhalb weniger Einheiten
dieses Gefühl von starkem Interesse abgelöst. Sowohl die theoretische
Aufarbeitung von Wikis als Wissensmanagementsystem, als auch in weiterer Folge die
Umsetzung jener Themen in einem praxisbezogenen Projekt eröffneten durchaus
interessante Perspektiven auf die Thematik von Wikis als KM-System. Vor allem
die autonome Projektarbeit in der Kleingruppe ermöglichte innovatives,
kreatives dennoch produktives Arbeiten.
Als Fazit kann ich definitiv
eine Empfehlung zur Wahl dieses PROST aussprechen. Neben dem Erwerb von
umfangreichem Wissen zum Thema Wikis, konnte ich meine Skills im Bereich
Projektmanagement ebenso erweitern. Programmierkenntnisse waren keine erforderlich.
Der Stundenaufwand von mehr als 100 Stunden war zwar im Vergleich zu anderen
PROST höher, war aber absolut in Ordnung.
Zu Beginn dieses PROST war ich
Wiki gegenüber sehr skeptisch bzw. war eigentlich immer ein Gegner vom „Wiki-Boom“.
Über das PROST hinweg bin ich dahingehend eigentlich bestätigt worden. Ein Wiki
hat durchaus seine Vorteile, aber die „Eier-legende-Woll-Milch-Sau“, wie oft
propagiert, ist es nun mal nicht. Um
wirklich eine optimale Usability zu erreichen ist trotzdem ein sehr hoher
Aufwand nötig, wie man beim eigenen Projekt teilweise sehen konnte.
Was mich positiv in diesem PROST
überrascht hat, war die offene Diskussion bzw. generell die offene und gute
Atmosphäre in diesem PROST. Weniger gefallen haben mir der Aufbau des PROSTs
und vor allem die Referate bzw. Referats-Themen. Meiner Meinung haben diese
sehr viel Zeit in Anspruch genommen, und haben zum Verständnis über Wiki sehr
wenig beigetragen. Ich persönlich hätte mir eher Referats-Themen bzgl.
Projektleitung oder eben Themen die besonders auf die Möglichkeiten von Wikis
eingehen (…also eventuell mehr Wiki-Engines vorstellen, und auf diese näher
eingehen) gewünscht. So haben die sehr aufwändigen Referats/Seminar-Arbeiten
sehr viel Zeit in Anspruch genommen, aber im Prinzip für den Ablauf des
Projekts später keinen Beitrag leisten können. Ich hätte mir gewünscht, anstatt
der Referate mehr Energie in das Projekt stecken zu können, bzw. Referate
abzuhalten, die direkt mit Projekt in Verbindung stehen (also Optimaler
Entscheid bezüglich Wiki-Engine, Projekt-Management, etc.)
Ich habe mich sicher wegen des
Themas der LVA für das Prost angemeldet. Da ich sehr wenig über Wikis wusste,
bot das Prost die Möglichkeit mein Wissen zu diesem Thema zu erweitern. Im
Nachhinein hat sich die Wahl als gut herausgestellt, wenngleich ich in den
ersten Wochen nicht wirklich wusste, was von uns erwartet wird. Hier würde ich
mir mehr Input von Seiten des LVA-Leiters wünschen. Die Referate zu Beginn der
LVA waren sicher gut um einen Einblick in die Thematik des Wissensmanagement zu
bekommen, sie haben aber auch viel Zeit gekostet, die man besser für die
eigentlichen Projekte nutzen hätte können.
Was ich gut fand war, dass wir
bei den Projekten relativ freie Hand hatten. Dies erforderte ein gutes
Projektmanagement, was, denke ich, allen relativ gut gelungen ist. Die
Ergebnisse aller Gruppen waren äußerst interessant, wenn man bedenkt, dass sich
die Mehrheit zuvor nie mit Wikis beschäftigt hatte. Ich würde die Lehrveranstaltung
auf jeden Fall weiterempfehlen.
Meine Wahl fiel deshalb auf diese Variante
des Projektstudiums, weil ich mir davon einen für die spätere, berufliche
Praxis weiteren Horizont erwartet hatte.
Meiner Ansicht nach, kann es nie schaden, mehr als „nur“ Standardfächer
einer Studienrichtung zu absolvieren, um damit auch vertiefende Einblicke in
spezielle Nischen eines Faches zu bekommen.
Ich empfand die anfangs der LVA gehaltenen
Impulsreferate als Zweck erfüllend, weil damit auch den Kollegen mit weniger
Vorwissen die Möglichkeit geboten wurde, einen kompakten, aber dennoch nicht zu
oberflächlichen Einstieg in die Materie zu gewährleisten. Außerdem möchte ich
als einen besonderen Pluspunkt dieser LVA die rechtlichen Ergänzungen von Hr.
Schiffer hervorheben, die aus seiner Tätigkeit als Gerichtsgutachter mit
einflossen. Wann sonst, außer beim Jus-Studium hätte ich bei meiner
Studienrichtung Einblicke in das Wesen einer Gutachtertätigkeit bekommen. Der formale Aufbau eines Gutachtens
und die Mächtigkeit von Sprache können den Teilnehmern dieser LVA nicht mehr
unbekannt sein.
Die weitere Vorgehensweise des PROST, sich
ein Projekt selbst an Land zu ziehen (möglichst praxisnahe), wäre bei einer
anderen personellen Besetzung der Mitstudierenden sicher um einiges schwieriger
gewesen. Zum Glück fanden sich unter den 6 Mitstudierenden schon 2 erfahrene im
Bereich der Websitegestaltung und Suchmaschinenoptimierung, so dass in meinem
Fall mein Teamkollege durch das ständige
Entwickeln neuer Webauftritte keine Schwierigkeiten hatte, ein für das PROST
geeignetes Projekt mit dem Kunden anzubahnen.
Als lästig empfand ich die ständigen
Eintragungen in einen eigenen Blog bzw. in eine Zeittabelle. Ich sehe jedoch
ein, dass nur dadurch die Einschätzung der Zeitaufwände möglich wird und dies
deshalb bei Projekten in anderen Organisationen auch so gehandhabt wird.
Das mit meinem Teamkollegen und dem Kunden
gestartete Projekt hatte jedoch einige Anlaufschwierigkeiten, da auch ein
„Web-Designer“ mit der graphischen
Gestaltung der zukünftigen Website beauftragt wurde und somit einige Wochen
vergingen, in denen wir zwar Meetings abhielten, jedoch kein Fortschritt
hinsichtlich der Implementierung zu bewerkstelligen war. Als es jedoch an die
Implementierung konzentriert herangegangen werden sollte, stockte der
Projektverlauf abermals, da noch vom Kunden zu liefernder Inhalt fehlte.
Abschließend muss ich sagen, dass die
Vorgehensweise dieses PROST lobenswert ausfiel, da uns Hr. Schiffer sehr viele
Freiheiten in Bezug auf die Projektwahl und auch die terminliche Abfolge
gewährte, außerdem bei den zahlreichen Zwischenstandsberichten immer ratvoll
zur Seite stand und somit eine konstruktive Atmosphäre schuf.
Ich bin auf dieses PROST bei der Anmeldung
zwar zufällig gestoßen, jedoch war mein Enthusiasmus dafür bei Betrachtung des
Themas „Website-Gestaltung und Suchmaschinenoptimierung in der Praxis“ von
Anfang an groß, denn sowohl in der Freizeit als auch beruflich beschäftige ich
mich damit seit langer Zeit – insbesondere mit Suchmaschinenoptimierung.
Im Projektstudium wurden die drei Themen
Accessibility, Usability, Standardkonformität und Suchmaschinenoptimierung behandelt,
wobei mein primäres Interesse der Suchmaschinenoptimierung galt.
Am Beginn standen die Impulsreferate im
Mittelpunkt, bei denen jede Gruppe eines der Themen präsentierte. Die Referate
waren genau der richtige Einstieg in das PROST, da dadurch jeder einen
informationsreichen Einblick in alle Themen erhalten konnte.
Jede Gruppe konnte selbst ein Thema bzw.
Projekt wählen, dass sie in weiterer Folge unter den Gesichtspunkten von Accessibility,
Usability, Standardkonformität und Suchmaschinenoptimierung zu bearbeiten
hatte. Unsere Gruppe entschied sich für den Relaunch von ampullen.tk, eine
Website eines Kollegen, was uns auf Grund des großen Spielraums, der uns vom
LVA-Leiter gewährt wurde, sehr leicht viel.
Ein weiterer Meilenstein in der LVA war
die Beurteilung von drei Websites im Rahmen eines Gutachtens – mit Berücksichtigung
der Kriterien der Themen.
Für Abwechslung und Spannung sorgte das
praktische Beispiel im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung, die „Zilner Trote“.
Eine genauere Erklärung des Modus wäre zwar wünschenswert gewesen, jedoch war
es ein sehr gelungener Versuch und eine willkommene Abwechslung
Im Nachhinein kann ich sagen, dass meine
Erwartungen im Projektstudium voll erfüllt wurden und die LVA zu den Kursen gehörte,
die sich im positiven Sinn von anderen Lehrveranstaltungen abheben konnte. Der
Aufwand war nicht zu groß und den Anforderungen eines PROST durchaus
angemessen.
Erwähnen möchte ich auch noch das
ausgesprochen kollegiale und entspannte Klima in der Lehrveranstaltung, das einerseits
auf die geringe Teilnehmerzahl (6 Personen) zurückzuführen ist und andererseits
auf die interessanten Anekdoten aus der Praxis von Herrn Dr. Schiffer.
Die Erfahrungen im PROST haben mich auch
dazu bewogen in Erwägung zu ziehen, meine Diplomarbeit bei Herrn Dr. Schiffer
zum Thema Suchmaschinenoptimierung zu schreiben.
Da ich mit einem eigenen Webauftritt im
Sommer 2007 das Internet erobern wollte, hat dieses PROST mein Interesse geweckt.
Ich hatte von Suchmaschinenoptimierung keine Ahnung und hoffte mir von dieser
LVA das notwendige Know-How anzueignen. Gleich vorweg möchte ich sagen, dass
ich im Kurs viel gelernt habe. Der Kursaufwand war jedoch viel Größer, als ich
angenommen habe.
Zu Beginn der LVA wurden Impulsreferate
von den Kursteilnehmern durchgeführt, damit alle auf dem gleichen Wissensniveau
sind. Die bearbeiteten Themen waren für mich größtenteils neu und ich hatte
sehr wenig Hintergrundwissen. Diese Tatsache führte dann gleich zu
Schwierigkeiten und ich musste mein Referat sogar zwei Mal machen. Herr
Schiffer ließ die Gruppen recht selbständig arbeiten. Für mich eine ganz neue
Erfahrung war die Tatsache, dass die Studierenden bereits während der Referate
und Präsentationen auf die Lücken und Fehler in ihrer Arbeit hingewiesen
wurden. Das kann Manchen störend wirken, ich finde aber, dass man auf diese Art
und Weise lernen kann, mit der erhaltenen Kritik umzugehen und seinen
Standpunkt sachlich zu vertreten.
Nach den Impulsreferaten erfolgte eine
Einteilung der Gruppen nach Themen/Projekten, die während des Semesters im
PROST von den Studierenden durchgeführt werden sollten. Obwohl die Arbeit
sinnvoll eingeteilt wurde (eine sinnvolle Kombination und Synergie zwischen den
Projekten kam auf jeden Fall zustande), war der zeitliche Aufwand in meiner
Gruppe im Vergleich zu Anderen doch viel größer. Im letzten Semester hatte ich
das Gefühl, nur für PROST etwas zu tun, weil die Bewältigung der Aufgaben sehr
zeitrauben gewesen ist.
Als störend habe ich die Tatsache
empfunden, dass die Vorgehensweise meiner Gruppe fast nie gepasst hat. Wir
mussten sehr viel Zeit in die Ausarbeitung verschiedenster Dokumente
investieren und am Ende – während der Präsentation – erfahren wir, dass nichts
stimmt und wir es nochmal machen müssen, aber eben anders. Wir mussten daher
immer wieder unsere Arbeitsvorgehensweise ändern und das nahm sehr viel Zeit in
Anspruch.
Der LVA-Leiter war aber durchaus fair als
uns klar wurde, dass das Projekt in jenem Umfang der geplant war, nicht fertiggestellt
werden kann. Der Arbeitsaufwand wurde etwas gekürzt. Somit konnten wir unsere
Arbeiten doch noch fertigstellen.
Alle Aufgaben und Arbeitsfortschritte
mussten in dafür vorgesehenen Formularen dokumentiert werden. Wie bereits
erwähnt, waren die Formulare meiner Gruppe doch um einige Zeilen länger, als
bei den anderen Gruppen da der Arbeitsaufwand einfach viel größer war.
Alles in allem war es ein erfolgreiches
PROST, weil ich viel aus dem Kurs mitnehmen konnte. Die Projekte waren sehr interessant.
Wünschenswert wäre eine bessere Aufwandseinschätzung gewesen, die jedoch fast
immer bei Projekten schwierig ist.
Für mich fiel die Wahl deshalb auf dieses
PROST, weil mich das Thema Webentwicklung aus persönlichen Gründen interessiert.
Da auf der Universität recht wenig Sinnvolles in diesem Bereich angeboten wird,
wollte ich unbedingt in diese LVA. Die strukturierte Herangehensweise an das
Thema mit der Aufspaltung in die Themen Accessibility, Usability,
Standardkonformität und Suchmaschinen-optimierung erschien mir gerade in der
heutigen Landschaft der Webentwicklung sehr sinnvoll.
Der Aufbau der Lehrveranstaltung was sehr
strukturiert und durchdacht. Zu Beginn wurden Impulsreferate von den Kursteilnehmern
gegeben, die alle auf den gleichen Wissensstand und auf die gleichen
Begrifflichkeiten bringen sollten. Dabei ließ Herr Schiffer die Gruppen recht
autonom arbeiten. Dies verursachte zwar bei manchen Themen Schwierigkeiten,
führte sogar dazu, dass ein Referat erneut gestaltet und wiederholt werden
musste (ohne aber „böse Kommentare“ zu ernten; viel mehr war die Wiederholung
eine Folge konstruktiver Kritik), war aber für das Vorgehen in einem PROST sehr
geeignet.
Nach Abschluss der Impulsreferate wurden
dann Themen gesucht, die in Projektform bearbeitet werden sollten. Hierbei gelang
es, eine sehr sinnvolle Kombination und Synergie zwischen den Projekten zu
etablieren. Zwischenergebnisse der Projekte wurden immer wieder präsentiert und
die Vorgehensweise der Projektteams auf vernünftige und zielgerichtete Art und
weise dokumentiert.
Der zeitliche Aufwand, der für die
Projekte getätigt werden musste, war von Projekt zu Projekt doch recht
unterschiedlich. Hier wäre eine exaktere Einschätzung des Arbeitsaufwandes gut
gewesen. Jedoch war diese vor Beginn der Projekte recht schwer. Herr Schiffer
ging aber bei seinen Anforderungen an die Projekte, die den Zeitrahmen sprengen
würden, auf die Studenten zu, was ich als recht fair empfunden habe.
Die Tätigkeiten, die die
Projektmitarbeiter durchführten, mussten in Zeittabellen und Blogs beschrieben
und dokumentiert werden. Durch diese Dokumentation war es Herrn Schiffer und
den Teilnehmern am PROST ständig möglich, den zeitlichen Aufwand einzuschätzen.
Alles in allem kann ich von meiner Warte
aus die LVA als eine recht gute und wertvolle für mich verbuchen. Die
methodisch didaktische Herangehensweise war einem PROST entsprechend, der
Aufwand hielt sich in einem vernünftigen Rahmen und die behandelten Projekte
waren sehr interessant und für mich auch persönlich wertvoll.
Der Grund für die Absolvierung dieser
Lehrveranstaltung war, dass das Erstellen von Homepages heut zu tage von fast jedem
durchgeführt werden kann, zumal es eine Reihe von unterstützenden Tools gibt.
Für diese Websites ein gutes Ranking zu erzielen, bzw. bestehende besser zu
platzieren, wird nur sehr selten erwähnt. Leider wurde diese Erwartung nicht
ganz erfüllt, da ich davon ausging, dass an hand einer bestehenden Website die
Methoden und Tools gelehrt und gelernt werden.
Die Impulsreferate am Anfang der
Lehrveranstaltung haben einen guten Überblick über die Materie gegeben, zumal
wir das Glück hatten, dass Kollegen aus der Praxis die Lehrveranstaltung mit
uns besuchten und wir so im Laufe der LVA immer wieder Tipps aus der Praxis
erhalten haben.
Bei der Bearbeitung der Themen waren nicht
alle Gruppen gleich ausgelastet, zumal meine Gruppe von den beiden anderen
abhängig war.
Die Führung der Zeitkonten zeigt den
Studenten, wie viel Zeit sie bereits in ihre Arbeit investiert haben,
allerdings wurde meiner Meinung nach zu penibel darauf geachtet. Die Zeitkonten
sollten rein dem Studierenden dazu dienen, den bereits investierten Zeitaufwand
zu wissen, bzw. mit dem anderer Gruppen zu vergleichen.
Die Präsentationen wurden immer kritisch
betrachtet. Dies hat zwar den Vorteil, dass man sich gleich während der Präsentation,
falls notwendig „verteidigen“ kann, zieht aber andererseits die Präsentationen
(unnötig) in die Länge.
Alles in allem muss ich sagen, dass es
sicher die zeitaufwendigste LVA war, ich allerdings auch sehr viel daraus
mitgenommen habe.
Ich entschied mich für das PROST
Webentwicklung / Suchmaschinenoptimierung deshalb, weil ich mich bereits seit längerer
Zeit mit diesem Thema beruflich befasse und mir dadurch eine weitere Vertiefung
des Know-Hows erwartete. Und um es gleich vorweg zu nehmen: diese ist auch
eingetreten.
Die Impulsreferate am Beginn der LVA
erwiesen sich als zweckmäßig, weil dadurch alle Teilnehmer denselben Wissensstand
erlangten was das Verständnis für das eigene Projekt, aber auch für die
präsentierten und diskutierten Ergebnisse der Kollegen erhöhte. Positiv ist
auch zu erwähnen, dass jede Gruppe selbst ein Projekt vorschlagen konnte, was
meiner Meinung nach den persönlichen Bezug zum Projekt merklich erhöht und
damit auch die Motivation steigert. Für mich selbst war es dadurch beispielsweise
möglich, ein Webprojekt aus meinem beruflichen Umfeld im Rahmen des PROSTs
durchzuführen, was ich als sehr positiven Praxisbezug, den ich ansonsten leider
oftmals auf der Uni vermisse, schätze. Probleme, die sich durch ein Projekt aus
dem realen Leben ergeben (Verzögerungen beim Auftraggeber, verzögerte Abnahme
von Projektabschnitten,...) wirkten sich natürlich etwas störend auf die
Umsetzung im Rahmen der LVA aus (die LVA endet ja Ende Juni), durch Absprache
mit Hrn. Dr. Schiffer und den Kollegen konnten aber auch hier Lösungen für
einen sinnvollen Projektabschluss im Rahmen des PROSTs gefunden werden.
Hatte eine Gruppe selbst kein Thema parat,
dann wurde vom LVA-Leiter ein Projektthema vorgeschlagen, was bei einer Gruppe
aber durch den etwas zu groß gesteckten Rahmen des Projekts zu einem
erheblichen Mehraufwand an Arbeit führte. Womit wir auch schon beim Zeitaufwand
für das PROST wären, der sich meiner Meinung nach in einem erträglichen Rahmen
bewegt, obgleich es sicherlich PROSTs gibt, für die man weniger Zeit aufbringen
muss.
Die Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe
und auch mit Hrn. Dr. Schiffer war von einem kollegialen Verhältnis geprägt und
hatte eher den Charakter eines Workshops als einer typischen LVA. Auch die
Erzählungen von Hrn. Dr. Schiffer aus seiner Praxis als gerichtlicher
Sachverständiger fand ich sehr interessant und trugen zur lockeren
Arbeitsatmosphäre bei. Die in früheren Bewertungen teilweise bemängelte,
übertriebene Genauigkeit von Hrn. Dr. Schiffer war zwar zu spüren, emfpand ich
aber nicht als störend. Vielmehr trug
sie bei, eigene Angaben oder Präsentationen immer wieder kritisch zu
hinterfragen und den Blick auf wichtige Details nicht zu vernachlässigen, um
damit ein perfektes Ganzes zu schaffen.
Das Führen eines Zeitprotokolls und eines
Blogs, in dem laufend alle Tätigkeiten kurz eingetragen und beschrieben wurden,
wurde zwar manchmal als etwas störend empfunden, half aber, den laufenden
Projektfortschritt zu dokumentieren und den Zeitaufwand abzuschätzen. Außerdem
werden ja auch Projekte in größeren Organisationen so gehandhabt, um Zeit- und
Arbeitsaufwand für zukünftige Projekte besser abschätzen zu können, somit kann
auch diese Praxisbezug als positiv bewertet werden.
Abschließend kann ich sagen, dass ich in
dem PROST einiges sowohl inhaltlich als auch für die Abwicklung eines Projektes
gelernt habe, was ich auch im Beruf umsetzen und nutzen kann.
Ausschlaggebend für den Besuch dieser
Lehrveranstaltung war in erster Linie die für mich günstige terminliche Lage.
Zweitrangig war für mich das Thema, wenngleich dies nicht Desinteresse an Wikis
begründen soll.
Für mich war die Wiki-Technologie neu und
deshalb im Laufe der Lehrveranstaltung immer interessanter. Ich hörte anfangs
viele Stimmen (abseits der LVA) die Wikis als Allheilmittel für viele Probleme
in Unternehmen sahen, jedoch konnte ich deren Meinungen nie teilen, was in der
LVA zu guter Letzt auch bestätigt wurde.
Der Lehrveranstaltungsablauf war
einerseits klar durchorganisiert, jedoch in manchen Punkten war unklar, was
seitens der LVA-Leitung gefordert wird. Dies vor allem bei den Referaten, die
aber in Summe sehr interessant waren und einen Einblick in diverse Gebiete
stattete.
Die Präsentationen wurden stets sehr
kritisch durchleuchtet, was der Qualität insgesamt zu Gute kam, jedoch wurde
auch viel Zeit um Kleinigkeiten vergeudet.
Insgesamt war die LVA aber durchaus
interessant und erweiterte meinen Horizont sowohl fachlich im Bereich von Wikis
und sozial im Bereich der eigenständigen Gruppenarbeit und Organisation.
Pro
• Interessante
Thematik, sehr aktuell
• Horizont
zu Teamworkplattformen durch Impulsreferate sehr erweitert
• Qualifizierte
Kritik
Contra
• Nicht
alle Gruppen gleich ausgelastet (eventuell beim nächsten Mal das Wiki vom
Institut aufsetzen lassen und alle 3 Gruppen Themen ausarbeiten lassen)
• Anforderungen
der LVA-Leitung manchmal unklar
Vorweg: Ich würde dieses PROST jederzeit
weiterempfehlen, da der Arbeitsumfang nicht übertrieben, und das Thema sehr
interessant ist.
Doch es gibt auch (hoffentlich konstruktive)
Kritik: Den administrative Overhead (Blog, Zeitkonto) empfand ich lange Zeit
als „nervig“. Weiters waren die „Ziele“ des Projekts nicht von Anfang an klar
gesetzt. Die Begriffe „Konzeptionierung“
und „prototypische Realisierung“ lassen hier scheinbar zu viel
Interpretationsspielraum!
Die Vorgabe „Wikis als
Teamworkplattformen“ um die es in der Konzeptionierung gehen sollte ist
schwammig – gewisse Anregungen zur Themenfindung wären wünschenswert.
Trotzdem würde ich sagen dass es eine sehr
gelungene LVA mit interessanten Inhalten ist.
gut:
- Wikis an Sich sehr interessant.
- aktuelles thema
weniger gut bis schlecht:
- sehr viel Zeit für Eingabe von
(Test-)daten aufgewendet worden -> Implementierung bzw. technische Aspekte wären
interessanter
- sehr oft wird auf kleinigkeiten herum
geritten, die oft nicht so wichtig sind (meiner ansicht nach).
- eventuell hätte zum besseren Vergleich
auch eine Gruppe ein ähnliches Projekt mit anderer Software machen sollen. zb
ms portal server oder andere alternativen ... wäre interessant zu sehen was es
sonst noch so gibt auf dem sektor
Das Projektstudium zum Thema „MediaWiki
und Co“ war im Grunde eine brauchbare Erfahrung.
Zum Einen konnte ich interessante
Einblicke in die Architektur und den Aufbau von MediaWiki gewinnen und zum
Anderen war es ganz unterhaltsam diverse Experimente mit Extensions und dem
MediaWiki an sich durchzuführen.
Weiters möchte ich anmerken, dass ich mir
mehr bzw. bessere Unterstützung von seitens des LVA-Leiters erwartet hätte, da
dieser vermeintlich mehr Erfahrung im Umgang mit MediaWikis haben sollte,
aufgrund vergangener LVAs und beruflichen Aktivitäten. Dem war leider nicht so.
Dadurch konnte meiner Meinung nach die LVA-Zeit nicht effektiv und effizient
genug genutzt werden, da immer wieder auf unnötige Details eingegangen werden
musste.
Grundsätzlich bin ich jedoch mit dem
Ergebnis unseres Projekts und den eigenen gewonnen Erfahrungen, sowohl im fachlichen,
als auch im menschlichen, zufrieden.
Die individuelle Terminvereinbarung zu
Beginn der LVA war sehr gut, wodurch die Teilnahme bspw. auch für Berufstätige
erleichtert wurde.
Es wurde bei den Präsentationen viel auf
Details geachtet, was öfters den zeitlichen Rahmen zu stark strapazierte.
Die Atmosphäre während den Kursterminen
war sehr angenehm und freundschaftlich, wodurch das Arbeiten erleichtert wurde.
Der Einstieg in das Projektstudium wirkte
etwas unorganisiert. Es hat eine Zeit gedauert bis mir klar wurde, was unsere
konkrete Aufgabe ist.
Die Aufzeichnungen (Zeitkonto, Blog) waren
eine gute Übung und wurden trotzdem nicht überbewertet. Das ist positiv, da man
so nicht verleitet wurde diese unter Umständen zu verfälschen.
Pro
• Großer
Erfahrungsgewinn mit der Erstellung und der Bearbeitung von Wikis
• Entspannte
Atmosphäre während der Kursstunde
• Wöchentliches
Feedback zum Wiki immer sehr produktiv
• Kennenlernen
der Thematik durch Impulsreferate war sehr zielführend
• Sehr
interessante Thematik, auch in Hinblick auf zukünftige Projekte
• Individuelle
Terminvereinbarung am Anfang des Semesters war eine sehr gute Idee
• Die
Führung eines Zeitkontos und eines Blogs im Rahmen des Projekts war eine gute
Erfahrung
Contra
• Arbeitsaufwand
nicht bei allen Gruppen gleich (Wiki vielleicht vom Institut aufsetzen lassen,
damit alle Gruppen ein Wiki realisieren können)
• Vielleicht
mehr Einzeltermine mit den Gruppen ausmachen, da das ansehen der Wikis der
anderen oft etwas langatmig war
-Die Thematik war äußerst interessant,
weil meiner Ansicht nach WIKIS in Zukunft noch viel intensiver eingesetzt
werden.
-Die Einstiegsreferate waren äußerst
hilfreich, um einen Überblick über das Thema zu bekommen
-Teileweise wurden die Präsentation zu
genau besprochen. (auf Kleinigkeiten wurde herumgeritten)
-Ich bin der Ansicht, dass terminliche
Absprachen, wann welche Gruppe zur LVA kommt besser. Ich fand es nicht so
interessant,
was
die anderen Gruppen im Detail machen. Dies wird sowieso bei der
Abschlusspräsentation eingängigst erläutert.
-Gesamt gesehen war die LVA eine
Bereicherung an Erfahrung und Wissen.
+ Die LVA war insofern interessant, dass
wir einen Einblick ins Thema Wikis bekommen haben und vor allem die Grenzen im Einsatz
aufgezeigt bekommen haben.
- Teilweise zu unklare Anforderungen
- Bei den Besprechungen im Kurs wurde zu
viel Energie auf einzelne Details und nicht auf das darüber stehende Konzept
bzw. die Zusammenhänge geachtet.
- Die detaillierte Beschreibung der LVA
auf der Homepage war eine große Hilfe, um sich vorweg über das Prost zu informieren.
Leider stimmten die Information der Homepage nicht ganz mit dem tatsächlichen
Ablauf des Prost zusammen, wodurch die genaue Zielsetzung etwas unklar war.
- Das Thema "MediaWiki&Co."
war sehr interessant, vor allem deswegen weil Wissensmanagement immer mehr an
Bedeutung gewinnt.
- Die Impulsreferate zu Beginn des
Semesters waren eine gute Vorbereitung für das später zu realisierende Projekt,
da begriffliche Unklarheiten geklärt werden konnten. Jedoch wurde dabei auf zu
viele Details geachtet, wodurch sehr viel Zeit mit den Referaten verbraucht
wurde und mit dem eigentlichen Projekt erst sehr spät begonnen werden konnte.
- Das Feedback vom LVA-Leiter war immer
sehr ehrlich und produktiv und ermöglichte es der Gruppe schon vorweg Fehler zu
erkennen und diese sofort zu korrigieren.
- Eventuell wäre es sinnvoll gewesen, mit
den Gruppen auch individuelle Termine zu vereinbaren, da doch immer sehr genau
auf alles eingegangen wurde.
- Das Führen von Blog&Zeitkonto war
zwar eine interessante Erfahrung, kostete aber auch viel Zeit, die ev. besser
genutzt werden könnnte.
- Das Projektstudiums gab einen sehr guten
Einblick in die Thematik von Wikis allgemein und man konnte praktische Erfahrung
im Umgang mit MediaWiki sammeln. Dies ist sowohl privat als auch beruflich ein
großer Erfahrungsgewinn, da ich glaube, dass Wikis zukünftig noch großes
Potenzial haben werden.
- Insgesamt war ich mit dem PROST sehr
zufrieden und würde es weiterempfehlen.
Bevor ich mich für das PROST anmeldete
wusste ich sehr wenig über Wikis. Deshalb fand ich dieses PROST durchaus interessant.
Die LVA wurde attraktiv gestaltet und der Aufwand für unsere Arbeiten war
angemessen. Die Impulsreferate haben mir einen Überblick über die Wikis
gegeben. Ich habe einiges dazu gelernt wie man Wikis aufsetzt oder was für
welche Funktionen es noch geben würde.
Als negativen Punkt für mich muss ich die
entbehrliche Genauigkeit seitens des LVA Leiters erwähnen. Im Großen und Ganzen
war ich mit dem PROST zufrieden.
Ich wollte an diesem PROST unbedingt
teilnehmen, da ich den Titel „Wikipedia & Knowledge Management “ sehr interessant
und ansprechend fand. Positiv herausheben möchte ich das bereits im Vorfeld
Informationen zu dem PROST zur Verfügung gestellt wurden im Gegensatz zu den
anderen Lva's. Die Referate am Beginn des PROST habe ich als sehr sinnvoll und
wichtig empfunden da man einen generellen Überblick über Wikis bzw. wo sie
eingesetzt werden könnten erhalten hat.
Die Referate der Kollegen waren im großen
und ganzen sehr interessant und lehrreich. Bezüglich des Lerneffektes hat dieses
Prost meine Erwartung erfüllt. Ich habe im Projekt gelernt Wikis aufzusetzten
und viel über die Wikisyntax gelernt. Ein weiterer interessanter Punkt waren
sematische Wikis leider konnten wir uns in der Lva nicht mehr all zu viel damit
beschäftigen da dieses Thema erst am Ende aufgekommen ist.
Zu den Zeitkonten kann ich nur sagen, dass
diese am Anfang lästig waren aber am Ende des PROST sehr hilfreich waren. Man
konnte gut sehen wo man viel Zeit verbraucht hat.
Fazit: Das Prost hat meine Erwartungen
erfüllt. Der administrative Aufwand hat sich in grenzen gehalten. Die
Zusammenarbeit in der Gruppe war wirklich gut und ich konnte einige wertvolle
Erfahrungen in Bezug auf Wikis sammeln.
Positiv: Mir hat das Prost sehr gut
gefallen. Die Referate haben vorab einen guten Überblick gebracht.
Negativer Punkt: Da ich nicht von Anfang
wusste, wann die Termine sind bzw. wusste ich auch nicht, dass die Termine jede
Woche statt finden, hätte ich mich eigentlich zu diesem Zeitpunkt zu einer
anderen LVA angemeldet. Bitte die Termine bereits im Vorhinein bekannt geben!
Weiterführende Prost’s: Semantic Wiki ist
sicher ein sehr interessanter Punkt. Dies müsste man dann mit RDF und Topic
Maps in Verbindung bringen.
Das Thema klang in der Beschreibung des
Prost sehr interessant. Wahrscheinlich auch deshalb, weil die Beschreibung informativer
war, als die der anderen angeboteten LVAs.
Ein sehr positiver Effekt dieses Prosts
war, dass sich sich kein Teilnehmer vor seiner Arbeit drücken und einfach mit
seiner Gruppe mitschwimmen konnte, da durch den Einsatz des Prostwikis mit der
erforderlichen Anmeldung eigentlich jeder Arbeitsschritt im zweiten Teil des
Prost "kontrolliert" werden könnte. (Zeitkonten sind zwar gut und
sinnvoll, aber wie sagt man so schön: "Excel-sheets sind geduldig." -
oder so.)
Im Gegensatz zu anderen LVAs mit
Praktikums-Charakter hatte ich hier den Eindruck, dass wirklich alle
Beteiligten der Projektgruppe angehören. Das beinhaltet auch den LVA-Leiter,
der nicht, wie anderswo üblich, als reiner Überwacher über den anderen thront.
Dadurch lässt sich wirklich gut zusammenarbeiten.
Auch ich möchte die ausführliche LVA
Beschreibung, die bereits vor Beginn zur Verfügung stand, hervorheben. Nicht zu
letzt deshalb habe ich mir für dieses PROST angemeldet und entschieden. Das
Thema war sehr interessant, vor allem deshalb weil Wikis zur Zeit in vielen
Bereichen eingesetzt werden und das somit erlernte Wissen konnte ich gleich in
mehreren anderen LVAs aber auch beruflich sofort umsetzen. Positiv fand ich
auch die Offenheit des LVA-Leiters bezüglich des Themas und der Chance auch
Projekte anzugehen, die nicht vorgegeben wurden.
Das Ergebnis des Prosts ist nicht nur mehr
Wissen und Praxis im Umgang mit Wikis erworben zu haben, sondern die Projekte von
zwei Gruppen werden sogar von Firmen verwendet beziehungsweise benutzt und
weiterentwickelt. Als Student ist es immer motivierend an etwas mitarbeiten zu
können, dass danach nicht in einem Ordner verschwindet, sondern tatsächlich
eingesetzt wird.
Die detaillierte
Lehrveranstaltungsbeschreibung auf der Institutshomepage war für die Anmeldung
zu diesem PROST tatsächlich sehr hilfreich, der Inhalt hat dann auch der
Beschreibung entsprochen.
Besonders positiv fiel mir auf, dass der
Arbeitsaufwand für das 6-stündige PROST nicht aus dem Ruder geraten ist, im Gegensatz
zu manchen Praktikas ;-) Außerdem hat die Zweiteilung in Referat und
Projekt die Aufwände über das Semester gleichmäßig verteilt. Durch vielfältige
Aufgaben war das PROST immer interessant und abwechslungsreich.
Als Verbesserungsvorschläge möchte ich zum
einen anmerken, dass ich eine LIQUIS-Evaluierung dann doch etwas seriöser
finde. Zum anderen hat der FTP-Upload für die Referate-Literatur nicht
einwandfrei funktioniert, das sollte man sich nocheinmal anschauen.
Alles in allem war für mich die Wahl
dieses PROSTs die richtige Entscheidung.
Ich fand das Prost im Großen und Ganzen
recht gut. Das Thema "Wikipedia" oder Wikis allgemein war für mich
der ausschlaggebende Grund weshalb ich mich für dieses Prost entschieden habe,
da ich vorher noch nichts (ausser der Wikipedia an sich :-)) damit zutun
gehabt habe. Das Prost wurde jedenfalls interessant gestaltet (mit den
Referaten und den Projekten) und ich konnte einiges aus dieser LVA an neues
Wissen (über Wikis und über wissenschaftliches bzw. genaues Arbeiten)
mitnehmen. Der Arbeitsaufwand hat sich auch in Grenzen gehalten, wobei ich hier
der Ansicht bin, dass dieser nicht bei allen Gruppen geich war.
Das Thema "Semantic Wiki" ist
sicherlich ein guter Kandidat für ein zukünftiges Prost. Man könnte z.B. ganz
im Sinne eines Wikis mal eine gute Zusammenfassung mit allen Möglichkeiten etc.
erstellen und dann Online stellen. Dies würde den Studenten als auch der Wikigemeinde
was bringen und vielleicht auch die Verbreitung des "Semantic Wiki"
fördern.
Ich habe mich für dieses PROST
entschieden, weil ich Wikipedia oft im Einsatz habe und ich ein wenig hinter
die Fassade blicken wollte… und dies ist im Zuge dieses PROSTs sehr gut
gelungen - mir wurden die Anwendungsgebiete und Potentiale von Wikis bewusst
und ich bin wirklich vom „Wiki-Prinzip“ beeindruckt. Auch der Aufbau dieser LVA
war gut durchdacht. Die Arbeitslast war gut auf das ganze Semester verteilt und
deshalb wurde es nie wirklich stressig.
Ich habe mich für dieses ProSt
entschieden, weil mich die sehr ausführliche Lehrveranstaltungsbeschreibung
beim Lesen neugierig gemacht hat. Das Prinzip Wiki war mir bis dahin nur von Wikipedia
bekannt, und den Einsatz eines solchen Systems im Wissensmanagement konnte ich
mir Anfangs nicht wirklich vorstellen. Durch die vielen Referate und
Zwischenberichte der einzelnen Gruppen war man immer darüber informiert, was
die anderen gerade machen, und konnte auch aus ihren Ergebnissen noch einiges
lernen. Der Arbeitsaufwand war für eine 6-stündige LVA angemessen, obwohl er
meiner Meinung nach nicht bei allen Gruppen gleich war. (auch wenn die
Zeitkonten das wohl behaupten)
Nicht so gut gefallen hat mir, dass unsere
Aufgabe zu beginn noch völlig unklar war. Keiner wusste, was wirklich gefordert
war und die nötigen Informationen wurden uns auch nur sehr spärlich und mit
Verzögerung zur Verfügung gestellt.
Im Großen und Ganzen war das ProSt aber
trotzdem eine sehr gute LVA bei der ich viel lernen konnte. Ich bin froh mich dafür
entschieden zu haben.
Thema für ein weiteres ProSt wäre mit
Sicherheit das Semantic Wiki, da sehr viel Potential in ihm steckt, und es vom
Umfang her sicher ein eigenes ProSt füllen könnte.
Ich habe mich ursprünglich für dieses
Prost entschieden weil ich unbedingt etwas über Wikis in Erfahrung bringen
wollte. Da ich vor allem Wikipedia immer als Nachschlagewerk benutze bin ich
froh, dass ich nun auch andere Varianten eines Wikis kennengelernt habe und nun
einen besseren Überblick über dieses Thema habe. Aufgrund der ausführlichen
Referate und Aufgabenstellungen konnte ich viel neues Wissen für mich gewinnen.
Zum Kurs selbst fallen mir nur positive
Aspekte zum Beispiel die gute und genaue Zeitplanung (wir wussten ständig was
zu tun war) und die vorgebenen Referatsthemen welche sehr interessant und
aussagekräftig waren.
Zusammenfassend bin ich mit dem PROST sehr
zufrieden gewesen!
Den Ausschlag für den Besuch dieser
Lehrveranstaltung gab sicherlich die Themenstellung. Angenehm an der Lehrveranstaltung
war unter anderem, das die Termine genau festgesetzt waren und das es hier auch
keine Abweichungen gab.
Zum Verlauf der Lehrveranstaltung und der
Bearbeitung der Themen ist jedoch anzufügen, dass die Zieldefinition genauer
sein könnte. Es ist zwar dadurch ein größerer Handlungsspielraum bei der
Bearbeitung gegebenen, jedoch kann der Weg zur Zielerreichung etwas aufwendiger
sein. Im Bezug auf die Praxis wäre eine exakte Definierung der Ziele sehr
willkommen, denn mehr Zeitaufwand ist auch immer mit einem erhöhten
Kostenaufwand verbunden. Bei Forschungsprojekten ist dies oft nicht möglich
bzw. kann mit den Kosten mehr jongliert werden.
Der Themenbereich "Einsatz von Wikis" steckt im Bezug auf Praxistauglichkeit
teilweise noch in den Kinderschuhen, daher ist eine Weiterbehandlung dieser
Thematik für weitere Lehrveranstaltung sehr empfehlenswert.
Die Entscheidung für diese LVA war für mich sicherlich die interessante Themenstellung.
Zwar kannte Ich das Prinzip von WIKI schon im Vorhinein, jedoch war es sehr
interessant zu wissen wie WIKIS aufgebaut sind bzw. wie sie funktionieren.
Der Verlauf
der LVA – zuerst einen Überblick verschaffen durch die Referate und dann in die
Projekte überzugehen – hat sehr für den Erfolg der Projekte beigetragen. Die
wöchentlichen Treffen war aber nicht immer notwendig, da man den Status der
Arbeiten auch alle 3 Wochen überprüfen kann.
Positiv: Gruppe hat gut zusammengearbeitet, guten Überblick über Wikis erhalten, Aufbau
der LVA (zuerst Referate, dann Projekte) Negativ: Zeitkonten (meist nicht
ehrlich, man muss viel Zeit aufwenden, sonst schaut es nicht gut aus, aber Zeit
hat nichts mit Arbeit zu tun), Referate eher Einzelgespräch zwischen LVA Leiter
und Referenten, zu sehr auf die Bedürfnisse des LVA Leiter ausgerichtet und
nicht am Stoff für die Studenten
Ich war vom Thema
"Wikipedia" schon länger fasziniert und habe mich mit dem Gedanken
getragen, ein Wiki in dem Unternehmen einzusetzen, in dem ich arbeite. Schon
die Referate haben mir einen guten Überblick über das Thema Wikis gegeben und
das Gelernte aus der praktischen Aufgabenstellung konnte ich direkt im Betrieb
auch nutzen. Weiterführend wären sicher noch einige Spezailanwendungen von
Wikis interessant.
Ich beschäftige mich sie ca. 8 Jahren mit
der Erstellung, der Wartung und des Betriebes von Websiten auf Basis vom LAMPs
(LinuxApacheMySqlPHP) im produktiven Einsatz und WAMPs (WindowsApacheMySqlPHP)
in der Entwicklung, wobei sich meine Tätigkeit auf die Anwendungsentwicklung
unter Berücksichtigung der Konfiguration des LAMPs beschränkte.
Aus diesem Grund stellte das Praktikum
eine ideale Möglichkeit zur Erweiterungen meines Wissens für die Entwicklung
von Web-Applikationen dar. Eines unserer Probleme bei der Umsetzung des
Portales war, dass sich das vom Provider zur Verfügung gestellte PgSQL-Modul
für PHP nicht laden lies und somit nicht funktionierte. Ein funktionierendes
PgSQL-Modul war aber Vorraussetzung für GForge, welches wir ebenfalls
einsetzten wollten.
Ich nahm mich diesem Problem an, mit der
Absicht, das PgSQL-Modul „schnell mal nach zu installieren“. Sehr bald brachte
mich aber der vom Provider vorkonfigurierte (Web-) Server, und hier vor allem
Plesk mit seinen auf 12 Files aufgeteilten Konfigurationsdaten zur
Verzweiflung: es gab vom Provider keine Dokumentation, wo und wie welche Daten
auf dem Server installiert worden sind, Plesk war nicht laut Tutorials
installiert worden,……. Sehr bald waren hier meinerseits Stunden investiert
worden, wobei allerdings keine Lösung des Problems in Sicht war. (Anmerkung:
Plesk selbst halte ich für ein sehr gutes Programm zur Verwaltung von mehreren
Webseiten auf einem Server; wenn man allerdings diese Funktion, wie in unserem
Fall, nicht benötigt bzw. durch die Installation von zusätzlicher Software
manuell auf Konfigurationsdateien zugreifen muss, stellt Plesk ein echtes
Hindernis dar.)
Daher folgte der Entschluss, den Server
neu auf zusetzten: die dabei aufgetretenen Problem (im speziellen das Problem
mit dem SAPI-Modul hat sehr viel Zeit gekostet) sind im Kapitel der verwendeten
Software kurz beschrieben.
Rückblicken kann ich sagen, dass ich durch
das Aufsetzten der Servers sehr viel gelernt habe und nun durchaus in der Lage
bin, einen eigenen, einfachen LAMP zu betreiben.
Nachfolgenden Studenten, welche ein
ähnliches Projekt abwickeln möchten und so wie ich nur über beschränkte
Erfahrung mit Webservern verfügen, kann ich raten, einen Webserver möglichst
selbstständig von Grund auf zu installieren; das mag zwar auf den ersten Blick
unlogisch erscheinen, bringt aber Vorteile wie:
• man
weiß bei Fehlern, wo man zu suchen anfangen muss
• man
findet die richtigen Verzeichnisse, wo die gesuchte Daten/Dateien liegen
• man
bekommt in den Foren und Tutorials Unterstützung, da diese ebenfalls auf
Referenz-Installationen Bezug nehmen
• man
weiß, was der Server kann, können sollte bzw. was er nicht kann.
Ich habe mich eigentlich ohne mir groß
Gedanken zu machen für das PROST angemeldet. Einfach ein weiterer
Pflichtschein. Ich war aber dann sehr positiv überrascht. Der Kurs ist einer
der wenigen im Wirtschaftsinformatikstudium der sehr praxisorientiert und
gleichzeitig auch interessant ist. Mit der Materie des PROST hatte ich mich
vorher noch nicht wirklich auseinandergesetzt. Die Serverwelt, aber auch Open
Source Software waren beides Bereiche mit denen ich mich bisher in meinem
Studium, und auch privat, nur sehr am Rande beschäftigt habe.
Vor allem die intensivere
Auseinandersetzung mit Linux hat mir sehr gut gefallen und mir eine Anreiz
geliefert, mir wieder einmal einen Umstieg zu überlegen. Bisher hatte mich die
Einarbeitungszeit in ein neues System abgeschreckt.
Da ich nun etwas Erfahrung mit Linux
sammeln konnte gilt dieses Argument nicht mehr. Ich werde allerdings nach wie
vor bei Windows bleiben, da ich der Ansicht bin, dass Linux bei weitem noch
nicht so bedienungsfreundlich ist und dasselbe Ausmaß an Sicherheit, mit etwas
gesundem Hausverstand, auch in Windows zu erreichen ist.
Sehr positiv überrascht war ich im
Allgemeinen von Open Source Software. Diese bietet oft dieselbe, wenn nicht
bessere Funktionalität und Qualität als kommerzielle Software und ich setzte
seit diesem Kurs vermehrt mehr Open Source Software ein.
Das Arbeitsklima in der Gruppe und im Kurs
allgemein war sehr gut und ich freue mich darauf, vielleicht mit dem ein oder anderen,
in Zukunft wieder einen Kurs gemeinsam zu besuchen.
Zusammenfassend kann ich sagen, das das
PROST einer der interessantesten und lehrreichsten Kurse war, die ich bis jetzt
in meinem Studium besucht habe und ich kann ihn nur weiterempfehlen.
Für dieses Projektstudium hab ich mich
entschieden, weil hier das Thema schon vor LVA-Beginn bekannt war und es sich interessant
zu werden schien.
Ich wusste, welche verschiedenen
Linux-Distributionen es gibt, hatte mich aber bisher nicht praktisch damit
beschäftigt. Da war dieses Projektstudium eine gute Gelegenheit, in unserem
Falle Suse 9.3 kennen zu lernen.
Die Arbeit mit MySQL und den diversen
OpenSource-Produkten fand ich sehr interessant und auch sehr brauchbar. Ich denke,
man kann fast alle Funtionen, die man so im Allgemeinen braucht mittels
OpenSource-Tools umsetzen.
Die Zusammenarbeit in unserem Team
funktionierte sehr gut, eine tolle Erfahrung im Vergleich zu vielen anderen
LVAs. Auch aus diesem Grunde war das Arbeiten am SPH-Projekt für mich auch so
lehrreich. Wir hatten zwar einige Probleme bei der Umsetzung, konnten aber
letztendlich unsere Basis-Ziele umsetzen.
Abschießend muss ich sagen, gut dass ich
mich für dieses Projektstudium entschieden habe. Ich kann vieles daraus mitnehmen,
unter anderem meine ersten praktischen Erfahrungen mit Linux.
Ich entschied mich für dieses
Projektstudium, weil ich bereits im Vorfeld Interesse daran hatte, einen
eigenen Server aufzusetzen. Daher schien mir dies eine gute Gelegenheit, mich
mit dieser Materie zu befassen.
Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich mit
Linux noch nicht allzu viele Erfahrungen gesammelt. Über eine
Standardinstallation von Mandrake (eine auch für Anfänger geeignete
Distribution) bin ich nicht hinaus gekommen. Vor allem die Systemkonfiguration
stellte für mich komplettes Neuland dar. So war es für mich vor allem von
Interesse, mich mit diesem Teilbereich besonders auseinander zu setzen.
Dementsprechend motiviert bin ich auch in
die Lehrveranstaltung gegangen. Ich habe versucht mich möglichst umfassend in
das Thema einzulesen und habe auch eine intensive Recherche im Internet
betrieben, um relevante Quellen für unsere Aufgabenstellung zu suchen.
Leider traten im Verlauf des Projekts
immer wieder Probleme mit unserem Server auf, was mich immer wieder aufs Neue
forderte. Aber wie heißt es so schön – „aus Fehlern wird man klug“.
Möglicherweise konnte ich auf diese Weise sogar mehr aus der Lehrveranstaltung
mitnehmen, als wenn alles ohne Probleme gelaufen wäre.
So kann ich zumindest von mir behaupten,
dass ich sehr viel über das „Innenleben“ eines Linux-Serversystems gelernt habe
und darüber wie man es konfigurieren kann – und darüber wie man es nicht macht…
Als sehr gut empfand ich das Arbeitsklima
in unserer Gruppe. Sowohl die Kommunikation als auch die Zusammenarbeit klappte
mit allen meinen Kollegen einwandfrei. Das merkte man vor allem, als wir auf
Probleme gestoßen sind. Hier zeigte sich, dass der Zusammenhalt unserer Gruppe
sehr gut war.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich
die Wahl des Projektstudiums nicht bereue. Ich konnte dabei sehr viel Erfahrung
sammeln. Und den Plan, meine eigenen Server aufzusetzen werde ich auch nach
diesem ersten, etwas holprigen Anlauf weiterverfolgen.
Und eines noch – traue nie einer
Standardinstallation…
All jenen Studenten die mit geringst
möglichem Aufwand einen Schein bekommen wollen, kann ich dieses Projektstudium
keines Falls empfehlen. Für alle jene die in einer LVA neues lernen und
Erfahrungen sammeln wollen und bereit sind, dafür 150 bis 200 Stunden zu
investieren, die werden sicher Gefallen am Projektstudium Software Project
Hosting finden.
Am Beginn dieser LVA stehen Impulsreferate
die von den Teilnehmern zu verschiedenen Themen rundum die Themen Open Source
Software und Software Project Hosting gehalten werden. Grundsätzlich sind diese
Referate nicht schlecht, weil sie den Teilnehmern einen Überblick über die
später relevanten Themengebiete verschaffen. Ich hatte aber das Gefühl, dass
der LVA Leiter bei jedem dieser Referate eine ganz genaue Vorstellung darüber
hatte was er hören wollte. Leider entsprachen die Referate dann nicht immer
diesen Vorstellungen. Es wäre daher vielleicht sinnvoll, wenn der LVA Leiter zu
jedem Referatthema einige Zeilen schreiben würde, welche Inhalte ihm dabei
genau vorschweben. Weiters sollte man sich gut auf das Referat vorbereiten und
wirklich nur das bringen was man 100%-ig weiß oder verstanden hat, denn mit
oberflächlichem Wissen erreicht man nichts außer einem verärgerten LVA Leiter.
Ich habe bei diesem PROST sehr viel lernen
können und bin dabei auch das erste Mal „richtig“ mit Linux in Berührung gekommen.
Wobei ich anmerken möchte, dass mich Linux dabei nicht wirklich überzeugen
konnte. Auch über Server und das arbeiten an der Konsole konnte ich einiges
dazulernen. Obwohl man viel Zeit in dieses PROST investieren muss würde ich es
wieder machen.
Zu Beginn des Prost-Seminars war noch nicht
klar, wie das Endprodukt ausschauen sollte. Wir hatten keine direkte Vorstellung,
welche Anforderungen an das zukünftige Portal für Rottenmann gestellt werden.
Doch kannten wir eine Vorgehensweise aus eigenen Projekten. So konnten wir die
wesentlichen Elemente für ein Projektmanagementportal ermitteln.
Bei den Impulsreferaten war die
Themenstellung bekannt. Es war auch bekannt, welchen Inhalt das Referat haben
sollte. Aufgrund der geringen Erfahrung mit open-source Portalen war es aber
schwierig geeignete Software zu finden. Durch die Referate bekamen wir einen
Überblick über das Sachthema.
Mit dem Finden eines Providers begann die
Entwicklung des Portals. Es gab verschiedene Anbieter. Jeder hatte sein eigenes
Produkt. Viele Anbieter hatten eine Mindestvertragszeit von 12 Monaten. So war
die endgültige Auswahl durch eine kleine Anzahl beschränkt. Wir entschieden uns
für einen vorerst aus technischer Sicht guten Provider. Vor allem gab es
ein gut funktionierendes Backup. Ein wichtiges Argument bei open-source
Software.
Das Auswählen der einzelnen Software war
durch unterschiedliche Anschauungen geprägt. So wurde einerseits Gforge für die
Projektabwicklung als ausreichend angesehen, andererseits sollte zusätzliche
Projektmanagementsoftware installiert werden. Wir entschieden uns für die erste
Variante. Es wurde statt der Projektmanagementsoftware ein Requirementtool
installiert.
Bei der Installation traten durch den
geringen Arbeitsspeicher einige Probleme auf, die erhebliche sinnlose Programmierstunden
verursachten. Beim neuen Server gelang die Installation ohne große Mühe. Ich
konnte mich an die Installationsanleitung halten. Das einzige Problem war, dass
durch das komplizierte System von einzelnen Programmen einzelne Fehler schwer
beseitigt werden konnten.
Zusammenfassend war Prost für mich eine
Bereicherung. Dies nicht nur um meine technischen Kenntnisse aufzubessern,
sondern auch um die Zusammenarbeit im Team zu verbessern.
Ich wollte an diesem PROST
unbedingt teilnehmen, da ich selber Webseiten erstellen möchte und wissen
wollte wie man gute Webseiten gestaltet. Die Impulsreferate am Beginn des PROST
habe ich zuerst als überflüssig und danach als sehr sinnvoll und wichtig
empfunden. Die Ausarbeitungen der Kollegen waren im großen und ganzen sehr
interessant und lehrreich. Dabei habe ich auch bei meinem eigenen Impulsreferat
einiges dazugelernt, was mir besonders beim gestallten von Webseiten weiterhelfen
wird.
Vor allem das von beginn an
klare Ziel, ein Evaluationsschema für den i-Vent zu erstellen hat mich
persönlich sehr angespornt besonders fleißig mitzuhelfen.
Leider haben die Probleme mit
dem Server für die Zeitkonten und die Unterlagen nicht aufgehört und am Schluss
ist der Zugang zum Server komplett gesperrt gewesen. Hier sollte man eine
bessere Lösung finden, damit man wirklich bis zum Schluss auf die Unterlagen
der Kollegen zugreifen kann.
Zu den Zeitkonten kann ich nur
sagen, dass diese am Anfang lästig waren und zum Ende des PROST hin eigentlich ebenfalls
sehr hilfreich waren. Man konnte gut sehen wo man viel Zeit verbraucht hat und
wo man noch Zeit laut Vorgabe investieren sollte.
Auf unser Bewertungsschema bin
ich besonders Stolz. Ich bin der Meinung, dass wir es geschafft haben ein
transparentes Schema und ein gut anpassbares Exceldokument erstellt zu haben.
Dadurch kann der Benutzer intuitiv das Schema benutzen.
Fazit:Das Prost hat meine
Erwartungen voll erfüllt und sogar noch übertroffen. Der administrative Aufwand
(Zeitkonten) hat sich in grenzen gehalten. Besonders die Zusammenarbeit in der
Gruppe war spitze. Ich kann das PROST nur weiterempfehlen.
Meine Motivation für dieses
PROST war, dass ich noch wenig darüber wusste, was eine gute Webseite ausmacht.
Die Aufgabe, ein Bewertungsschema für den i-Vent zu entwickeln, fand ich sehr
spannend.
Nachdem ich noch nicht so recht
wusste, worauf man Wert legen sollte, fand ich es sehr gut, dass Impulsreferate
vorgesehen waren, die uns die Materie näher bringen sollten. Diese Referate
fand ich im Grossen und Ganzen sehr
informativ und hilfreich. Das einzig Negative an diesen Referaten, war der
Zeitaufwand. Sie belegten zuviel Zeit im PROST. Für das Evaluationsschema war
am Schluss nicht mehr viel Zeit übrig. Meiner Meinung nach sollten die Referate
schneller abgehalten werden (eventuell von 2 Personen pro Thema).
Die Interviews habe ich sehr
interessant gefunden. Vor allem, dass sich so kompetente Leute sich soviel Zeit
für uns genommen haben. Es war sehr wichtig zu hören, worauf in der Praxis bei
der Webseiten-Gestaltung Wert gelegt wird. Dieses Wissen konnten wir dann gut
in unser Evaluationsschema einbauen.
Die Gruppenarbeit funktionierte
bei uns sehr gut. Alle Gruppenmitglieder arbeiteten sehr engagiert mit.
Der negativste Punkt an diesem
PROST war der nicht funktionierende Zugang zum Server. Es war am Anfang sehr
lästig, jedes Gruppenmitglied durchzurufen, ob vielleicht irgendjemand einen
Zugang zum Server geschafft hat, nachdem man es selber mehrere Male erfolglos
probiert hat. Dadurch konnte man auch nicht die Arbeiten der Anderen einsehen.
Fazit:Für mich hat sich dieses
PROST gelohnt. Ich habe einiges dazugelernt, was ich selber bei der
Webseiten-Gestaltung umsetzen werde.
Der Grund, dass ich mich für das
PROST „Website-Rating“ entschieden hab, war die Tatsache, dass mich das Thema
rein vom Namen her angesprochen hat. Ich konnte mir noch kein konkretes Bild
machen, wie das Tätigkeitsfeld ausschauen wird, wobei sich diese Ungewissheit
durch die Einführungs-LVA nur bedingt aufgelöst hat.
Es wurde zwar klar, was das
Endziel sein sollte, jedoch komplette Klarheit hat sich bei mir (und auch bei
Kollegen) noch nicht eingestellt, was wiederum auch den ersten Kritikpunkt
darstellen soll. Während des LVA-Verlaufs verschwamm das Endziel
„Bewertungsschema für den I-Vent“ immer mehr, da es schien, dass der Fokus eher
auf der Ausarbeitung der Individualreferate als auf dem Erreichen des Endziels
lege. Dieser Kritikpunkt betrifft somit den Fokus der LVA bzw. eher die
Zeitaufteilung. So wurde von der LVA-Zeit nur der letzte Monat für das
Bewertungsschema hergenommen, da die übrige Zeit nur für die Ausarbeitung bzw.
Präsentation der Referate verwendet wurde.
Die Präsentation der sämtlichen Referate
war sicherlich von Vorteil, da so sämtliche Aspekte des Webdesigns betrachtet
wurden, wodurch jeder PROST-Teilnehmer eine Übersicht über die Materie (falls
noch nicht vorhanden gewesen) erlangt hat, ohne welche die Erstellung eines
Bewertungsschemas nicht in der erreichten Qualität möglich gewesen wäre. Meiner
Einschätzung nach wäre es besser gewesen, dass alle Referate innerhalb
kürzester Zeit präsentiert hätten werden sollen, damit mehr Zeit für die
Erstellung des Bewertungsschemas zur Verfügung gestanden wäre.
Ein weiterer Vorteil war die
Anweisung, dass Interviewtermine durchgeführt werden sollten. Durch diesen
Exkurs in die Praxis wurde Wesentliches zur Erstellung unseres
Bewertungsschemas beigetragen. Vor den Interview-Durchführungen hatten wir Aspekte
erstellt, wie eine Homepage analysiert werden kann. Diese Aspekte haben wir
dann gewichtet und eben bezüglich dieser Gewichtungsfaktoren haben wir durch
die Interviews erfahren, ob wir mit der Gewichtung bezüglich der Praxisrelevanz
richtig lagen.
Der nächste Punkt betrifft
wieder eine Kritik, nämlich in zweierlei Hinsicht. Bei diesem Punkt werden die
Zeitkonten behandelt. Zeitkonten sind zwar für ein persönliches Feedback
sicherlich von Vorteil, da man dadurch nachvollziehen kann, wie viel Zeit man
schon für das PROST aufgewendet hat. Jedoch gibt es auch wie bei jeder Medaille
eine Schattenseite. Durch die Stundenaufzeichnung kann man vergleichen, wie
viel Zeit jeder Student schon investiert hat. Jedoch liegt hier die Gefahr sehr
nahe, dass Studenten mit wenig aufgezeichneten Stunden schlechter beurteilt
werden, als jene, die viele Stunden verzeichnet haben. Jedoch sollte es meiner
Meinung nach jedem Studenten selber überlassen sein, wie viele Stunden
aufgezeichnet werden, bzw. ob er eine Tätigkeit nicht aufzeichnet. Wenn dann
andere Studenten noch zum „Stundenschinden“ neigen, dann entwickelt sich die
Spalte zwischen Stunden-Interessierten und den Stunden-Desinteressierten immer
weiter, wodurch eine Beurteilung nur unfair durchgeführt werden könnte. Eine
aufgezeichnete Stunde sagt nichts über die Produktivität eines Studenten aus
und sollte daher nicht für die Beurteilung herangezogen werden. Entscheidend
ist das Gruppenergebnis und innerhalb einer Gruppe wird schon dafür gesorgt,
dass die Aufgabe auf die Teammitglieder fair aufgeteilt wird. Zusammenfassend
kann man sagen, dass die Tätigkeiten innerhalb einer Gruppe nicht relevant sein
dürfen, da sich die Gruppe darum selbst kümmert. Stundenaufzeichnungen eignen
sich nicht für die Beurteilung der Frage, wie produktiv ein Teammitglied
gearbeitet hat.
Der nächste negative Punkt der
Stundenaufzeichnung war die Problematik der Abgabe. Leider konnte das
Abgabesystem nie langfristig gesehen funktionsfähig zur Verfügung gestellt
werden.
Trotz der kurzen Frist, die rein
für die Bearbeitung des Bewertungsschemas blieb, wurde ein Schema von unserer
Gruppe auf die Beine gestellt, welches bezüglich der Adaptierbarkeit durch
einen Moderator als auch von der Usability-Seite für den Benutzer aus
betrachtet seinesgleichen sucht.
Fazit: Meine Teilnahme am PROST
hat sich als weiser Entschluss dargestellt, da ich nicht nur im Bereich des
Webdesigns Wissen aneignen konnte, sondern vor allem die Sinnhaftigkeit von
einer ausführlichen Aufbereitung verschiedener Themenaspekte. Ohne die
Individualreferate wäre unser Bewertungsschema niemals so reich an Kriterien
gewesen.
Dieses Prost habe ich gewählt,
weil ich den Titel „Website Rating“ sehr interessant fand. Ich konnte mir zwar
vor der ersten LVA nicht wirklich vorstellen worum es gehen wird, allerdings
war das nach dem ersten Termin dann klar.
Aufgabe war es also ein
Bewertungsschema für einen Webaward zu entwickeln. Klingt erstmal gut und
schön, jedoch überkommt einen schnell die Ratlosigkeit, weil man nicht wirklich
weiß wie man an diese Aufgabenstellung herangehen soll. Um sich einen Überblick
verschaffen zu können, wurde also erstmal gruppenintern ein intensives
Brainstorming durchgeführt. Viele der hier gefunden Kriterien, wurden dann auch
in das Bewertungsschema eingebaut.
Eine weitere Hilfe für die
Kriterienfindung waren meiner Meinung nach auch die Impulsreferate, die
zumindest die groben Kategorien vorgaben und neue Ideen brachten.
Durch die Entwicklung des
Fragebogens und der anschließenden Interviews versuchten wir dann
herauszufinden, wie relevant die von uns gefunden Kriterien waren, bzw. ob wir
wesentliche Punkte in unseren Überlegungen übersehen hatten. Durch das direkte
Gespräch mit einem Praktiker aus der Web-Design-Branche konnte man einen guten
Einblick gewinnen, was wirklich wesentlich ist an einer Homepage und was nicht.
Außerdem erfuhr man auch so manches interessante Detail was den IVent selbst
betrifft.
Nach der Auswertung der
Interviews ging es nun daran das Schema zu entwickeln, was inhaltlich zu diesem
Zeitpunkt relativ einfach war, jedoch lagen hier die Tücken in der technischen
Umsetzung.
Meiner Meinung nach ist unser
Bewertungskonzept letzen Endes sehr gut geworden. Den größten Vorteil im Aufbau
sehe ich in der relativ einfachen Erweiterbarkeit und Änderbarkeit des Schemas,
so können problemlos Kriterien ausgeblendet oder hinzugefügt werden. Dadurch
dass nur „Ja/Nein“ - Fragen zum Einsatz kommen, sollte auch die
Verständlichkeit relativ hoch sein.
Es wäre am besten unser Schema,
wegen der oben genannten Vorteile, mit den Kriterien der anderen beiden Gruppen
zu ergänzen, denn alle drei Konzepte haben ihre Stärken und Schwächen.
Allerdings möchte ich an dieser
Stelle auch Kritik an der LVA und deren Aufbau üben.
Im wesentlich sind dies 4 Punkte:
> Die Zeitliche Einteilung:
Es sollte nicht Sinn und Zweck einer LVA sein, dass 2/3 vom Semester mit dem
Anhören von Referaten verbracht werden. Diese hätte man wesentlich kürzer
halten können. Denn so ergab sich das Problem, dass für die tatsächliche
Arbeit, die Entwickelung des Bewertungsschemas, fast keine Zeit mehr blieb (ca.
1 Monat) und für alle unnötiger Stress am Ende entstand.
> Das Zeitkonto: Mit der
Führung eines Zeitkontos habe ich ja an und für sich kein Problem, eher im
Gegenteil es zeigt einem selber wie viel Energie man schon in ein Projekt
investiert hat. Allerdings sehe ich es nicht ein, dass dieses Konto gegebenenfalls
einen negativen Einfluss auf die LVA Bewertung haben sollte. Denn meines
Erachtens nach, ist es im Leben nicht so, dass man auch noch Lob kassiert wenn
man die vorgegebene Zeit verbraucht hat um ein besonderes Ziel zu erreichen
sondern im Gegenteil, es sollte der belohnt werden, der den besten Output mit
dem geringsten Zeitverbrauch erbringt, zumindest besagen das die ökonomischen
Grundsätze. Denn nur weil viele Stunden in einem Zeitkonto eingetragen sind,
sagt das noch nicht aus, dass diese a) auch tatsächlich erbracht wurden und b)
während dieser Zeit auch gute Arbeit geleistet wurde. Also sollten diese
Zeitaufzeichnung wohl eher zur Orientierung verwendet werden als zur
Beurteilung der Leistung.
> Feedback: Meiner Meinung
nach gab es während der gesamten LVA zu wenig Feedback. Dies trifft vor allem
auf das Bewertungsschema zu. Es wurden zwar ab und an Kleinigkeiten hinterfragt,
jedoch wurde nie wirkliches Feedback gegeben, ob man sich überhaupt in die
richtige Richtung bewegt. Dazu wäre es vielleicht nicht schlecht gewesen, das
Schema von jeder Gruppe zum Review einzufordern und ein kurzes Statement zu
geben, ob die Erwartungen an das Schema erfüllt wurden oder nicht.
> Repository: Vielleicht
sollte man sich für die kommenden Lehrveranstaltungen ein besseres System für
den Datenaustausch, bzw. die Datenarchivierung überlegen. Denn mit dem bestehen
System konnte man nichts anfangen. Ich war bis Ende des Semesters nicht in der
Lage dieses System erfolgreich einzurichten. Somit mussten alle Daten
umständlich per Mail synchronisiert werden und ein Zugriff auf die
Ausarbeitungen der anderen Gruppen war somit auch nicht mehr so leicht möglich.
Fazit: Alles in Allem beende ich
das Prost mit einem guten Eindruck. Die anfängliche Orientierungslosigkeit hat
sich gelegt, es wurde gute Teamarbeit geleistet und ich habe mir sehr viel
neues Wissen, was zB die Gestaltung von Webauftritten betrifft, aneignen
können.
Die Inhalte des Projektstudiums
„Website Rating“ haben mir auf Anhieb gefallen. Zum Einem fand ich es toll,
sofort eine genaue Themenbeschreibung des Inhalts während der Anmeldung für das
PROST im Internet zu finden, zum Anderen hatte ich nicht gewusst, dass auch für
die Homepages im Raum Oberösterreich ein Web-Award verliehen wird. Ich stellte
mir die Frage, nach welchen Gesichtspunkten bzw. Kriterien die eingereichten
Homepages bewertet werden und somit meldete ich mich für das Projektstudium an.
Darüber hinaus kann meine Anmeldung am Projektstudium dahingehend begründet
werden, dass ich mich in meiner Freizeit sehr gerne mit Web-Design beschäftige,
daher galt für mich dieses PROST als mehr als geeignet.
In der Vorstellungs-LVA wurde in
das Thema meines Erachtens sehr gut eingeführt. Die Impulsreferate wurden
zugeteilt und jede Woche referierte ein Projektteilnehmer zu einem Thema.
Meines Erachtens waren die Referate oftmals eine Spur zu langatmig - teilweise
wurde zu sehr ins Detail gegangen. Auch ist es fraglich ob bei einer Anzahl von
drei Referaten pro Treffen die Aufmerksamkeit der Teilnehmer immer Top ist oder
doch etwas zu wünschen übrig lässt, das aber aufgrund der vielen Teilnehmer am
PROST wahrscheinlich nicht anders zu bewältigen ist. Auch wurden die Referate
unbedingt benötigt um in weiterer Folge das Bewertungsschema konzipieren zu
können. Wenn diese Impulsreferate nicht gewesen wären, dann wäre sicherlich auf
eine Vielzahl von Kriterien vergessen worden. Als Beispiel möchte hierbei das
Referat zum Thema Barrierefreiheit anführen.
Durch die Entwicklung eines
Fragebogens, der Kontaktaufnahme mit Unternehmen und Personen, die in dieser
Branche beheimatet sind bzw. sich mit diesem Thema betraut fühlen und der
Durchführung der Gespräche konnte ein Praxisbezug hergestellt werden und somit
die Wichtigkeit von Kriterien, die unbedingt in das zu entwickelnde Schema
gehörten, unterstrichen werden. Ich bin der Meinung, dass Praktika bzw.
Projektstudien vielmehr in Verbindung mit Wirtschaftstreibenden durchgeführt werden
sollen, daher begrüße ich eine solche Entscheidung einer Verbindung mit der
Wirtschaft.
Die Entwicklung des
Bewertungsschemas war durch eine Vielzahl von Gruppentreffen geprägt. Das
Verhalten der Gruppenmitglieder war sehr angenehm. Man hatte immer das Gefühl,
dass alle am selben Strang ziehen. Doch Überstieg die Entwicklung des
Bewertungsschemas - meiner Meinung nach - den zeitlichen Horizont ein bisschen.
Was die Arbeitsatomsphäre in der
LVA betrifft kann man ein großes Lob aussprechen. Der Projektverlauf war meines
Erachtens immer klar strukturiert, auf das Ziel – ein effizientes und
transparentes Bewertungsschema – wurde zeitlich sehr gut hingearbeitet. Auch
mit dem veranschlagten Stundenausmaß bin ich voll und ganz zufrieden. Rein
technisch ergaben sich etliche Probleme seitens des Servers bzgl. des Uploads
der Referate und Zeitkonten. Dies sollte im nächsten Semester besser gelöst
werden. Auch zu erwähnen gilt, dass der Projektleiter bzgl. der Zeitkonten
meiner Meinung nach ein wenig zu akkurat war. Jedoch kann Genauigkeit von
zukünftigen Uni-Absolventen verlangt werden…
Fazit: 8 / 10
Prost-Empfehlungspunkte, da meine Erwartungen an das Thema übertroffen wurden
und hinsichtlich des Bewertungsschemas sehr gute Arbeit geleistet wurde. Viele
neue Aspekte bzgl. Web-Design wurden meinerseits gewonnen und Meinungen aus der
Praxis in Erfahrung gezogen. Aber auch von persönlicher Seite habe ich neue
Erkenntnisse gewonnen, da ich als Projektleiter der Gruppe das Projekt
koordinieren und leiten durfte.
Allgemein:
Ich habe mir dieses PROST
gewählt da mir von Anfang an das Themengebiet sehr gut gefallen hat. An dieser
Stelle sehr positiv anmerken möchte ich auch die Informationen die bereits im
Vorfeld des PROST uns Studenten zur Verfügung gestellt wurde. Dies hat für mich
das PROST deutlich von anderen abgehoben da man sich gleich viel besser darauf
einstellen kann und sich sicher sein kann dass es den Interessen und
Erwartungen entspricht.
Lerneffekt:
Bezüglich des Lerneffektes hat
dieses Prost meine Erwartung mehr als nur erfüllt da ich selber mittlerweile
erkenne dass ich beim Surfen durch das Internet viel bewusster auf die
einzelnen Kriterien achte welche auf eine gute Homepage hinweisen. Auch werde
ich die gewonnenen Erkenntnisse sicherlich einsetzen wenn ich meine nächst
Homepage erstelle. Die Impulsreferate habe ich diesbezüglich eigentlich sehr
gut gefunden da man einen sehr guten Überblick über alle relevanten
Teilbereiche erhalten hat jedoch negativ diesbezüglich habe ich empfunden dass
sehr viel Zeit für die Präsentationen an sich aufgewendet worden ist und daher
erst relativ spät mit der eigentlichen Entwicklung des Schemas begonnen werden
konnte. Vielleicht könnte man dem entgegenwirken indem anstatt der Referate von
jedem nur eine Arbeit ausgearbeitet werden sollte und diese Arbeiten dann von
den Kollegen durchgelesen werden muss. Ebenfalls sehr viel gelernt habe ich im
Bereich des Erstellens von Excel Tabellen. Die Interviews waren auch sehr
interessant da ich vorher noch nie ein Interview mit jemandem durchgeführt
habe.
Organisation:
Zur Organisation muss ich einen
negativen Punkt anmerken. Sehr problematisch hat sich der Zugriff auf den
Server gestaltet weshalb unsere Gruppe fast jedes Mal die Zeitkonten bzw.
Dokumente per Mail schicken mussten. Auch die Aufteilung der Zeiten innerhalb
der Zeitkonten war meiner Meinung nach etwas unflexibel und nicht den
wirklichen Zeitaufwänden entsprechend. Ich habe versucht aufgewandte Zeit auf so
den Bereichen zuzuordnen dass keine extrem gravierenden Zeitabweichungen der
einzelnen Bereiche auftreten. Gut habe ich auch gefunden dass wir uns relativ
oft getroffen haben. Teilweise ist es bei anderen PROST’s so dass man sich nur
2-3x trifft was meiner Meinung nach nicht so gut ist da man dann gegen Ende
sicherlich viel mehr Stress bezüglich Fertigstellung bekommt.
Für dieses PROST habe ich mich
bewusst entschieden und habe mich deshalb auch gefreut, dass ich eine Zuteilung
bekommen habe, da doch eine erhebliche Anzahl an Anmeldungen war. Das Interesse
rührt daher, dass ich im Sommer im Ferialjob eine Homepage verbessern soll und
deshalb wissen wollte auf welche Kriterien in den verschiedenen Gruppen wert
gelegt wird.
Bereits in den letzten Stunden
hat sich in den Diskussionen herausgestellt, dass die verschiedenen Gruppen oft
sehr unterschiedliche Ansätze haben. So finde ich auch den Ansatz interessant,
dass es nach den KO-Kriterien eine Vorausscheidung gibt und dann erst die
übrigen Homepages genauer bewertet werden. Wir haben in unserer Gruppe sehr
viel damit verbracht über die Kriterien zu diskutieren, wobei um manche
Kriterien härter gekämpft wurde von einzelnen wie um andere. In unserer Gruppe
war vielleicht auch noch das besondere, dass wir einerseits eine sehr
technikbezogene Person dabei hatte, jemand der bereits Erfahrung hat mit dem
Erstellen von Homepages, aber wiederum auch wieder andere die noch nie eine
Homepage selber erstellt haben. Vor allem war aber wichtig, dass sich jede
Person in einen Bereich besonders engagiert hat.
Die Gruppenarbeit hat wirklich
super funktioniert, wobei sich jeder eingebracht hat. Erleichtert hat die
Organisation, dass jeder montags immer Zeit hatte. So trafen wir uns meistens
schon montags vormittags und arbeiteten bis zum PROST an unserem Schema. Für
Teilbereiche haben wir uns immer wieder in zwei 3er-Gruppen geteilt z.B. wurde
nach dem Grobentwurf der Kriterien von der ganzen Gruppe, die endgültigen
Kriterien von drei übernommen und die anderen drei haben dann die Gewichtung
übernommen. Wir fanden dass teilweise für sinnvoll, da wenn man etwas nicht
selber geschrieben hat genügend Abstand hat um Missverständnisse zu finden.
Dabei werden oft Dinge aufgedeckt, die von den einen als selbstverständlich
angenommen wurden und die anderen aber nicht wissen. Diese Fehler haben wir
wiederum in einem Gruppentreffen, wo alle anwesend waren durchgesprochen.
Deshalb ist sicher auch auffällig, dass wir sehr viel Zeit dafür aufgewendet
haben uns in der Gruppe zu treffen. Die meisten Aufgaben wurden einzeln
vorbereitet und miteinander dann in der Gruppe verglichen und endgültig
abgenommen. Wobei ich nicht sehr viel über das Arbeiten in Gruppen dazugelernt
habe, da ich finde, dass man meistens nur aus Problemen in den Gruppen lernt,
wie man in Gruppen besser zu Recht kommt. Diskutieren habe ich sicher gelernt,
da sehr viele starke Charaktere aufeinander geprallt sind, die meistens eine
verschiedene Auffassung von den Dingen hatten.
Unser Bewertungsschema ist
meiner Meinung nach gut überlegt, da sehr viele Stunden für die Diskussion der
Pro und Contras aufgewendet wurden. Wobei dieser Kriterienkatalog nur einen
allgemeinen Eindruck einer Homepage gibt, damit man ungefähr ein Gefühl hat,
von welcher Qualität die Homepage ist. Natürlich sind oft persönliche
Präferenzen eingeflossen z.B. dass Plugins und Flash nicht sehr geschätzt
werden. Unser Ansatz war, welche Kriterien wir persönlich, ohne Anlehnung an
andere Bewertungsschemen, für wichtig finden. Wobei mit den Interviews weitere
Aspekte hinzukamen. Für mich waren die Interviews eine neue Erfahrung, da diese
die ersten waren in meiner Zeit als Student. Vor allem den Aufwand für das
Abtippen der Interviews habe ich mir geringer vorgestellt. Auch waren viele
Antworten überraschend, wobei vor allem mich überrascht hat, dass einstimmig
alle das Design hinten anreihen. Gleichzeitig sagen dieselben Interviewten
aber, dass bei Web Awards dieses vor allem beurteilt wird. Das Referat über
Interviews und die reale Erfahrung bei den Interviews hat mir sehr viel
gebracht, da ich bereits zwei Wochen später für eine andere LVA wieder
Interviews geführt habe und schon wusste auf was aufpassen muss.
Ich war bereits im WS 2004/05
für das Projektstudium (PROST) bei Herrn Dr. Schiffer angemeldet, habe aber
damals leider keine Zuteilung durch das KUSSS erhalten und mich daher
entschlossen, das PROST im SS2005 zu absolvieren. Da ich schon einige
Empfehlungen von anderen Kollegen erhalten habe, das PROST bei Herrn Dr. Schiffer
zu absolvieren, war dieses PROST auch meine erste Priorität bei der Anmeldung.
Herr Dr. Schiffer hat uns
bereits bei der Vorbesprechung im WS2004/05 verraten, dass das Thema im SS2005
„Website Rating“ sein wird. Da mich dieses Thema sehr angesprochen hat, war es
für mich kein Problem, das PROST erst dieses Semester zu besuchen.
Das PROST hat meine Erwartungen
im Großen und Ganzen sehr gut erfüllt. Die Referate habe ich teilweise etwas
langwierig empfunden, da im PROST bis etwa Mitte Mai fast nur Referate gehalten
wurden, und nicht sehr viel über unsere Bewertungsschemata für das Website
Rating gesprochen wurde. Ich hätte mir gewünscht, dass nicht so viele Referate
gewesen wären, damit wir in der Kursstunde mehr Zeit für die Besprechung
unseres Bewertungsschemas gehabt hätten. Die meisten Referate waren aber
durchaus interessant und haben gute Anreize für die Entwicklung unseres
Bewertungsschemas geliefert. Daher ist es aber auch schwierig, Referate zu
streichen. Vielleicht wäre es besser gewesen, die Abhaltung der einzelnen
Referate wirklich auf ca. zehn Minuten zu kürzen; dann wäre immer noch Zeit für
die einzelnen Bewertungsschemata gewesen.
Zu den Interviews, die wir
während des Semesters mit verschiedenen Werbeagenturen usw. durchführen
mussten, waren zwar zum Teil interessant, haben aber für mich persönlich nicht
sehr viele neue Erkenntnisse gebracht. Sie haben meine Meinung viel mehr
verstärkt. Eine neue Erfahrung waren sie aber allemal.
Über meine Gruppe war ich sehr
zufrieden. Es hat sich jeder bemüht, Produktives zur Entwicklung unseres
Bewertungsschemas beizutragen und die zu erledigenden Arbeiten war meiner
Ansicht nach auch gut verteilt. Die Gruppentreffen wurden oft genutzt, um
intensivst zu diskutieren. Diese zahlreichen und intensiven Diskussionen haben
aber auch mit Sicherheit zur Qualität unseres Bewertungsschemas beigetragen.
Ich war sehr froh eine Gruppe zu „erwischen“, in der sich jeder engagiert hat,
da ich oft schon die Erfahrung gemacht habe, dass das nicht unbedingt der Fall
sein muss. Ich bin durchaus tolerant, wenn sich jemand in gewissen Gebieten
nicht so gut auskennt. Es gibt aber immer zahlreiche Arbeiten zu erledigen, die
man auch ohne spezielle Fähigkeiten machen kann. Jeder sollte so weit sein,
sich nicht von der Gruppe „abzuseilen“ und den anderen Kollegen die Arbeit
überlassen.
Abschließend ist zu sagen, dass
ich mit dem PROST allgemein und mit dem Ergebnis (unser Bewertungsschema) sehr
zufrieden bin. Ich habe sehr viel über die Qualität von Websites gelernt und
kann diese Erfahrungen sicher auch in Zukunft anwenden.
Grund für meine Wahl des
Projektstudiums war die interessante Themenstellung, da ich mich privat viel
mit Themen wie Webdesign beschäftige. Dabei war die Zusammensetzung unserer
Gruppe sehr interessant, da jeder mit einem völlig anderen Hintergrund und
anderem Vorwissen kam. Diese Unterschiede führten dazu, dass einerseits sehr
technische Informationen umgangssprachlich formuliert werden mussten,
andererseits umgangssprachlich formulierte Meinungen auf technische Kriterien
heruntergebrochen werden mussten. Dieser Prozess wirkte sich äußerst positiv
auf die Qualität des Handbuches aus.
Die Idee, Impulsreferate zu
relevanten Teilaspekten zu verlangen war sehr gut, da auf diese Weise jeder von
den Recherchen der anderen profitierte und die Ergebnisse auch in die
Kriterienkataloge und Bewertungsschematas Eingang fanden. Leider war die
Qualität einzelner Referate, besonders am Anfang, nicht sehr hoch.
Sehr interessant war auch, die
Evaluierung durch andere vorzubereiten, da alle Details möglichst eindeutig und
verständlich formuliert werden mussten und durch Screenshots erläutert werden
musste. Dabei versuchten wir, möglichst gut auf unterschiedliches
Begriffsverständnis und Vorwissen der Tester einzugehen.
Die Einteilung in Sechsergruppe
war sehr gut, da sie eine Austeilung in Dreiergruppen ermöglichte, etwa für die
Formulierung der Kriterien und für das Bewertungsschema.
Die Aufteilung aller Teilnehmer
in drei konkurrierende Gruppen empfand ich als sehr positiv, da der entstehende
Wettbewerb die Qualität der einzelnen Kriterienkataloge und Werkzeuge positiv
beeinflusste.
Negativ finde ich die nicht
anonyme Evaluierung noch während der Lehrveranstaltung, da sie, obwohl sicher
nicht gerechtfertigt, ein schlechtes Licht auf die so entstandenen Ergebnisse
wirft. Lösungsansätze wären eine Evaluierung nach Bekanntgabe der Note oder
eine rein anonyme Kritik, aus der sich dann leider keine Diskussion entwickeln
kann. Ein weiteres Manko war die meiner Meinung nach etwas komplizierte Datei-
und Ordnerhierarchie am Server, da die Informationen im Zeitkonto nur hinzugefügt,
aber nicht gelöscht
werden. Daher erscheint es wenig sinnvoll, jede Woche einen neuen Ordner zu
erstellen. Das Abgeben gedruckter Literatur als PDF ist sehr viel Aufwand, da
man die Kopien erst Scannen, dann zu einer Datei zusammenfügen, und schließlich
die PDF-Datei erstellen muss.
Die einzige Enttäuschung war,
dass eine Abmachung seitens des LVA-Leiters nicht eingehalten wurde. Die von
uns im Laufe des Semesters gestellte Frage "Handbuch oder Endbericht"
wurde dreimal mit "Handbuch genügt, Endbericht ist nicht nötig"
beantwortet, nichtsdestotrotz wurden wir zwei Wochen vor Schluss mit der Tatsache konfrontiert, einen
Endbericht abgeben zu müssen.
Trotz der eben genannten Kritik
war die Lehrveranstaltung sehr interessant, die Arbeit in der Gruppe
konstruktiv und positiv und auch der Lehrveranstaltungsleiter sehr kompetent.
Unser Bewertungsschema ist einsatzfähig und wir sind gespannt auf eventuelles
Echo aus dem Praxiseinsatz.
Eigentlich war zu Beginn dieses
Semesters mein Stundenplan schon mit genügend Semesterstunden „gefüllt“, wollte
aber unbedingt noch das PROST unterbringen. Nachdem laut Studienplan ein 4-stündiges
PROST vorgeschrieben ist, und wie gesagt mein Stundenplan schon voll war, hatte
ich Bedenken zusätzlich noch dieses 6-stündige PROST zu machen.
Nachdem mich das Thema aber sehr
interessiert, da ich selber die Sportvereinshomepage in meinem Ort betreue,
diese gerade neu gestaltet habe, und somit schon Erfahrung (als quasi
Hobby-Webdesigner) in diesem Themengebiet mitbringe, habe ich mich
entschlossen, dieses PROST doch zu absolvieren.
Die Referate zu Beginn waren
sicher ein guter Einstieg in das Thema Website Rating, wobei ich finde, dass
die Phase der Impulsreferate zu langwierig war. Einige Referate waren wirklich
interessant, in anderen wurde nur das aufbereitet was schon jeder des Öfteren
gehört hat. Jedenfalls haben sie guten Input gebracht, um das das Spektrum des
Themengebietes einmal vor Augen zu haben.
Interessante Erfahrungen waren
mit den Interviews verbunden. Ich habe im Rahmen meines Studiums davor erst ein
Interview durchgeführt, daher war von Routine nicht zu sprechen. Das Interview
in Steyr mit Prof. Wagner fand beispielsweise in einem sehr angenehmen Rahmen
statt, und war auch sonst gelungen. Positiv haben sich die Interviews auf das
Produkt sicher ausgewirkt, da sie zur Untermauerung eigener Meinungen und
Ansichten, und als Input (Ansätze und Blickwinkel aus Forschung und Praxis)
beigetragen haben.
Auf meine Projektgruppe möchte
ich noch kurz eingehen: ich war mit der Arbeit, dem Klima und der Disziplin in
der Gruppe sehr zufrieden. Wir haben wirklich unzählige Diskussionen geführt,
auch viele Grundsatzdiskussionen, in denen teilweise sehr konträre Meinungen
aufeinander getroffen sind. Diese Diskussionen haben aber mit großer Sicherheit
zur Qualität des Produktes beigetragen. Das zu Beginn des PROST gesteckte Ziel
war, ein qualitativ so gutes Evaluationsmodell zu entwickeln, dass man es für
den Einsatz als Evaluierungsinstrument beim kommenden iVent vorschlagen kann.
Die Projektgruppe hat sich der Erreichung dieses Ziels von beginn an
verschrieben, und dies konsequent bis zum Ende des Semesters durchgezogen. Das
kann man, so finde ich, auch am Endprodukt erkennen, mit dem ich sehr zufrieden
bin.
Abschließend möchte ich noch auf
das Endprodukt eingehen. Wie bereits erwähnt, bin ich damit sehr zufrieden; es
könnte aber noch besser sein. Ein Grund, oder DER Grund warum das so ist, ist
der, dass erst am Ende bekannt wurde, das noch einiges an Dokumentation zu
schreiben ist, und daher keine Zeit mehr geblieben ist, das Produkt weiter zu
verfeinern. Denn gerade am Ende des Semesters ist viel für Prüfungen zu lernen
und somit konnte ich mich nicht mehr voll und ganz dem PROST widmen; das finde
ich schade. Den Endbericht hätte man, und das finde ich wäre viel besser, im
Laufe des Semesters schreiben können. Es wären dann auch sicher besser die Erfahrungen
und Probleme eingeflossen. Das ist mir gerade deswegen so aufgefallen, weil im
Wintersemester 04/05 habe ich das Projekttagebuch beim DKE-Praktikum
geschrieben; das habe ich täglich erweitert. Also die Anforderungen am Beginn
des Semesters zu definieren, wäre von meiner Seite ein Verbesserungsvorschlag.
Um wieder auf das Endprodukt
zurück zu kommen: ich habe selber sehr großen Aufwand betrieben, sehr viel Zeit
investiert, bin daher auch mit den Stunden weit über dem Soll. Vor allem die
Programmierung in Excel war sehr zeitaufwändig. Ich kann behaupten, dass ich
guten Input in das Produkt geleistet habe, zumindest immer voll engagiert war,
und meine Handschrift im Endprodukt erkennbar ist.
Das Ergebnis ist ein qualitativ
ansprechendes, praxistaugliches Produkt, und ich wäre glücklich, wenn es als
Evaluationsschema beim kommenden iVent eingesetzt werden würde.
Ich habe mich für dieses PROST
angemeldet, da sich das Thema Web Site Rating sehr interessant angehört hat und
ich auch schon einmal bei der Entwicklung einiger Firmenhomepages mitgeholfen
habe und daher sehr interessiert in diesem Bereich bin.
Durch die Impulsreferate gleich
zu Beginn des Seminars konnten teilweise viele neue und brauchbare
Informationen geliefert werden. Jedoch dauerten die Referate in Summe zu lange
und daher gab es bis Mitte Mai kaum eine Möglichkeit die bisher entwickelten
Bewertungskriterien und offenen Fragen zu besprechen und mit den anderen
Gruppen zu diskutieren.
Auch die Durchführung der
Interviews war sehr aufschlussreich und eine neue Erfahrung für mich. Das
Abtippen der Interviews war allerdings mehr als mühselig. Aber es konnten
wichtige Erkenntnisse durch die Interviews gewonnen werden, die maßgeblich in
die Entwicklung des Bewertungsschemas eingeflossen sind.
Das Arbeitsklima in meiner
Gruppe und in der gesamten Seminargruppe war durchwegs sehr angenehm. Die gute
Teamarbeit innerhalb meiner Gruppe lag sicher unter anderem daran, dass manche
sich bereits kannten und miteinander gearbeitet hatten und alle
Gruppenmitglieder sehr kollegial und überaus engagiert waren.
Einen Kritikpunkt würde ich in
der späten Bekanntgabe der detaillierten Abgabeanforderungen sehen. Mitte Juni
zu erfahren wie der Endbericht aussehen soll und somit festzustellen welch eine
Dokumentationslawine da noch auf einen zukommt, ist schon ein bisschen spät.
Das hätte früher bekannt gegeben werden sollen (April), damit die Dokumentation
im Laufe des Semesters mitwächst, da am Ende des Semesters sowieso immer noch
soviel zu erledigen ist. Ich glaube schon, dass die Qualität unseres
Bewertungsschemas unter dieser Tatsache gelitten hat, da in den letzten beiden
Wochen der Schwerpunkt nur mehr auf der Dokumentation lag und nicht mehr in der
Feinabstimmung des Bewertungsschemas.
Im Großen und Ganzen hat mir das
PROST sehr gut gefallen. Der Arbeitsaufwand ist bei mir nicht ins
Überdimensionale gewachsen, da ich hauptsächlich Dokumentations- und
Diskussionsaufgaben durchgeführt habe und ich sehr engagierte Mitglieder in
meiner Arbeitsgruppe hatte.
Mit unserem Bewertungsschema und
auch dem verfassten Endbericht bin ich sehr zufrieden, da wir in einem doch
nicht allzu lang dauernden Semester sehr viel erarbeitet haben und ich denke
dass das Bewertungsschema auch qualitativ mit den der andere Gruppen mithalten
kann.
Ich hatte mich aus zeitlichen
Gründen ursprünglich für ein anderes Projektstudium angemeldet, für das ich
jedoch keine Zuteilung bekommen habe. Mit einer großen Portion Glück wurde ich
schließlich noch im PROST Website Rating aufgenommen.
Da ich bis jetzt weder in der
HAK noch im Studium Erfahrungen mit der Erstellung von Websites sammeln konnte,
mich jedoch in Zukunft selbst gerne einmal darin versuchen möchte, hat mich das
Thema Website Rating von Anfang an angesprochen.
Durch die Impulsreferate, die in
den ersten Stunden von den Kolleginnen und Kollegen gehalten wurden, habe ich
einen guten Gesamtüberblick über das Thema bekommen. Ein Referat war besser und
interessanter gestaltet, ein anderes weniger informativ, doch im Großen und
Ganzen konnte ich einiges von den Inhalten mitnehmen. Vor allem mit dem eigenen
Thema musste ich mich besonders auseinandersetzen, wobei die Informationssuche
viel Zeit in Anspruch genommen hat.
Die Interviews bei der Firma
Atikon und mit Dr. Wagner (FH Steyr) waren eine sehr gute Erfahrung. Wir haben
einige wertvolle Informationen erhalten, die vor allem in die Gewichtung
unseres Bewertungsschemas eingeflossen sind. Es war für mich auch sehr
interessant, mit Leuten zu reden, die ständig mit dem Erstellen von Websites
beschäftigt sind bzw. die schon einmal ein Bewertungsschema für einen Web-Award
erstellt haben.
Bei der Festlegung der Kriterien
und bei der Gewichtung dieser haben wir in der Gruppe sehr viel diskutiert. Das
war oft sehr interessant, weil viele Verschiedene Meinungen aufeinander
getroffen sind und ich dadurch angehalten war, mich mit diesen Meinungen
auseinanderzusetzen und Dinge auch aus anderen Blickwinkeln zu sehen.
Im Allgemeinen war die
Zusammenarbeit mit meinen Gruppenmitgliedern sehr gut. Mit einigen davon war
ich bereits in früheren Semestern in einer Gruppe und bin das auch immer wieder
gerne. Solche Lehrveranstaltungen wie dieses PROST, bei denen die
Teilnehmerzahl so gering gehalten wird, sind meist persönlicher und man hat
viel mehr die Gelegenheit, seine Studienkolleginnen und -kollegen besser kennen
zu lernen, als wenn 30 Leute oder mehr in der LVA sind.
Mit dem Ergebnis unserer Arbeit
bin ich sehr zufrieden. Unser Evaluationsmodell ist sicher nicht perfekt, aber
es ist meiner Meinung nach sehr gut geworden. Man darf auch nicht vergessen,
dass Websites damit vor allem rasch auf eine halbwegs effiziente Art bewertet
werden sollen. Könnte man sich damit mehr Zeit lassen und eine Website bei der
Bewertung genau unter die Lupe nehmen, müsste unser Modell natürlich noch weit
ausgebaut und vertieft werden. Für das gedachte Einsatzgebiet erfüllt es jedoch
sicherlich seinen Zweck.
Ich habe mich zu Beginn des
Sommersemesters für das Projektstudiums Web-Site Rating entschieden, da ich
mich für Internet und Webseiten interessiere.
Während des laufenden Semesters
konnte man sehr viele Erfahrungen sammeln, die nicht nur während des weiteren
Studiums, sondern auch für das spätere Berufsleben nützlich sein können.
Ein interessanter Aspekt des
Projektstudiums waren die Impulsreferate. Die Impulsreferate behandelten alle
wichtigen Themen die im Zusammenhang mit der Bewertung von Webseiten stehen. Zu
den Themen gehörten: Sicherheit, Technik, Sprache, Inhalt, Navigation,
Usability, Gütesiegel Usw.
Obwohl ich mich eigentlich schon
auskenne bei Websites und Netzwerktechniken konnte ich noch einiges dadurch
lernen.
Weitere Lernpunkte entstanden
durch die Arbeit in der Projektgruppe.
Das Bewertungsschema wurde
meiner Meinung nach etwas zu spät begonnen, was zu einigem Stress in der
letzten Zeit führte.
Positive Punkte des PROST:
Impulsreferate, Projektgruppen, Klima im Seminar (Interaktion mit den anderen
Gruppen), Interessantes Thema
Negative Punkte des PROST: Kein
klarer Auftrag, Anforderungen seitens des LVA Leiters änderten sich in den
letzten Wochen, Die Impulsreferate zogen sich etwas zu sehr in die Länge, Die
VPN Verbindung funktionierte nur auf meinem Rechner, was dazu führte, dass ich
für alle Zeitkonten verantwortlich war
Alles in allem aber ein
interessantes, lehrreiches Seminar.
Der Grund, warum meine Wahl auf
dieses Prost fiel, liegt an meinem Interesse fürs Internet, da dieses immer
mehr in unseren Alltag eingreift und ihn verändert. Durch den I-vent bzw. durch
Awards im generellen, ist es möglich den Standart zu heben, denn nur durch das
Vergleiche und durch das Vorführen von erreichbaren Leistungen, ist es möglich
die Effizienz der Homepages im Internet zu steigern – es ist eine Art der
Inspiration für andere Webdesigner.
Um sich mit der Flut an
Informationen am Besten auseinandersetzen zu können, sollten gewisse
Richtlinien beim Kreieren der Homepages beachtet werden. Ich habe durch das
Prost eine andere Sichtweise auf Homepages bekommen, denn beachtet man die
Richtlinien, so findet man schneller den Weg zu gewünschten Information.
Besonders interessant fand ich
die Impulsreferate, denn dadurch musste man sich intensiv mit der Materie
beschäftigen und dies erlaubte einem, einen tieferen Einblick in die
Homepagegestaltung. Dieses PROST gab mir einen guten Überblick über den Stand
der Technik.
Durch eine gemeinsame Analyse
der einzelnen Thematiken in der Gruppe konnten viele Informationen für ein
Bewertungsschema gesammelt und diskutiert werden. Es war immer eine offene
Diskussion, wo sich alle Kollegen frei einbringen konnten. Den nur wenn man
diskutiert und andere Meinungen betrachtet steigert sich der Wert der
Information.
Das im Endeffekt gestaltet
Bewertungsschema soll Homepages evaluierbar machen und somit den Drang zu einer
übersichtlichen, barrierefreien und technisch versierten Homepage erhöhen und
fördern.
Fazit: Ein Prost, dass mir sehr
gut gefallen hat, da ich meine Kenntnisse und Betrachtungsweisen erweitern
konnte und auch die Gruppe im Allgemeinen hat sehr harmonisch agiert.
Der Hauptgrund dass ich mich für
dieses Projektseminar entschieden habe liegt an meinem großen Interesse für das
WEB.
Da ich selbst in den letzten 3
Jahren für Firmen und Organisationen fünf Webseiten erstellt habe, wollte ich
mir das Wissen aneignen wie man sehr gute Webseiten gestaltet. Ich war mit
meinen eigenen Arbeiten in einem gewissen Ausmaß immer unzufrieden.
Durch dieses Projektseminar
konnte ich mir ein Grundwissen aneignen auf welche Kriterien ich in Zukunft
achten muss um gute Webseiten zu erstellen. Das Design ist natürlich wieder
eine individuelle Entscheidung die jeder für sich zu entscheiden hat.
Am Projektseminar hat mich am
Anfang der penible Umgang mit Ausdrücken und Begriffen sehr gestört, meiner
Meinung nach wollten sich dadurch LVA-Teilnehmer bei den Diskussionen nicht
beteiligen, weil sie Angst hatten falsche Begriffe von sich zu geben.
Diese Situation ist aber im
laufe der Zeit besser geworden, und es sind sehr interessante Diskussionen
entstanden.
Einen weiteren negativen Sinn in
organisatorischer Hinsicht war der Zeitplan bei den Impulsreferaten. Denn als
diese abgeschlossen waren, sind nur noch 4 Wochen Zeit für die Abgabe
geblieben. Besser wäre es gewesen alle Themen spätestens Anfang Mai
abzuschließen um sich in der LVA mehr um die Bewertung des I-vent kümmern zu können.
Insgesamt überwiegen aber die
positiven Punkte, und ich bereue es nicht diese LVA besucht zu haben.
Ich habe mich für dieses Projektstudium
entschieden, weil ich gerne weiterführende Kennt-nisse im Bereich der Webseitenprogrammierung
erlernen wollte. Zudem lernte man, die An-wendungen aus einer anderen
Perspektive als der Anwendersicht zu betrachten.
Gut gefallen am Projektstudium
hat mir, dass wir großteils selbstständig arbeiten konnten. Die Vorgaben
beinhalteten einen großen Handlungsspielraum. Die Koordination in der Gruppe
funktionierte sehr gut. Interessant fand ich, mit welcher Vorgehensweise man an
die Messung der Qualität von äußerst subjektiv zu bewertenden Produkten wie
Webauftritten herangeht.
In diesem Semester nahm ich
gezielt mehrere Fächer zur Thematik der Webseitenprogram-mierung. Dabei lernte
ich den Umgang mit Content Management Systemen wie auch die Standards in diesem
Bereich kennen und besser zu verstehen.
Die Atmosphäre während der
Kursstunden war sehr angenehm und ermöglichte gute und inte-ressante
Diskussionsrunden zur Thematik. Die Gruppengröße war angesichts der Aufgabe
angemessen und förderte weiter den Ideenaustausch. Was mir ebenfalls noch gut
gefallen hat, war die Nähe zur Praxis, was durch die Interviews gut unterstützt
wurde. Durch die Inter-views erhielt ich einen guten Einblick in die
Tätigkeiten von Werbeagenturen. Unter anderem erhielten wir nicht nur Einblick
über die Bedeutung einzelner Kriterien im Rahmen der Be-wertung, sondern auch
über die einzelnen Arbeitsabläufe.
Das Projektstudium sehe ich als
eine Art Umsetzung der bisher hauptsächlich theoretisch vermittelten
Kenntnisse. Einerseits wandten wir Interviewtechniken aus dem Bereich der
So-ziologie und Information Engineering an. Zudem erstellten wir ein Bewertungsschema
basie-rend auf den uns vermittelten Modellen des Software Engineering. Zuletzt
mussten wir auf die ordentliche Definition der Begriffe achten, was uns aus
Information und Software Engi-neering vermittelt wurde.
Zudem habe ich endlich die Hürde
gepackt und VBA in MS Office programmiert. Der Um-stieg von Java auf die
meisten anderen Programmiersprachen war für mich immer eine Hürde.
Zusammenfassend kann man sagen,
dass dieses Projektstudium eine sehr gute praktische Er-fahrung darstellt. Ich
habe bereits gelerntes in einem größeren Projekt praxisnah anwenden können und
meine Kenntnisse erweitern können. Zudem verbesserte ich meine Integrations-fähigkeiten
in Gruppen, was für das Berufsleben ebenfalls von Bedeutung ist.
Die Entscheidung, mich in diesem
Semester für das PROST unter der Leitung von Herrn Dr. Schiffer anzumelden,
fiel einerseits auf Grund meines Interesses für das Thema (Web Site Rating) des
Seminars, andererseits auf Grund der Tatsache, dass sich mehrere Studenten
anmeldetet, mit denen ich schon in der Vergangenheit gerne zusammengearbeitet
habe. Heute kann ich sagen, dass ich mich aus den richtigen Motiven angemeldet
habe. Das Thema blieb bis zum Schluss interessant, vor allem natürlich deshalb,
weil das Internet unser aller Leben mittlerweile beherrscht und jeder von uns
schon dutzende sehr gute oder sehr schlechte Websites gesehen hatte. Die
Websites evaluierbar zu machen und zu raten war eine aufwendige aber auch
interessante Herausforderung. Lernpunkte ergeben sich für mich in der Hinsicht,
als einerseits meine Fähigkeiten in Excel wieder aufgefrischt wurden, einige
Grundbegriffe der Websiteerstellung und Netzwerktechnik im Zuge der
Impulsreferate übersichtlich präsentiert wurden und andererseits auch wertvolle
Tipps gesammelt wurden, die man brauchen kann, wenn man selbst eine Website
erstellt. Auch das Arbeiten in der Gruppe war sehr angenehm und lehrreich, im
speziellen in der Position des Projektleiters. Wie von wahrscheinlich allen
Gruppen wurde auch von uns der Aufwand zuerst unterschätzt und so hatten wir
gegen Ende des Semesters doch noch einige Hürden zu bewältigen.
An dem Seminar selbst haben mich
hauptsächlich zwei Punkte gestört: Durch die ständigen Schwierigkeiten beim
Aufbau der VPN Verbindung kam es ständig zu Problemen, was die Abgabe des
Zeitkontos sehr aufwendig machte. Wir hätten viel früher mit dem eigentlichen
Bewertungsschema beginnen müssen, um uns den Stress in der Klausurenzeit zu
ersparen. Die Anforderungen des LVA Leiters waren erst relativ spät klar und
änderten sich vor allem in den letzten Wochen manchmal. Das führte in unserer
Gruppe zu Spannungen und Stress. Die Anforderungen wären in Form eines
konkreten Projektauftrags wahrscheinlich klarer und verständlicher gewesen.
Positive Punkte des Seminars:.
Die Impulsreferate haben eine guten Überblick verschaffen. Das Thema war
interessant. Das Arbeiten in Projektgruppen war spannend und (hoffentlich)
lehrreich. Die Expertengespräche waren sehr lehrreich
Ich habe dieses Projektstudium
deshalb gewählt, weil die Entwicklung von Homepages mein erster ernsterer
Kontakt zur Informatik war. Das ist nun schon 9 Jahre her und man sollte
meinen, dass sich seither schon einiges geändert hat. Das ist nach der
Absolvierung des PROST meiner Meinung nach aber nur die halbe Wahrheit.
Sicherlich hat sich technisch einiges getan und Flash ist nun auch schon
erwachsen geworden. Bei HTML hat sich aber kaum was geändert und viele der
Kriterien die wir in unserem Bewertungsschema an Homepages stellen, könnte man
an andere Medien im Prinzip genauso stellen. (Impressum, Lesbarkeit,
Mehrwert,…)
Zudem war ich, um ehrlich zu
sein, auch von der Aufmachung der LVA-Information beeindruckt, weil sie aus
mehr bestand als aus der typischen Aneinanderreihung technischer Akronyme. Die
Idee an etwas zu arbeiten das womöglich beim nächsten I-Event wirklich
eingesetzt wird, hatte auch ihren Reiz.
Zu Beginn der LVA war meiner
Meinung nach die Atmosphäre ziemlich angespannt, wurde zum Ende hin aber
angenehmer. Die Impulsreferate boten einen breiten Einblick in verschiedenste
Themengebiete rund um den Entwurf von Homepages. Dabei war es einerseits
beunruhigend andererseits aber auch herausfordern, mit welcher Strenge die
Referate seitens Herrn Schiffers beurteilt wurden. Bei meinen Präsentationen
war ich deshalb anfangs immer nervös. Im Rückblick muss ich aber zugeben, dass
ich das mittlerweile sehr zu schätzen weiß, denn die meisten Präsentationen an
der Uni haben eher den Charakter einer Beschäftigungstherapie. Da war es schon
eine willkommen Abwechslung, dass man mal wirklich für jeden Satz Rede und
Antwort stehen können musste und irgendwelch
aufkommende Zweifel nicht einfach auf die Quellen geschoben werden
konnten.
Wie oben schon erwähnt lockerte
sich die Stimmung nach den letzten Impulsreferaten etwas auf und das
montagliche Beisammensein wurde zum Wissensaustausch der Gruppen untereinander
genutzt.
Was zugegebenermaßen etwas für
Verwirrung gesorgt hat waren die teils widersprüchlichen Forderungen am Ende
der Lehrveranstaltung. So wurde bei einem Termin vereinbart, dass wir lediglich
zeigen sollen wie das Bewertungsschema für Spezialfälle (Webshop, öffentl.
Website) erweitert werden könnte. Schließlich war von jeder Gruppe das
Grundmodell erweitert um Spezialfälle für öffentliche und kommerzielle
Homepages gefordert.
Summa summarum bin ich kurz vorm
Ende des PROST wegen des Endspurts in den letzten Tagen doch schon etwas erschöpft,
letzten Endes aber froh über die Entscheidung für dieses PROST weil ich sehr
viel Neues erfahren habe. Dazu konnten wir uns in der Gruppe endlich mal am
Entwurf eines Evaluationsmodells versuchen anstatt immer nur darüber zu lesen.
Der Grund warum ich mich am
Anfang des Semesters für dieses Projektstudium angemeldet habe war eindeutig:
die Arbeit mit „Open Source“-Produkten. Ein kurzes Überfliegen der Beschreibung
auf der Webseite des Instituts reichte dafür aus. Das Thema reizte mich und ich
wollte an diesem Kurs teilnehmen. Ich hatte mich zwar vorher nie wirklich aktiv
mit diesem Thema auseinandergesetzt, wollte aber schon immer mehr über Linux
und ganz allgemein „Open Source“ erfahren.
Zu Beginn des Kurses ging es um
die Ausarbeitung der theoretischen Grundkenntnisse. Ein sehr interessanter Teil
des Projektstudiums. Wir hörten einige Referate, die mein theoretisches Wissen
über das Thema „Open Source“ entscheidend erweiterten. Leider waren hier zu
Beginn des PROST die Anforderungen nicht ganz deutlich vermittelt, so dass die
ersten Referate (zumindest teilweise) etwas schwach ausfielen – mein Thema
„Grundkonzepte des Internets“ gehörte sicherlich auch dazu. Vielleicht hätte man
gleich zu Beginn des Semesters die Anforderungen an die einzelnen Themen etwas
klarer und deutlicher vermitteln sollen. Dies verbesserte sich im Laufe des
Semesters.
Die eigentliche Projektarbeit in
den einzelnen Teams wurde meiner Ansicht nach etwas zu spät aufgenommen. Wir
bildeten zwar relativ schnell die drei Teilgruppen innerhalb des PROST, doch
die „Deadline“ für die Miete des vServers war erst im Dezember. Am Ende des
Semesters fehlte uns meiner Meinung nach wichtige Zeit für die Arbeit an
unserem Server. Auch wurden die Anforderungen an unser Projekt erst im Laufe
der Zeit deutlich. Es war einige Wochen relativ unklar, was auf unserem Server
später alles vorhanden und lauffähig sein sollte. Ich persönlich hätte mich
vielleicht leichter getan, wenn ich zu Beginn des Semesters einen
Anforderungskatalog „vor die Füße geknallt“ bekommen hätte.
Die Arbeit an unserem Portal
selbst war äußerst lehrreich. Ich beschäftigte mich zum ersten Mal ausführlich
mit Linux und „Open Source“-Tools. Dies war zu Beginn des Projekts nicht
einfach und kostete teilweise Stunden an Arbeitsaufwand um kleine aber
entscheidende Probleme zu lösen. Allerdings war diese intensive Beschäftigung
mit dem Thema „Open Source“ natürlich eine tolle Herausforderung und brachte
ein großes Maß an neuem Wissen.
Die Arbeit in der Projektgruppe
war außerordentlich interessant und spannend. Wir hatten ein sehr gutes Klima
und die unterschiedlichsten Kenntnisse innerhalb unseres Teams. Keiner hatte
besondere Kenntnisse über Linux oder „Open Source“, so dass wir uns sehr genau
in das Thema einarbeiten mussten. Jeder einzelne steuerte gute Arbeiten und
Beiträge für das Endprodukt bei. Im Großen und Ganzen eine wirklich sehr gute
Gruppenarbeit, die das ganze Semester über großen Spaß gemacht hat.
Auch die Kursstunden waren ein
interessanter Teil des Projektstudiums. Langeweile kam so gut wie nie auf. Wir
hörten gute Referate über die theoretischen Themenbereiche, diskutierten
miteinander darüber und gaben uns Tipps für unsere Projektarbeit. Hierbei gab
es keinerlei Konkurrenz-Denken zwischen den Gruppen. Jeder half dem anderen
soweit wie möglich, egal aus welcher Gruppe er war. Dies war ein sehr wichtiger
und entscheidender Lernprozess. Wurde in der Kursstunde ein neues Software-Produkt
vorgestellt, so konnte man sich gleich zu Hause alleine, oder mit dem Team
zusammensetzen und darüber diskutieren, ob dieses Produkt vielleicht auch bei
uns zum Einsatz kommen sollte. Ich lernte von dutzenden Produkten, die ich noch
nie zuvor gehört hatte und konnte mich gezielt damit auseinandersetzen.
Zusätzlich wusste ich über Erfahrungen der anderen von diesen Produkten und
konnte mich daher schneller und leichter darin einarbeiten.
Insgesamt war das PROST für mich
ein voller Erfolg. Es war zwar aufwendig, aber hat sich auf alle Fälle gelohnt.
Ich werde es jedem weiterempfehlen.
Da ich eigentlich nur Erfahrung
mit kommerzieller Software wie zum Beispiel Windows, vom Marktführer Microsoft,
habe, kam mir das PROST sehr gelegen. Da man sich als Student aber die ganzen
verschiedenen teuren Softwarepakete nicht leisten kann, ist es natürlich nur
von Vorteil, wenn man mit der Verwendung von Open-Source Software vertraut ist
und diese auch effizient einsetzen kann. Da die Erlernung neuer Software meist
ziemlich viel Zeit in Anspruch nimmt, war das natürlich sehr von Vorteil und
äußerst nützlich. Vor allem schon einmal aus dem Grund, weil ich selbst privat
einen Webserver für Testzwecke in der Programmierung von Webseiten verwende.
Dieser lief aber bisweilen mit dem Betriebssystem Windows XP und dem Apache
Webserver in Verbindung mit einem MySQL Datenbankserver.
Wir sollten im PROST ein
Webportal zur Softwareentwicklung schaffen. Da ich, so wie auch jeder andere,
in diesem Zusammenhang sehr viele verschiedene Softwaretypen aus allen
Bereichen evaluieren und erlernen musste, habe ich natürlich selbst sehr viel
dabei gelernt. Mittlerweile habe ich auch meinen eigenen Server auf Linux
RedHat 9.0 umgestellt und auch bereits andere Software darauf installiert.
Vielleicht kommt ja im Laufe der Zeit auch noch ein Projektmanagement Werkzeug
dazu, mit dem ich dann auch noch meine Arbeit dokumentieren kann.
Am Anfang war eigentlich die
Aufgabenstellung doch nicht so ganz klar, wie ich es mir vorgestellt hatte. Zum
Beispiel bei meinem Referat. Ich hatte irrsinnige Schwierigkeiten, das Thema
genau einzugrenzen und dazu die passenden Tools zu finden.
Nach Einteilung der Gruppen
gestaltete sich das PROST aber doch nach meinen anfänglichen Vorstellungen. Das
weitere Vorgehen in der LVA und auch das Arbeitsklima innerhalb der Gruppe
waren einfach angenehm. Ende November wurde dann auch die Aufgabenstellung für
mich klarer. Wir waren uns eigentlich in der Gruppe immer einig und hatten
meiner Meinung nach auch keine Verständigungsschwierigkeiten.
So kann ich meiner Meinung nach
auch sagen, dass uns im PROST eine gute Arbeit gelungen ist. Nach Abschluss der
des praktischen Teils mussten wir ja auch noch den Endbericht verfassen. Das Verfassen
des Inhalts war ja noch einfach, doch ich dachte mir nicht, dass das Review
dafür so viel Zeit in Anspruch nehmen wird. Es musste natürlich jeder dazu
seinen Beitrag leisten und somit war es natürlich nicht nur für mich sehr
zeitaufwendig. Doch ich glaube, dass auch hier eine sehr gute Arbeit daraus
geworden ist.
Für mich war es anfangs auch
äußerst schwierig mit dem PROST umzugehen, da ich eigentlich nicht so viel
Erfahrung mit großen Projekten habe. Jedoch glaube ich, dass es mir innerhalb
der Gruppe doch sehr gut gelungen.
Am Anfang dachte ich ja noch,
dass es eigentlich ein ganz normaler Schein wie jeder andere ist. Doch so kann
man sich täuschen. Die vorgegebenen 120
Stunden wurden von uns allen um fast das doppelte übertroffen, doch ich finde
dass es das auch Wert war.
Schlussendlich kann ich mich
eigentlich nur noch einmal wiederholen und dazu sagen, dass ich mit diesem
PROST eine sehr gute Wahl getroffen habe und ich es auch jederzeit wieder
wählen würde. Ich habe hier sehr viel über Open-Source Software selbst, dessen
Verwendung und auch das Arbeiten damit gelernt. Mit ziemlicher Sicherheit kann
ich behaupten, dass mir die im PROST gewonnnen Erfahrungen bereits jetzt und
vor allem in (naher) Zukunft, zum Beispiel im späteren Berufsleben, sehr viel
bringen.
Im Zuge meines Studiums bin ich
bisher nur in geringem Maße mit web-basierter Open Source Software in Berührung
gekommen. Einer der Gründe für meine Entscheidung für dieses PROST war, dass
ich mein Wissen in diesem Bereich erweitern wollte. Weiters habe ich bisher die
Erfahrung gemacht, dass der Softwareentwicklungsprozess, der in der Theorie
empfohlen wird, meist vom in der Praxis realisierten Prozess grundlegend
abweicht, was immer wieder zu Problemen führt. Ich wollte mehr darüber
erfahren, wie durch Werkzeugunterstützung die Fehler im
Softwareentwicklungsprozess vermieden oder zumindest verringert werden können.
Der Einstieg ins PROST fiel mir
nicht so leicht, wie ich gedacht hatte, da zu Beginn weder das erwartete Ergebnis
noch der Zeitplan zur Erreichung dieses Ergebnis klar war. Die Impulsreferate
waren zwar teilweise sehr aufschlussreich, doch auch hier waren die
Anforderungen oft nicht ganz klar.
Die Arbeit in den Kleingruppen,
startete meiner Meinung nach zwar zu spät und war sehr zeitintensiv, trotzdem
war sie sehr produktiv, da das Arbeitsklima sehr gut war. Die Erledigung der
verschiedenen Aufgaben auf die einzelnen Gruppenmitglieder funktionierte im
Großen und Ganzen reibungslos. Jedem Gruppenmitglied wurde ein Aufgabenbereich
zugeteilt, für den es alle Tätigkeiten von der Evaluation der einzusetzenden
Werkzeuge bis zur Konfiguration der ausgewählten Werkzeuge durchführte. Traten
in einem Bereich auf, standen die anderen Gruppenmitglieder mit Rat und Tat zur
Seite. Aufgrund der Atmosphäre in der Gruppe, war es möglich Probleme offen
anzusprechen, wodurch viele interessante Diskussionen entstanden.
Besonders interessant fand ich
auch die Arbeitsfortschritte in den anderen beiden Kleingruppen erzielt haben.
Während der Weihnachtsferien haben sich die Lösungsansätze der drei
Kleingruppen unabhängig voneinander entwickelt, wodurch in weiterer folge der
sehr unterschiedliche Portale entstanden sind. Die Präsentation der Ergebnisse
zum letzten LVA-Termin, war meiner Meinung nach allerdings nicht sehr
erfolgreich, da fast keine Zeit zur Diskussion blieb. Die Gruppe 3 hatte aus
zeitlichen Gründen auch nicht mehr die Möglichkeit ihre Lösung in Ruhe zu
präsentieren.
Die Ausarbeitung des
Endberichtes stellt die letzte Aufgabe im PROST dar. Da die Anforderungen an
den Endbericht erst am Ende des Semesters definiert wurden, bestand keine
Möglichkeit zur gruppenübergreifenden Diskussion über die Inhalte des
Endberichtes. Diese wäre zur Verbesserung der Qualität allerdings sehr förderlich
gewesen.
Zwar war die Lehrveranstaltung
mit einem erheblichen Zeitaufwand verbunden, dieser Aufwand hat sich für mich
jedoch gelohnt, da Lernerfolg größer war, als erwartet. Auch das Ergebnis
unserer Arbeiten kann sich meiner Meinung nach sehen lassen.
Der Titel der Lehrveranstaltung
„Software Project Hosting, Aufbau eines Software-Projektportals mit
Open-Source-Komponenten“ klang für mich von Anfang an sehr viel versprechend.
Ich hatte schon immer Interesse an Open‑Source‑Software und somit
ging ich voller Optimismus in diese LVA.
Der Ablauf der
Lehrveranstaltung, der neben dem eigentlichen Aufbau der SPH‑Umgebung
auch einführende Impulsreferate vorsah,
war prinzipiell gut gewählt. Die Impulsreferate waren zum Teil sehr
aufschlussreich und interessant. Leider waren die Anforderungen bei den
Referaten meist zu ungenau definiert und somit unterschieden sich die Inhalte
oft grundlegend von den Erwartungen. Meiner Meinung nach war auch die Zeit für
Feedback und Diskussionen zu den Impulsreferaten zu knapp bemessen.
Was den Praxisteil, den Aufbau
der SHP‑Umgebung, betrifft war ich beeindruckt von der guten
Zusammenarbeit in der Gruppe und dem reibungslosen Ablauf. Auch in den
Lehrveranstaltungseinheiten war das Arbeitsklima immer sehr angenehm. Man bekam
einen guten Einblick über die Arbeitsfortschritte, Probleme und Erfahrungen der
anderen Projektgruppen und es entstanden oftmals interessante Diskussionen.
Dadurch bekamen wir einen breiten Einblick in die Problematik rund um den
Aufbau eines Software‑Project-Hosting Portals.
Bei der Entwicklung unseres
Portals setzten wir uns neben der Installation der Systemsoftware unseres
Servers auch intensiv mit dem Softwareentwicklungsprozess und den Möglichkeiten
diesen sinnvoll zu unterstützen auseinander. Die Recherche und Evaluierung der
zur Verfügung stehenden Open‑Source‑Tools und deren Kombinations-
und Installationsmöglichkeiten war sehr aufschlussreich. Auch die Erfahrungen
rund um den Betrieb eines V‑Servers und die damit verbundenen Installationsaufwendungen
und Sicherheitsmaßnahmen waren sehr konstruktiv.
Negativ anzumerken ist dass viel
Zeit und Energie auf Grund der fehlenden Definition der Anforderungen bzw.
Erwartungen an unseren Lösungen verloren gegangen ist.
Letztendlich sind in den drei
Gruppen meiner Meinung nach drei vollkommen verschiedene, gute Lösungen
entworfen worden. Schade ist dass bei der Endpräsentation die Qualität der
Arbeiten nicht ausreichend zur Geltung kommen konnte.
Obwohl dieses Projektstudium den
vorgesehenen zeitlichen Rahmen bei weitem sprengte überwiegen meiner Meinung
nach die positiven Aspekte. Besonders durch den Praxisteil habe ich wertvolle
Erfahrungen sammeln können die mir in meiner beruflichen Zukunft sicher von
Nutzen sein werden.
Ich habe mich für dieses
Projektstudium entschieden, da in meinem Studium keine Lehrveranstaltung
vorgesehen ist, die die Einrichtung eines Servers oder das Betriebssystem Linux
behandelt. Es war für mich sehr ansprechend, dass ich das Betriebssystem im
Zuge der Einrichtung eines Servers erlernen würde, da für mich Fernwartung und
das Bereitstellen von verschiedenen Diensten im Internet bisher ebenfalls noch
kein Thema waren. Ich wollte mich schon länger mit Linux beschäftigen, habe
aber leider nie die nötige Motivation und Zeit aufbringen können um mich in
dieses Thema einzuarbeiten. Diese Lehrveranstaltung bot mir die Gelegenheit
dazu.
Zu Beginn wurde die Einrichtung
einer Software Projekt Hosting Plattform als Aufgabe gestellt. und da ich wie
bereits erwähnt, mit dem bereitstellen von Diensten keine Erfahrung hatte, war
für mich nicht klar wie das Ergebnis aussehen sollte. Zu diesem Zeitpunkt hätte
ich mir mehr Information über den genauen Funktionsumfang erwartet. Durch die
Einstiegsreferate wurden die Anforderungen schließlich doch etwas klarer. Am
Ende der Referate wurde mir jedoch bewusst, dass die Aufbereitung der Themen
durch die Referate nicht ausreicht um ein SPH-Portal aufzubauen und noch sehr
viel Arbeit investiert werden muss.
Beim ersten Gruppentreffen hatte
ich den Eindruck, dass ich mit der wagen Vorstellung wie das Portal aussehen
sollte nicht alleine war. Also haben wir uns entschlossen ein gemeinsames
Brainstorming durchzuführen und die Anforderungen an ein SPH-Portal grob zu
definieren und daraus die wichtigsten Funktionen die das Portal abdecken soll
abzuleiten. Ab diesem Zeitpunkt hatte ich ein klares Bild wie das Ergebnis
aussehen sollte und wie dieses erreicht werden kann. Nach den erwähnten
Starschwierigkeiten war die Freude umso größer, als ich das erste Tool am
Server zum Laufen gebracht habe.
Durch die Einrichtung des
Portals hat Linux für mich den Schrecken verloren und ich kann behaupten, dass
ich die wichtigsten Funktionen und Konzepte dieses Betriebssystems beherrsche.
Zudem kann ich jetzt auch nachvollziehen, warum viele Leute behaupten, dass
Linux in vieler Hinsicht besser als Windows ist. Ich habe jedoch auch manchen
Nachteil von Linux feststellen können und glaube, dass man nicht pauschal
behaupten kann welches Betriebssystem die bessere Wahl ist. Außerdem hat der
Begriff „Open Source“ für mich eine neue Bedeutung bekommen. Ich konnte mir nie
vorstellen, dass völlig kostenlose Software wirklich professionell und auch
kommerziell einsetzbar ist. Jetzt weiß ich, dass für fast jeden Bereich
brauchbare Open Source Software existiert.
Die Durchführung der
Lehrveranstaltung war im Großen und Ganzen ein Erfolg. Aber wie schon erwähnt
hätte ich mir zu Beginn der Lehrveranstaltung mehr konkrete Anforderungen
erhofft. Zudem finde ich waren die Referate für den Einstieg zwar sehr gut,
aber zu viel Aufwand im Verhältnis zum Gesamten. Die Gruppengröße habe ich als
optimal empfunden, das lag vielleicht auch daran, dass in unserer Gruppe ein
sehr gutes Klima herrschte. Jeder hat seine Aufgabe immer termingerecht erfüllt
und seinen Beitrag geleistet. Es hat niemand versucht seine Arbeit auf jemand
anderen abzuwälzen, wie ich es in manchen anderen Gruppenarbeiten schon erlebt
habe. Zwischen den Gruppen hat sich jedoch manchmal ein Konkurrenzdenken eingestellt,
was ich nicht immer unbedingt als positiv empfunden habe.
Zusammenfassend kann ich aber
sagen, dass das Arbeitsklima gut war und ich in dieser Lehrveranstaltung sehr
viel gelernt habe.
Zu Beginn des Wintersemesters,
stellte sich für mich und meine Studienkollegen die Frage, für welches
Projektstudium wir uns anmelden sollten. Diese Frage war für uns schnell
beantwortet, da das Thema und die Aufgabenstellung des von Dr. Schiffer
angebotenen Projektstudiums unser Interesse geweckt hatte. Insbesondere die bei
der Themenbeschreibung angeführte Anmerkung „Das Projektstudium ist zwar nicht
geschenkt, zahlt sich aber garantiert aus“ war für mich ein Ansporn dazu, genau
dieses Projektstudium zu besuchen.
Voller Elan und Tatendrang ging ich
in die erste Stunde und wurde erstmal ein bisschen enttäuscht. Ich nahm an,
dass wir uns gleich in die Arbeit stürzen würden und vergaß, dass wir ja zuerst
ein gemeinsames Grundlagenwissen schaffen mussten, um darauf aufzubauen. Ich
glaube, dass das Halten von Impulsreferaten durch die Studenten genau die
richtige Methode dafür war. Wir wurden somit dazu gezwungen uns selbst Wissen
anzueignen und dieses den Kollegen weiterzugeben. Diese Methode brachte uns mit
Sicherheit einen höheren Mehrwert, als ein Frontalvortrag von Seiten des
LVA-Leiters. Trotz der Wichtigkeit dieser Referate nahmen sie meiner Meinung
nach zu viel Zeit in Anspruch. Diese Zeit fehlte uns am Ende beim Aufbau und
bei der Feinabstimmung des SPH-Portals. Andererseits war vielleicht gerade
dieser Zeitdruck der Schlüssel zum Erfolg.
Das Einarbeiten in die gewählte
Linux Distribution und die ersten Installationen und Konfiguration war für uns
„windows-verwöhnte“ Studenten ein richtiges Abenteuer. Die ersten Erfolge,
insbesondere der Aufbau eines LAMP, die Installation von PHPMyAdmin und
dotProject, haben uns für unsere Mühen entlohnt und motivierten uns dazu, uns
an der „Mammutinstallation“ von GForge zu versuchen. Es wäre natürlich zu schön
gewesen, wenn wir Linux-Anfänger dies auf Anhieb geschafft hätten. Mit viel
Durchhaltevermögen versuchten wir dennoch unser Ziel zu erreichen und GForge
zum Laufen zu bringen. Zwischendurch machte sich in unserem Team Frustration
breit und wir glaubten schon nicht mehr daran, dass wir unser Ziel erreichen
würden. Als sich jedoch ein paar kleine Erfolge einstellten, kam unsere
Motivation wieder zurück und wir waren stark entschlossen das gesteckte Ziel zu
erreichen und GForge zu „bezwingen“. Der Glaube versetzte Berge und wir haben
es geschafft! Die Erweiterung des Portals durch ein
Anforderungsdefinitionstool, einen Mailserver und die Absicherung des Servers
war ihm Vergleich zu der bereits geleisteten Arbeit eine Kleinigkeit und ging
uns leicht von der Hand. Lediglich die LDAP-Benutzerverwaltung hatte uns noch
einige Zeit gekostet und Kopfschmerzen bereitet, jedoch haben wir es als Team
geschafft auch diese letzte Hürde zu meistern.
Gründe für diese – meiner
Meinung nach - außergewöhnlichen
Leistung war einerseits die gut funktionierende Gruppenzusammenarbeit und das
Engagement, das von jedem einzelnen Mitglied eingebracht wurde und andererseits
auch die regelmäßigen Diskussionen mit den anderen beiden Gruppen und dem
LVA-Leiter. Das regelmäßige Präsentieren der Zwischenergebnisse, die sehr
konstruktiven Diskussionen und das ausführliche Feedback, welches wir jede
Woche erhalten haben, waren mitunter entscheidende Erfolgsfaktoren und auch
Motivatoren.
Rückblickend war für mich das
Projektstudium ein voller Erfolg. Alle meine Erwartungen wurden übertroffen. Ich
bzw. die Gruppe ist mit der Aufgabe gewachsen und hat sich viel neues Wissen
angeeignet. Die entstandene Gruppendynamik war erstaunlich und ermöglichte
Außergewöhnliches. Ich bin mir sicher, dass die Erfahrungen, die ich bzw. wir
während diesem Projektstudiums gemacht haben, im Leben neben und nach der Uni
von Nutzen sein werden.
Auf einem Punkt gebracht: Ich
bin froh mich für dieses Projektstudium entschieden zu haben und kann es nur
weiterempfehlen. Der Zeitaufwand ist zwar hoch, jedoch die Mühe lohnt sich!
Gründe
für die Anmeldung am Projektstudium: Einer meiner großen Ziele für das WS 04/05 war das
Absolvieren des Projektstudiums im 2. Abschnitt. Nach kurzen Überlegungen
entschied ich mich für eine Anmeldung an der von Herrn Schiffer angebotenen
LVA. Die Gründe sind schnell erklärt:
Herr Schiffer scheint sich als
einziger Leiter eines Projektstudiums für WIN die Mühe zu machen, eine
detaillierte Beschreibung über die Inhalte der LVA zu verfassen. Da es sich
beim PROST durchaus um eine gewichtige Lehrveranstaltung im 2. Abschnitt meines
Studiums handelt, schien es mir wichtig, die Wahl des PROST vom Inhalt und der
Thematik abhängig zu machen und nicht vom zu erwartenden Arbeitsaufwand.
Das zu behandelnde Thema war für
mich absolut Neuland und es ist sicher von Vorteil, wenn ein Absolvent der
Studienrichtung Wirtschaftsinformatik mit mehr Betriebssystemen als nur Windows
Erfahrung hat.
Thema
der LVA: Wie
bereits erwähnt, war das Thema der LVA ein gravierender Mitgrund für die
Teilnahme an der LVA. Der Themenbereich und meine Tätigkeiten erstreckten sich
von Arbeiten mit Linux, Evaluieren von Providern von Virtuellen bzw. Dedizierten
Servern bis hin zur Verwendung von Open Source Software. Vor der Teilnahme an
dieser LVA waren diese Themen eher Diskussionsstoff irgendwelcher Linux-Freaks,
die mit Fachvokabeln jonglierten. Inzwischen weiß ich, dass die Administration
eines Linux-Systems nicht nur Hornbrillenträgern mit Schnürlsamthose,
Birkenstockschlapfen, Hosenträgern und Hemden mit Schottenkaros vorbehalten
ist.
Ablauf
der Lehrveranstaltung: Die Lehrveranstaltung gliederte sich in zwei Bereiche:
Referate jedes Kursteilnehmers
zur Schaffung eines gemeinsamen Basiswissen
Entwicklung eines
Software-Project-Hosting-Portals auf Basis eines Linux Servers, der als Virtual
Server bei einem Provider angemietet wurde
Rückblickend ist jedoch zu
kritisieren, dass die zeitliche Verteilung nicht sehr glücklich gewählt wurde:
Die Präsentationen der Referate zögerten sich bis Mitte Dezember hinaus.
Anschließend folgte die Mietung des Virtuellen Servers und im darauf folgenden
LVA-Treffen nach den Weihnachtsferien musste bereits ein SPH mit umfangreichen
Features vorgestellt werden. Die eigentliche Themenstellung – Entwicklung eines
SPH – musste somit in rund einem Monat erfolgen, was zu einem arbeitsintensiven
Stress führte.
Im Rahmen der LVA-Treffen kam es
immer wieder zu interessanten Diskussionen rund um Linux und die SPH-Tools, die
von Herrn Schiffer durch ergänzende Hinweise und Fragen intensiviert wurden.
Herr Schiffer schien mir auch sehr darauf bedacht, keinen Konkurrenzkampf
zwischen den Teams aufkommen zu lassen. Primär stand ein „Miteinander“ anstatt
ein „Gegeneinander“ im Vordergrund.
Fazit:Zusammenfassend ist über das
Projektstudium unter der Leitung von Herrn Schiffer zu sagen, dass das
Projektstudium, wie in der LVA-Beschreibung angekündigt, nicht geschenkt ist,
aber sich garantiert ausgezahlt hat.
Zu Beginn des Semesters stand
ich vor der Wahl, welche Themenstellung ich in meinem Projektstudium bearbeiten
sollte. Mein Wahl viel auf das Thema „Software Project Hosting“, da ich die
Aufgabenstellung als durchaus interessant empfand. Die Verwendung von Open
Source Produkten und das Aufsetzen eines Linux-Servers waren etwas größtenteils
völlig neues für mich. Während des Semesters stellten sich für mich vor allem
meine fehlenden Kenntnisse in Linux ein größeres Problem dar als ich zu Beginn
des Semesters gedacht hatte. Im Vergleich zu einigen Gruppenkollegen, die
bereits einige Erfahrungen mir Linux gemacht hatten, musste ich mich von Grund
auf in Linux einarbeiten was für mich einen wesentlichen Mehraufwand darstellte.
Das Projektstudium selbst begann
mit mehreren Einstiegsreferaten, in denen jeder Teilnehmer/in am Prost ein
anderes Thema referierte, das für die Abwicklung der späteren Aufgaben von
Bedeutung war. Dazu ist meiner Meinung allerdings zu sagen, dass diese Referate
zu viel Zeit in Anspruch genommen haben, die später bei der eigentlichen
Realisierung des SPH-Portals fehlte. Auch der Nutzen dieser Referate ist für
mich eher fraglich, da sich trotzdem jeder Teilnehmer/in am Prost in die
jeweiligen Themen einlesen mussten, die für seine Aufgabenbereiche relevant
waren.
Soviel zur Kritik am Ablauf des
Projektstudiums. Die eigentliche Aufgabe, nämlich die Erstellung eines
SPH-Portals mit Hilfe von Open Souce Produkten, war sehr interessant und
praxisbezogen. Wir hatten dabei große Freiheiten und konnten das SPH-Portal
nach unseren Vorstellungen aufbauen. Nach einigen kleineren und größeren
Problemen schafften wir es schließlich auch ein lauffähiges SPH-Portal zu
entwickeln. Die Probleme die dabei entstanden waren weniger die Installation
sondern vor allem die anschließende Konfiguration unter Linux.
Abschließend betrachtet lässt
sich sagen, dass ich das Projektstudium mit einem anderen Thema bestimmt mit
einem wesentlich geringeren Aufwand hätte absolvieren können. Meiner Meinung
nach war die investierte Zeit aber auf keinen Fall verschwendet, da ich einige
durchaus brauchbare Kenntnisse für die Zukunft im Verlauf dieses Semesters
erworben habe. Dazu gehören vor allem Grundkenntnisse in Linux aber auch
generelle Kenntnisse bei der Verwendung von Open Source Produkten.
Als ich mich für das
Projektstudium "SPH" entschied, wusste ich noch nicht 100%-ig was
mich dabei erwarten würde. Ich hatte zwar schon viel von Linux gehört, jedoch
noch nie ernsthaft damit gearbeitet, oder es gar selbst installiert. Ähnlich
erging es mir mit Begriffen wie "SourceForge" und
"Open-Source". Da ich mir jedoch schon längere Zeit vorgenommen
hatte, meine Scheue gegenüber Linux zu überwinden und endlich anfangen wollte,
mich mit dieser Thematik zu beschäftigen, entschloss ich mich dazu, an diesem
Projektstudium teilzunehmen.
Durch die Präsentationen meiner
Gruppenkollegen und selbstständiges Einarbeiten in die Materie gelang es mir,
grundlegende Erkenntnisse und Fähigkeiten zu erwerben. Sehr viel im Bezug auf
Linux lernte ich dadurch, dass ich zuhause Debian installierte und damit
herumexperimentierte.
Sehr positiv an der LVA fiel mir
auf, dass uns sehr viele Freiheiten im Bezug auf die verwendete Software und
die Einteilung in der Gruppe gelassen wurde. Somit konnte sich jeder mit den
Themen beschäftigen, die ihn am meisten interessierten oder von denen man
glaubte, dass sie in der Zukunft nützlich sein könnten. Die Präsentationen
stellten für mich einen sehr guten Einstieg in die jeweilige Materie dar.
Weiters wurden von den Gruppenkollegen auch schon konkrete Tools evaluiert und
im Zuge der Präsentation vorgestellt, was meiner Meinung nach die spätere
Aufgabe der Installierung des SPH-Portals erleichterte, da man aufgrund der
Präsentationen schon eine Vorauswahl treffen konnte.
Durch die systematische
Evaluierung der Open-Source Tools erhielt ich einen guten Überblick über die
Möglichkeiten und Potentiale derartiger Produkte. Ich war mehr als überrascht
über die Funktionalität und die Qualität die diese Tools bieten. Da diese
obendrein gratis zur Verfügung gestellt werden, werde ich in Zukunft sicher
öfter auf SourceForge und Co. vorbeischauen, wenn ich Werkzeuge für bestimmte
Aufgaben benötige.
Durch die laufenden
Zwischenberichte erlangte man ein sehr gutes Feedback über den aktuellen Stand
der Dinge der anderen Gruppen. Ich empfand es immer als sehr spannend zu
erfahren welche Tools die anderen Gruppen warum verwendet haben.
Ein kleiner Kritikpunkt war die
Zeitaufteilung des Projektstudiums. Meiner Meinung nach wurde zu viel Zeit für
die Präsentationen aufgewendet, welche für die Installierung des SPH-Portals
dann fehlte. So mussten wir öfters bis spät in die Nacht arbeiten, damit wir
für den nächsten Zwischenbericht konkrete Ergebnisse vorweisen konnten.
Abschließend möchte ich anmerken,
dass das Prost eine sehr positive Erfahrung für mich darstellte und ich sehr
viel daraus mitnehmen konnte. Meines Erachtens sollte ein
Wirtschaftsinformatiker auf jeden Fall mit Linux in Berührung gekommen sein, um
seinen Horizont zu erweitern und zu erkennen, dass es außer Microsoft auch noch
etwas anderes gibt. Einige Dinge werde ich sicher, in der einen oder anderen
Form, in Zukunft wieder verwenden können.
Das PROST hat sich um
Software-Project-Hosting (SPH) mit Open-Source Mitteln gedreht. Im Vordergrund
standen die Evaluation von Open-Source Tools und die Installation und der
Betrieb eines SPH-Webportales auf einem selbst ausgewählten und angemieteten
Linux-Server.
Die Einführung zum Thema bestand
aus einer Reihe von Referaten, deren Ergebnisse sich im Nachhinein aber als
wenig verwertbar erwiesen. Das lag an der offenen Zielformulierung des PROST,
was uns dann aber in der Umsetzungsphase sehr entgegen kam und uns ein
herausforderndes, selbständiges Planen und Arbeiten ermöglichte.
Dazu beigetragen haben auch die
regelmäßigen Präsentationen unserer Zwischenergebnisse vor dem LVA-Leiter und
den anderen Gruppen. Dadurch ergab sich konstruktives Feedback durch den
LVA-Leiter und ein Abgleich mit den Erfahrungen der anderen Gruppen.
Besonders geschätzt habe ich das
Kennenlernen vieler Open-Source Tools in den Bereichen Projektmanagement, Softwareentwicklung,
Kommunikation und anderer Software rund um Webportale. Aber auch das Betreiben
des Linux-Servers und das dafür nötige Einarbeiten in Linux war die dafür
aufgewendete Zeit definitiv wert.
Meine Aufgabe in diesem Projekt
war es, die benötigten Kommunikationsmittel für eine SPH-Umgebung zu Verfügung
zu stellen. Ich begann also mit der Installation einfacher Foren (phpBB) auf
meiner eigenen Homepage und probierte Installation diverser Chats. Anschließend
wollte ich um den Mailserver kümmern, der das senden und empfangen von Emails
der Benutzer erledigen sollte. Nach einer kurzen Literaturrecherche entschloss
ich mich, den vorhandenen (und bereits installierten) Mailserver sendmail aus
sicherheitstechnischen Gründen nicht zu verwenden. Ich entschloss mich den
IMAP-Mailserver ‚cyrus’ zu installieren, der grundsätzlich mit ‚apt-get install
cyrus’ zu installiert und konfiguriert sein sollte. Die Praxis zeigte, dass dem
nicht so war und es folgte eine intensive und frustrierende Fehlersuche. Mit
dem Hinweis auf den IMAP-Mailserver ‚courier’ stieg auch die Motivation wieder
diesen Mailserver doch zum laufen zu bringen erheblich. Doch auch hier
vergingen die Stunden sehr schnell und auch der IMAP-Mailserver courier war
nicht ganz so einfach zu installieren. Da jedoch schon vereinzelt Ergebnisse zu
sehen waren, konnte es sich nur noch ‚um Tage’ handeln, dass der Mailserver
endlich lief. Auf den (endlich) funktionierenden Mailserver aufbauend, war die
Installierung der Webmail-Clients dann relativ einfach. Nur ein Hochladen der
entpackten Dateien auf den Server war dazu notwendig (z.B. bei Aeromail).
Webmail-Clients wie Squirrelmail benötigten überdies noch einige Einstellungen,
die jedoch ohne Probleme vonstatten gingen. Anschließend folget eine
Integration in unser Projektverwaltungstool PHProjekt.
Ich konnte mir in diesem
Projektstudium einen guten Einblick in die Open Source Software (oder Teile
davon) verschaffen, der jedoch eine zeitintensive Beschäftigung mit der Materie
erforderte. Womit wir auch bei dem Faktor Zeit wären: Wenn man für ein Projekt,
das mit 120 Stunden veranschlagt ist, nicht ganz 200 Stunden braucht (wobei aber
unproduktive Stunden, wie z.B. das Warten auf einen Reboot des Servers nicht
mit eingerechnet werden) dann kann meiner Meinung nach irgendwas mit der
Zeitplanung nicht stimmen. Das einzige was den Faktor Zeit wesentlich verkürzt
hätte, wäre, anstatt der Impulsreferate zu Beginn des Projektstudiums ein
besserer Überblick über das Thema Software-Projecthosting selbst gewesen. So
war mir lange Zeit unklar was SPH überhaupt ist, wie man dabei vorgeht
(Analyse, Design, Implementierung etc) und welche Methoden für diesen Prozess
von uns zu Verfügung gestellt werden sollten. Die Impulsreferate trugen dazu
kaum bis gar nicht bei.
Grundsätzlich ist aber zu sagen,
dass das Projektstudium sehr interessant war. Ich machte viele neue Erfahrungen
so wie das Evaluieren oder Anmieten eines Servers. Auch das Arbeiten mit einem
Linux-Rechner selbst, war eine Herausforderung, da ich noch nie mit Linux
gearbeitet hatte. Obwohl es bereits Personen mit Linux-Erfahrung in unserer
Gruppe gab, musste man sich die notwendigen Linux-Befehle mehr oder weniger
selber beibringen (was sich natürlich auch auf unser Zeitkonto auswirkte). So
mussten einfache Befehle gesucht und deren Anwendung studiert werden, aber auch
Zugriffsrechte für Dateien vergeben werden. Mit dem Einarbeiten in die
Linux-Welt wurde mir aber auch die Scheue von der (komplexen) Materie
Open-Source genommen, was ein zukünftiges Arbeiten damit sicher erleichtern
wird. Schließlich und endlich habe ich das Gefühl, dass dieses Erlernen der
Open-Source-Welt und speziell Linux (obwohl, oder gerade weil es zeitintensiv
war) wie Radfahren ist, denn wenn man ein einmal kann, verlernt man nicht mehr.
Diverse Probleme mit Sicherheitslücken (root-kit) und dem Support des Servers
(Serverausfälle und deren Neustart) runden die gemachten Erfahrungen ab. Es
zeigt, wie wichtig es ist auf die Sicherheit sensibler Daten zu achten und wie
schnell es geht dass diese Vertraulichkeit verletzt wird. Doch besser jetzt
solche Erfahrungen zu machen, als später, wenn wirklich wichtige Daten betroffen
sind.
Zu Beginn des PROST wusste ich
nicht genau was mich bei diesem Thema erwartet, da ich in diesem Bereich (vor
allem Open Source und Linux) noch keine Erfahrungen hatte.
Durch das Impulsreferat wurde
mir im Großen und Ganzen bewusst, wie die Basisprotokolle des Internets
funktionieren bzw. zusammenarbeiten. Das Problem dabei war für mich der große
Umfang der Materie, da ich sechs Protokolle auf zehn Seiten zusammenfassen
musste. Das erschwerte teilweise, sich auf die wichtigsten Tatsachen zu
konzentrieren. Was ich bei den Referaten generell gut fand, ist dass man doch
über ein breit gefächertes Thema einen guten Einblick durch die anderen Gruppenteilnehmer
bekommen hat. Der Nachteil der Referate war meiner Meinung nach, dass sich die Hauptaufgabe
des PROST erst Ende November vollständig geklärt werden konnte.
Bei der Evaluierung wurde mir
gleich klar, dass Open Source Software in großen Mengen vorhanden war und dass
es gar nicht so einfach ist, sich für etwas zu entscheiden da ein jedes Tool
seine Vor- und Nachteile hat. Gefallen hat mir dabei das Durchstöbern von Foren
im Internet, wo Benutzer diverser Tools deren kritische und unterschiedliche
Meinung äußerten.
Die Implementierung war für mich
völliges Neuland. Leider haben es wir nicht geschafft das Tool GForge zu
installieren, wobei wir auch unsere Konfiguration am Server etwas verändert
haben, was ein Neuaufsetzen nach sich zog. Beim Installieren von PostNuke,
PHProjekt, Mantis sowie den Integrationstools hatte ich keine gröberen Probleme
und ich glaube, dass ich dabei sehr viel bezüglich Linux, Installationen und
Konfigurationen gelernt habe.
Eine Erfahrung der anderen Art
war ein Hackerangriff eine Woche vor dem letzten PROST-Termin welcher der
Gruppe noch mal einige Nerven kostete. Die erneute Installation war im Prinzip
nicht das Problem, eher die aufwendige Konfiguration der eingesetzten Software.
Leider hatten wir öfters
Gruppeninterne Probleme während des Semesters bezüglich Terminvereinbarungen,
Setzen von Fristen, Abmachungen etc. In diesem Bereich habe ich für die Zukunft
sicher einiges gelernt, dies betrifft vor allem das Setzen von Fristen. Ein
oftmaliges Verschieben von Terminen bzw. zugesagte Versprechen werde ich in
Hinkunft so weit als möglich vermeiden wollen.
Alles in allem habe ich fachlich
sehr viel in diesem Semester gelernt, da SPH ein breit gefächertes Thema
darstellt – dabei hat mich auch der enorme Zeitaufwand nicht so gestört, da ich
glaube viel aus der LVA mitgenommen zu haben. Das Arbeiten auf Gruppenebene hat
mich zwar nicht immer begeistert, aber auch aus dem kann ich für die Zukunft
viel mitnehmen. Was mich generell etwas gestört hat ist die Tatsache, dass mir
die Aufgabenstellung aufgrund meiner Unkenntnis über das Thema einfach nicht
ganz klar war und ich bis Ende November mehr oder weniger im Dunklen tappte.
Da für die Impulsreferate die
Themenstellung eigentlich nicht detailliert vorgegeben war und ich in diesem
Bereich noch nichts gearbeitet habe, war es für mich schwierig das Thema zu treffen.
Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich mir zu Beginn noch nicht vorstellen
konnte, was beim PROST am Ende herauskommen sollte.
Der Inhalt vieler Referate
brachte mir einiges näher, was ich bis dahin noch nicht so genau gewusst habe.
Meiner Meinung nach sind diese Referate deshalb eine gute Basis um überhaupt
mit dem Aufbau eines Projektportals zu beginnen, da man zunächst eine gewisse
Grundkenntnis über diese Themen braucht.
Die Beschäftigung mit Linux, wie
etwa die Installation am eigenen PC, war für mich eine große Herausforderung.
Ich hatte Probleme die Installation hinzubekommen, weshalb ich oft nächtelang
vor dem Computer saß und eine Lösung suchte. Es kommt natürlich auch darauf an,
welche Distribution man installiert. Da man bei Debian viele Einstellungen
selber vornehmen kann, ist es sicherlich komplizierter zu installieren als
SuSe.
Das Thema
Softwareentwicklungsportal ist ein sehr umfangreiches. Deshalb glaube ich, dass
für das Evaluieren der Tools genügend Zeit eingerechnet werden muss um dann
diejenigen installieren zu können, die am besten geeignet sind. Aus diesem
Grund ist es auch gut, dass nicht verlangt wurde, dass jedes Gruppenmitglied
von allen Tools sehr gute Kenntnis hat, denn das wäre in der Zeit eines
Semesters nicht möglich.
Abschließend möchte ich
bemerken, dass dieses PROST mein Interesse an Linux geweckt hat (wahrscheinlich
auch, weil es mich herausgefordert hat). Der Zeitaufwand für das PROST war sehr
groß, was aber auch damit verbunden war, dass ich mich freiwillig in viele neue
Themengebiete eingelesen habe.
Ich halte das Projektstudium
deshalb für sehr interessant, weil jedes Gruppenmitglied sein Wissen in eine
von ihm gewünschte Richtung vertiefen kann. Man stößt immer wieder auf
„Neuland“ was das Interesse daran weckt. Sehr gut finde ich, dass man in diesem
Prost einmal die praktische und nicht die theoretische Seite kennen lernt.
Leider gibt es solche praktischen Kurse, welche für das Berufsleben sehr
wichtig sind, auf der Uni viel zu wenig.
Einleitend möchte ich gleich
festhalten, dass dieses Projektstudium meinen Erfahrungsschatz wesentlich
erweitert hat, bezogen sowohl auf positive als auch auf negative Aspekte und
dadurch eine der (leider nicht sehr zahlreichen) Lehrveranstaltungen in Rahmen
meines Studiums war die mir vielleicht später im Berufsleben Vorteile bringen.
Fachlich war der Themenbereich
sehr breit gefächert. Die Palette reicht von der Thematik des
Internet-Service-Providing, der Auswahl und das Anmieten eines entsprechenden
Servers samt Domainregistrierung, die Philosophie von Open Source Programmen,
ihr immer größer werdendes Angebot und die dadurch immer schwieriger werdende
Auswahl sowie die Eigenheiten des Betriebssystems Linux samt seinen Vor- und
Nachteilen und nicht zuletzt der gesamte Themenbereich des
Software-Project-Hosting. Alle diese Themen bildeten in ihrer Summe eine sehr
interessante Aufgabenstellung, die allerdings erst im Laufe des Semesters so
richtig klargestellt wurde und somit zu Beginn eher Ungewissheit und dadurch ein
geminderter Tatendrang vorherrschte.
Einen wesentlichen Lernerfolg
erzielte ich vor allem bei der Arbeit mit dem Betriebssystem Linux, seinen
Befehlen, die Konfigurationsmöglichkeiten und generell seinen Eigenschaften. Linux
kommt eigentlich in der Praxis immer häufiger zum Einsatz, in der Ausbildung
ist sein Stellenwert allerdings noch sehr gering.
Der zweite für mich sehr
interessante Bereich war die gesamte Thematik des Internet-Service-Providing.
Durch die Evaluierung verschiedener Anbieter und der anschließenden praktischen
Arbeit mit dem eigens angemieteten virtuellen Server wurde mir erst die
Vielfalt der damit verbundenen Anwendungs- und Nutzungsmöglichkeiten bewusst.
Allerdings wurde unserer Gruppe sehr deutlich vor Augen geführt mit welchen
Risiken und Sicherheitslücken man in den unendlichen Weiten des WWW konfrontiert
werden kann. Ein gezielter Hackerangriff auf unser System, der einen längeren
Ausfall und die gesamte Neuinstallation zur Folge hatte beeinträchtigte nicht
nur wesentlich den Zeitplan sondern auch die Motivation im Team und in der
Folge das Endergebnis. Doch auch negative Erfahrungen können sich für die
Zukunft positiv auswirken.
Dies gilt hoffentlich auch in
Bezug auf die im Rahmen der Gruppenarbeit aufgetretenen Probleme. Es wurde uns
deutlich vor Augen geführt, dass sich die Zusammenarbeit einer größeren Anzahl
von Personen, in diesem Fall fünf, äußerst schwierig gestalten kann, wenn nicht
alle das selbe Ziel verfolgen beziehungsweise gleich engagiert zu Werke gehen.
Ein größeres Fachwissen und Erfahrungsschatz kann mangelnde Einstellung und
fehlendes Engagement nicht ersetzten.
Trotzdem war der Besuch dieses
Projektstudiums ein Gewinn für mich und all das Wissen und die Erfahrungen die
ich daraus mitnehmen konnte rechtfertigen auch den durchaus hohen
Arbeitsaufwand der mit der Realisierung des SPH-Portals verbunden war.
Durch meine Tätigkeit als
Systemadministrator auf einem Institut der Johannes Kepler Universität hatte ich
mich zwar vorher bereits intensiv mit Unix und Linux Betriebssystemen
auseinandergesetzt, allerdings gab mir dieses Projektstudium die Gelegenheit
meine Kenntnisse weiter zu vertiefen.
Bisher hatte ich nur mit den
Linux Distributionen SuSE und gentoo, sowie mit anderen UNIX Derivaten
gearbeitet und musste feststellen, dass die Unterschiede zu der Distribution
Debian teilweise größer ausfielen als erwartet. Bei der Konfiguration des
virtuellen Servers war dies zwar weniger augenfällig, allerdings warf eine
Installation von Debian 3.0 bei der Installation auf einem neueren Rechner –
vor allem aufgrund einer IDE-Raid Karte – nicht unerhebliche Probleme auf. Das
Fazit daraus für mich ist, dass ich in Zukunft – soferne für mich eine
Wahlmöglichkeit besteht – wohl auch weiterhin die Distributionen SuSE und
gentoo (mit ihren spezifischen Vor- und Nachteilen) verwenden werde. Nichts
desto trotz bin ich jetzt auch mit dem Paketverwaltungssystem von Debian
vertraut, was mir aufgrund der Verbreitung dieser Distribution als nicht
unerheblicher Vorteil erscheint.
Die Lösung dieses Projekt auf
einem virtuellen Server zu betreiben, hat für mich persönlich ebenfalls einen
hohen Nutzwert für die Zukunft. Durch das interessante
Preis-/Leistungsverhältnis solcher Lösungen sehe ich mich veranlasst, selbst
einen solchen Server anzumieten und Portale von Kunden, für die ich Weblösungen
implementiert habe, auf diesem Server zu hosten. Zumal nicht nur die Kosten für
Webspace, Traffic und Top Level Domains der evaluierten Provider vergleichsweise
gering sind, sondern auch die Möglichkeiten, die solche virtuellen Server
bieten, gleichwertig mit dedizierten Servern sind.
Im Zuge dessen werde ich
natürlich auch mehrere der kennen gelernten Open Source Lösungen installieren
und konfigurieren – die Vorarbeit ist ja bereits erledigt ;-). Dies trifft
natürlich vor allem auf Maildienste, Foren, Chat und dergleichen zu.
Alles in allem bereue ich es
nicht dieses Projektstudium gewählt zu haben, da es mein persönliches Interesse
exakt getroffen hat und ich zudem auch noch viele Erfahrungen gesammelt habe
(z.B. durch die Impulsreferate), für die ich ansonsten wesentlich mehr Zeit
hätte aufwenden müssen.
Die Durchführung des Projekts
"SPH" im Rahmen des Projektstudiums war wirklich eine neue Erfahrung
für mich. Was mir am besten daran gefallen hat, war die Tatsache, dass man
einen gewissen Praxisbezug bekam und sich mit Problemen auseinander setzten
musste, die meiner Meinung nach auch im späteren Berufsleben auftreten können.
Die Lösung dieser Probleme war
für mich das eigentliche Ziel der Lehrveranstaltung. Damit meine ich, wir
mussten uns die Arbeit selbst organisieren und koordinieren, d.h. eine gewisse
Selbstständigkeit war gefordert. Und genau das macht den Unterschied zu den
anderen Lehrveranstaltungen, denn hier war es nicht so, dass ein Professor
vortrug und die Studenten oftmals gelangweilt zu hören mussten. Die einzige
Unterstützung die wir bekamen, war lediglich Hilfe zur Selbsthilfe und das
machte für mich den eigentlichen Lerneffekt aus.
Weiters war es vorteilhaft sich
mit einer Materie zu befassen, die in keiner anderen Veranstaltung behandelt
oder besprochen wurde, mit der wir jedoch fast tagtäglich arbeiten und
konfrontiert sind. Denn jeder von uns nutzt verschiedene Internetdienst eines
Providers oder anderer Organisationen, doch keiner fragt sich, was eigentlich
im Hintergrund passiert. Gerade in einem für mich eher technischorientierten
Studium ist es schade bzw. unverständlich, dass solche Dinge nicht in einer
Lehrveranstaltung behandelt werden. Die Theorie dazu haben wir sicherlich in
irgend einer der Veranstaltungen gehört, doch wie die Praxis aussieht und wie
man solche Dienste verwendet und verwaltet werden, wurde nicht wirklich
erwähnt.
Im Zuge dieser Lehrveranstaltung
ist es mir persönlich auch gelungen die Scheu gegenüber linuxbasierten Systemen
abzulegen. Was meiner Meinung nach im späteren Berufsleben sicherlich nur ein
Vorteil sein kann, denn der Vormarsch von solchen Open-Source-Projekten ist
enorm und nicht mehr aufzuhalten. Und gerade in diesem Bereich finde ich, dass
noch großes Potential steckt und hierbei mitzuwirken ist für mich eine tolle
Sache. Vor diesem Projekt hatte ich einen großen Respekt von den Leuten, die sich
mit Linux, Servern oder anderen Open-Source-Projekten beschäftigten, doch jetzt
nach SPH ist dies nicht mehr der Fall. Das soll nicht heißen, dass ich den
Respekt diesen Personen gegenüber verloren haben, nein, sondern mir ist klar
geworden, dass diese Leute auch nur mit Wasser kochen und diese Dinge auch für
einen ottonormal Studenten verständlich sein können, wenn man sich damit
beschäftigt. Was mich auch sehr faszinierte, waren die Ideen die diese Leute
hatten, um ihre Systeme zu realisieren. Die verschiedenen Komponenten und der
Aufbau der verschiedenen Systeme war wirklich sehr interessant und lehrreich.
Denn im Zuge der Recherchen lehrt man doch viele neue Methoden und Techniken
kennen, die es ermöglichen System leichter zu entwickeln und zu verwalten. Auch
das Testen der einzelnen Softwareprodukte war sehr lehrreich, denn es mussten
Kriterien festgelegt werden, die bei der Auswahl der Produkte helfen sollten.
Zum einen war es interessant sich zu überlegen nach welchen Punkten man ein
solches Produkt bewerten sollte und warum es zum Einsatz kommen soll und zum
anderen war es nötig zu wissen wie diese Software mit den anderen Komponenten
des System zusammenarbeiten und welchen Nutzen es hat. Das Zusammenspiel der
einzelnen Systemkomponenten war enorm wichtig für die spätere Verwendung des
Systems und deshalb war auch die Koordination zwischen den einzelnen
Gruppenmitgliedern essentiell.
Das Selbstorganisieren war auch
ein Punkt, den ich als sehr positiv empfunden habe. Denn solche Probleme wie
Zeitplanung und Termineinhaltung waren ein wesentlicher Bestandteil bei der
Durchführung von SPH. Doch gerade solche Dinge kann man in einer Vorlesung
nicht lernen, denn hier müssen sich die einzelnen Gruppenmitglieder selbst
zusammenraufen und zusammenarbeiten. Und ich glaube, das ist uns durchaus
gelungen!
Auch das Ergebnis unserer Arbeit
kann sich sehen lassen und zeigt meiner Meinung nach, dass wir wirklich etwas
gelernt haben und zusätzliche Erfahrungen gewonnen haben. Die Kenntnisse jedes
einzelnen haben sich in diesem PROST sicherlich erweitert. Für mich war das
wichtigste den Umgang mit linuxbasierten System kennen zulernen und
mittlerweile bin soweit, dass ich mir überleget habe, mir eventuelle für
Testzwecke eine Linuxrechner zu besorgen. Ich möchte meine Kenntnisse in diesem
Bereich noch erweitern und ausbauen. Das Projekt SPH hat mir so eine Art Anstoß
gegeben mich mit diesem Thema zu beschäftigen, denn ich weiß nicht, ob ich mich
in meiner Freizeit so mit diesem Thema befasst hätte. Auch die Zusammenarbeit
in solch einer Form wäre wohl nicht möglich gewesen.
Abschließend möchte ich sagen,
dass solch ein Projekt als eine Lehrveranstaltung im Studienplan verankert
werden sollte. Denn um einen gewissen Praxisbezug zu vermitteln ist solch ein
Projekt ideal.
Man wächst mit seinen
Herausforderungen. Ganz unter diesem Motto stand das Prost am Lehr- und
Forschungszentrum Rottenmann. Noch bevor das Prost begann, stellte ich viele
Überlegungen an, welches Thema wohl das richtige für eine Veranstaltung in
diesem Umfang wäre. Manch einer spekulierte bei der Themenauswahl damit, schon
im Vorfeld eine Verbindung zu der Diplomarbeit aufzubauen zu können, andere
wussten gar nicht, in welche Richtung sie sich begeben wollten.
Ich habe mich schlussendlich dazu
entschieden, in der Gruppe Software Project Hosting mitzuarbeiten, da man sich
dort für die Bearbeitung der Themenbereiche auf völliges Neuland begeben
musste. Neuland deshalb, weil die zu bearbeitenden Inhalte weder Teil von
Vorlesungen an der Universität waren, noch in einer vergleichbaren Art und
Weise im privaten Bereich zuvor ausreichend behandelt wurden.
Ich hatte mich schon vor einigen
Jahren immer wieder dazu aufgerafft, Linux als echte Alternative zu Windows in
betracht zu ziehen, hatte mich über diverse Distributionen informiert und habe
auch den Schritt gewagt, Windows von meinem Rechner zu verbannen. Leider sind
diese Versuche „Umzusteigen“ mehrmals bei der Installation gescheitert, in
vielen Fällen resignierte ich nach der Installation diverser Window- Manager
aufgrund der „anscheinend“ eigenen Unfähigkeit kleine Operationen bzw. weitere
Installationen durchzuführen.
Die Arbeit in der Gruppe
Software Project Hosting hat mir Möglichkeit gegeben, mich mit anderen
auszutauschen und gemeinsam an Problemen zu wachsen; Vor allem die Erkenntnis,
dass man mit kleinen Problem oft nicht allein ist, wirkte beruhigend.
Der Punkt, der mich wohl am
meisten staunen ließ, war die Mächtigkeit von Linux. Um ehrlich zu sein, man
vertraut den Stimmen erst, wenn man sich selbst von etwas überzeugt hat. Linux
ist nach wie vor ein Betriebssystem, das nicht dieselbe Marktdurchdringung wie
ein Microsoft Betriebssystem besitzt, obwohl das in einer kapitalistischen
Gesellschaft allein aus Sicht der Kosten schon ein Thema wäre. Im Nachhinein
betrachtet wäre es aus Kostensicht kaum denkbar, eine vergleichbare Funktionalität
unter Windows bereitzustellen, schon gar nicht an einer Universität.
Mit Linux, eigentlich Debian
GNU, haben wir es gemeinsam geschafft,
eine komplette Infrastruktur für das Hosting von Software Projekten
bereitzustellen. Von uns wurden die
wichtigsten Bereiche wie Kommunikation, Datenhaltung- sowie Sicherung
abgedeckt, und in den Betrieb überführt.
Ich habe mich mit meinem Beitrag
in dem außerordentlich interessanten Bereich der Kommunikation positioniert.
Vorerst war es geplant, dass ich mich ausschließlich mit dem Thema Email
Services beschäftige, dies wurde im weiteren Verlauf des Projektstudiums auf
Internet Relay Chat und die Bereitstellung von Boards ausgeweitet.
Persönlich habe ich in dem
Bereich Email Services am meisten gelernt, da die Installation diverser Email
Server viele Stunden in Form von Recherchen und Konfiguration beansprucht hat.
Wenn auch viele, im Linux Jargon „Howtos“ genannte, Anleitungen vorhanden sind,
ist es unumgänglich für die eigene Verwendung einen eigenen Weg zu finden. Das
klingt offensichtlich, wird aber durch den Umstand erschwert, dass man
einerseits Vorgaben zu erfüllen hat, andererseits aber auch Paketkonflikte lösen
respektive umgehen muss. Bei der Wahl des geeigneten Email Servers musste ich
mich schließlich an Gegebenheiten im System anpassen, obgleich das nicht im
ursprünglichen Vorgehen geplant war.
Als Resümee kann ich behaupten, dass
das Projektstudium meinen Horizont in vielen Bereichen erweitert, sowie den
Blick auf scheinbare Trivialitäten geschärft hat. Gerade bei der Bearbeitung
bzw. Hinterfragung von alltäglichen Prozessen, in meinem Fall banal ausgedrückt
das Versenden eines Emails, werden Erfahrungswerte angesammelt, die ansonsten
außen vor geblieben wären. Nicht unerwähnt möchte ich die Lenkende Kraft von
Herrn Dr. Schiffer lassen, der zu jedem Zeitpunkt die Souveränität besitzt,
Konfliktpotentiale zu erkennen, sowie für ganze Gruppen auf elegante Art
richtungweisend zu sein.
Am Anfang des Prosts stand eine
Entscheidung an, sollte ich mich für das Thema „E-Government“, für das Thema
„Bürgerkarte“ oder das Thema „Software Project Hosting“ entscheiden. Meine Entscheidung
viel auf das Thema „Software Project Hosting“, aus einem einfachen Grund, da
eine Anzahl von Studenten einen Root-Server gekauft hat und wir diesen noch
einrichten müssen. Ohne die anderen Themen jetzt abzuwerten würde ich Sagen,
dass diese Entscheidung für mich zwar nicht die intelligenteste war, da ich
keinerlei Linux Erfahrung mitbrachte und mich daher erst mit den
grundlegendsten Dingen von Linux beschäftigen musste. Hätte ich mich für
„E-Government“ oder die „Bürgerkarte“ entschieden, wäre ich am Einlesen zwar
nicht vorbeigekommen, aber das Einarbeiten bzw. Herumhantieren mit Linux hätte
nicht gemacht werden müssen und daher wäre der Aufwand in meinen Augen geringer
gewesen.
Das mag so klingen als würde ich
meine Entscheidung bereuen, dies ist jedoch auf
keinem Fall so. Es geht sogar so weit, dass ich früher oder später – je
nachdem wie es die Zeit erlaubt – auf meinem privaten Rechner Linux aufsetzen
werde und in gewisser Weise so vom Betriebssystem Linux angesteckt worden bin.
Es stand auch noch eine weitere
Entscheidung an, für welchen Teilbereich sollte ich mich entscheiden.
Einerseits fasste ich das Thema „Kommunikationsdienste“ ins Auge, andererseits
fand ich auch das Thema „Betriebs- und Zugriffssicherheit“ sehr interessant. Es
sprachen mehr Aspekte für das Thema „Betriebs- und Zugriffsicherheit“ und diese
Entscheidung bereue ich auch nicht, da sie eigentlich alle Bereiche umfasst und
jedes Programm in gewisser Weise sicher sein sollte. Somit bin ich zwar kein
„Experte“ für einen bestimmten Bereich, aber ich habe einen Überblick über alle
sicherheitsrelevanten Dinge, die beim aufsetzen eines solchen Servers anfallen.
Fazit: Da dies eine
Gruppenarbeit war wurde unter den Gruppenmitgliedern stark kommuniziert und
jedes andere Gruppenmitglied stand mir, wenn irgendein Problem auftrat mit Rat
und Tat zur Seite. So könnte man Sagen, dass das Arbeiten in der Gruppe immer
angenehm und fruchtbar war. Ein weiterer Punkt, den ich aus diesem Prost
mitnehmen kann ist der, dass man nicht alle Definitionen von irgendwelchen
Autoren sofort glauben sollte, sondern erst umfangreich recherchieren sollte
und sich verschiedene Definitionen anschauen muss, bevor man irgendeine
Definition vorträgt (als Beispiel wäre die Definition „Backup“ von Busam zu
nennen).
Alles in allem kann ich dieses
PROST nur weiterempfehlen, denn hätte ich es nicht gemacht wäre ich
wahrscheinlich nie mit dem „Virus“ Linux in Berührung gekommen.
Ausschlaggebender Punkt für die
Tätigkeiten in diesem Projektstudium war der Umstand, dass vorab einige
Studenten (darunter auch ich) den Wunsch äußerten, über sehr viel Webspace
verfügen und Dienste verschiedenster Art selbst einrichten und konfigurieren zu
können. Das Preis-Leistungs-Verhältnis vieler Anbieter im Netz stimmte einfach
nicht mit unseren Vorstellungen überein. Fehlende Datenbank- und
Skriptsprachenunterstützung, Werbeeinblendungen, kein POP & IMAP was den
Emailverkehr betrifft, oder aber horrende monatliche Kosten, waren Gründe
genug, sich in Deutschland einen 'Root-Server' zu kaufen.
Wir hatten nun einen eigenen
Server, Speicherplatz en masse und alle Möglichkeiten den Server nach unseren
Vorstellungen zu konfigurieren und zu nutzen.
Wir traten im nächsten Schritt
an Herrn Dr. Stefan Schiffer heran, und baten darum, die doch recht heikle
Thematik des 'Bereitstellen von Internet-Diensten, Hosting' im Rahmen eines
Projektstudiums unter seiner Führung und Unterstützung ausüben zu können.
Unabhängig von
Basis-Internet-Diensten sollten wir auch das zeitlich parallel ablaufende
Praktikum aus Software Engineering bestmöglich unterstützen. Software Projekt
Hosting wurde zur Realität.
Meine bisherigen Linuxkenntnisse
beschränkten sich auf bestimmte Tools, die ich unter Windows mit Cygwin
irgendwie zum Laufen bringen konnte. Wurde die Abneigung gegen eigenwillige
Windowsbetriebssysteme und Programme besonders groß, ließ ich mich dazu
verleiten auf einem meiner privaten PCs SUSE oder RedHat zu installieren. Von
effizientem Arbeiten unter Linux, oder gar von Serverbetrieb und Bereitstellen
von Diensten war ich meilenweit entfernt. Diese Versuche Linux sinnvoll einzusetzen
scheiterten meist am doch recht komplexen Umgang diverser Konfigurationsorgien
unter Linux und schnell war wieder Windows am Rechner.
Ich lernte im Zuge des PROST zum
einen nicht nur die Grundlagen von Linux-Betriebssystemen, insbesondere Debian,
sondern fand zudem viele Antworten auf Fragen, die ich mir vorab schon hin und
wieder gestellt hatte. Nämlich 'Was läuft eigentlich hinter den Kulissen von
www & Co ab? Wie kommt meine Mail von meinem Rechner zum Empfänger?
Grundlagen waren vorhanden, detaillierteres Wissen konnte ich mir mit Freude im
Rahmen des Projektes aneignen.
Fazit: Die Arbeit in unserer
Gruppe war sehr angenehm, jeder half dem anderen, sofern Probleme auftraten. Da
gewisse Themengebiete stets präsent waren, war es in erster Linie ein
Miteinander und nicht die sture Ausarbeitung eines Einzelthemas. Die doch recht
herausfordernden Aufgabestellungen von Dr. Schiffer waren anspruchsvoll aber zu
keiner Zeit uninteressant. Er machte uns auf Probleme aufmerksam, stellte uns
Fragen und führte uns auf diese Art und Weise sehr weit reichende Überlegungen
vor Augen, die wir wahrscheinlich ohne seine Hilfe nicht in unsere Tätigkeit
miteinbezogen hätten.
Ob der Tatsache, dass mich die
Thematik persönlich sehr interessiert hat und nach wie vor interessiert, dem
Umstand, dass die Arbeit in der Gruppe außerordentlich gut funktioniert hat und
der Möglichkeit Dinge selbst in die Hand zu nehmen und somit von externen
Anbietern hinsichtlich Internet-Diensten unabhängig zu sein, würde ich mich
ohne zu Zögern erneut zu diesem Projektstudium entschließen.
Am Anfang dieses Semesters
wusste ich nicht genau was mich im PROST erwartet. Da jedoch eigene Themenvorschläge
möglich waren, wollte ich mich im PROST etwas näher mit Linux als Server-System
beschäftigen. Durch den Kauf eines Root-Servers von einigen Kollegen und mir
wurde unter der Regie von Herrn Dr. Schiffer das Thema für dieses PROST
formuliert. Meine Gruppe war angehalten für das Software Praktikum eine
Software Project Hosting Umgebung einzurichten.
Am Anfang war ich etwas
Skeptisch, da ich der einzige in unserer Gruppe mit Linux-Erfahrungen war, aber
diese Skepsis war nicht von langer Dauer. Ich war sehr erstaunt wie schnell
meine Kollegen den Umgang mit Linux geschafft haben. Als Betriebsystem wurde
Debian GNU/Linux verwendet, welches für den Serverbetrieb prädestiniert ist und
für Erfahrene Linux-Anwender gedacht ist. Besonders gefreut hat mich, dass sich
einige meiner Kollegen zuhause auch ein Linux installiert haben. Man kann sagen,
dass jedem meiner Gruppenkollegen die Angst vor Linux durch das PROST genommen
wurde und sie sind jetzt in der Lage einen eigenen Linux-Server zu betreiben.
Auch andere Kollegen zeigten Interesse an unserem PROST und begannen sich für
die Server und deren Möglichkeiten zu interessieren.
Interessant ist das
Zusammenspiel von verschiedenen Softwareprodukten in Sourceforge. Bei der
Installation und Konfiguration des Servers lernte ich viel über die
eingesetzten Open Source Software. Es ist schon erstaunlich was in solchen Open
Source Projekten geleistet wird. Man kommt sogar in Versuchung selbst ein
solches System zu implementieren, leider wird hierfür wohl die Zeit fehlen. Das
PROST war eine gute Vorbreitung für die Konfiguration unseres Root-Servers.
Die Zusammenarbeit in der PROST
Gruppe und mit den Mitgliedern des Softwarepraktikums war sehr angenehm. Die Kommunikation
untereinander funktionierte sehr gut und für jegliche Probleme wurde gemeinsam
nach Lösungen gesucht.
Mich würde es sehr freuen, wenn
diese beiden Server auch nach unserer Studienzeit weiter betrieben werden und
für zukünftige Projekte als Plattform dienen.
Die zahlreichen, teilweise
euphorischen Berichten über die zahlreichen Funktionen und Möglichkeiten, die
sich Bürgern mit der Bürgerkarte eröffnen sollen, machten mich schon sehr
neugierig. Da mir gesagt wurde, dass die Bürgerkarteninfrastruktur auf
Staatsseite ja schon seit geraumer Zeit funktionsfähig ist, nahm ich an, dass
das System gut funktioniert.
Ich wusste genau, was ich alles
für einen perfekten Einstieg in die Welt des bequemen und problemfreien
Amtsweges benötige. Eine Karte von A-Trust, lizenzierte Software und
Kartenlesegerät von IT Solution.
Nach erfolgreicher Bestellung
und Erhalt dieses Bürgerkarten Basissets stellte sich das Aktivieren der
Bürgerkarte als großes Problem heraus.
Es waren vier BAWAG Besuche notwendig,
um letztendlich in Besitz einer funktionsfähigen Bürgerkarte zu kommen. Dies
bedeutete für mich, dass ich vier Mal die Termine mit dem Registration Officer
vereinbaren musste. Die Freischaltung dauerte somit fast drei Wochen. Wäre ich
berufstätig, hätte ich wahrscheinlich nach dem zweiten Versuch bereits Abstand
von der Bürgerkarte genommen.
Nachdem ich endlich über eine
aktivierte Bürgerkarte verfügte, war ich der naiven Ansicht, dass die sinnvolle
Nutzung der Karte nun kein Problem mehr darstellen würde.
Nach der Installation der
Software und des Kartenlesers galt es ein geeignetes Formular zum Testen der
Installation auf Funktionsfähigkeit zu finden. Auf ‚help.gv.at’ wird ein
Formular zur testweisen Anforderung einer Geburtsurkunde zur Verfügung
gestellt. Ich war gespannt, wie diese Prozedur ablaufen würde.
Doch logische und syntaktische
Fehler im Formular machten mich noch vor Abschluss der Anforderungsprozedur
nachdenklich. Beim Versuch das Formular zu signieren wurde ich mit einer nichts
sagenden Meldung „BodyNotFound“ konfrontiert. Da ich aufgrund dieser
Fehlermeldung die Ursache für das Problem nicht orten konnte, schrieb ich eine
E-Mail an ‚help.gv.at’ und bat um Hilfe. Parallel dazu suchte ich Hilfe auf den
Homepages von IT-Solution (dem Hersteller der Signaturumgebung) und von A-Trust
(Hersteller der Karte bzw. Zertifikates). Jedoch weisen beide Homepages als
Support nur eine magere FAQ Liste bereit. Support per E-Mail wurde erst gar
nicht angeboten. Bei A-Trust stellt man telefonischen Support ausschließlich
über eine teure Mehrwertnummer zur Verfügung. Erst eine Kontaktaufnahme mit dem
ehemaligen Interviewpartner, Herrn Dipl.-Ing. Karlinger vom CIO, brachte
Klärung. Lösung des Problems sollte eine Aktualisierung der Personenbindung
sein. Ein Update war jedoch nicht möglich, da die verwendete Signaturumgebung
in der aktuellen Version noch nicht fähig ist ein solche durchzuführen.
Diese Umstände beschreiben
meiner Meinung nach sehr gut, wo noch die großen Probleme am
Bürgerkartenkonzept bestehen:
Support – Es gibt leider keine
zentrale Stelle, wo man Unterstützung bei Problemen bekommt. Der Bürger muss
selbst nach der fehlerhaften Komponente suchen und dann den jeweiligen Anbieter
kontaktieren. Ich glaube jedoch nicht, dass ein Bürgerkartenbesitzer diese
Mühen auf sich nehmen wird.
Fehlerfreiheit – Das
Bürgerkartenkonzept ist noch sehr fehlerbehaftet. Dieser Umstand zeigte sich
deutlich durch Probleme bei der Freischaltung, fehlerhafte Formulare,
problematische Bürgerkartensoftware. Bevor die beiden angebotenen Softwareumgebungen
nicht fehlerfrei, einfacher und ergonomischer in der Handhabung sind, können
sie, meiner Meinung nach, nicht als bürgertauglich beschrieben werden.
Wenige Applikationen – Viele der
angebotenen Applikationen sind ausschließlich bestimmte Regionen vorbehalten.
Österreichweite Anwendungen sind leider noch sehr selten.
Abschließend möchte ich
feststellen, dass die Erfahrungen mit der Bürgerkarte im Rahmen des PROST sehr
interessant und lehrreich für mich waren. Zielsetzung war nicht die produktive
Nutzung der Bürgerkarte, sondern das Sammeln von Erfahrungen mit dem Vertreter
des E-Governments. Das Konzept sich
trotz vieler Probleme erscheint mir jetzt noch sehr interessant an. Die zahlreichen
Probleme mit der Bürgerkarte im Rahmen des PROSTs zeigen mir, dass das Konzept
der Bürgerkarte noch nicht Markt- bzw. Bürger-Reif ist. Das Konzept wurde meiner Meinung nach zu
früh in den Markt geworfen. Als Beta-Tester missbraucht zu werden, bin ich
jedoch schon von Microsoft gewohnt.
Kurz gesagt braucht das
Bürgerkartenkonzept noch Zeit zum Reifen, bevor man es dem technisch wenig
versierten Bürger zumuten kann.
Würde ich eine Bewertung des
Konzeptes zu diesem Zeitpunkt abgeben müssen, so würde ich mich der Meinung
eines Interviewpartners anschließen: „Dessen Meinung ist, dass es derzeit gibt
es noch keine sinnvollen Anwendungen für die Bürgerkarte gäbe und das Konzept
noch in den Kinderschuhen.“
Vor Beginn des Semesters war ich
mir noch nicht im Klaren, welches Projektstudium ich besuchen sollte. Nach
gründlicher Recherche auf den einzelnen Webseiten der Projektstudien
anbietenden Institute war für mich klar, dass ich jenes mit dem Titel
„E-Government in Österreich: Stand von Theorie und Praxis“ belegen möchte.
Ich ging mit großen Erwartungen
an diese Lehrveranstaltung heran, da ich mich bislang nur wenig mit dieser
Thematik beschäftigt habe. Ein weiterer Grund für die Wahl war mit Sicherheit
auch die in Zukunft steigende Bedeutung von E-Government. Als Wirtschaftsinformatik
Student sollte man meiner Meinung nach Kenntnisse zu dieser neuen Materie
haben.
Um einen guten Einstieg in den
Kurs zu erreichen, musste sich jeder einzelne Teilnehmer/in mit einem frei
gewählten E-Government Thema auseinandersetzen. Ich fand dieses Vorgehen sehr
gut, denn jeder Student hatte nach einer Woche ein Grundwissen, das eine
ordentliche und konstruktive Vorgehensweise des Kurses ermöglichte. Damit das
Projektstudium nicht nur eine reine Literaturstudie wird, wurden verschiedenste
Interviews mit Personen durchgeführt, die eng mit E-Government vertraut sind.
Um ein möglichst repräsentatives Ergebnis zu erhalten, wurden sowohl Politiker
als auch Techniker und Softwarehersteller befragt. Die Durchführung der
Interviews gestalteten sich teilweise aber als schwierig, denn nicht jeder von
uns befragte Partner konnte durch Kompetenz glänzen. Hier wären einige lustige
Episoden zu erzählen. Aus Gründen der Anonymität möchte ich es aber hierbei
belassen.
Durch diesen Praxisbezug wurde
mir aber trotzdem klar, wie weit das Thema in den Köpfen der Leute verankert
ist bzw. welche Rolle es in Österreich spielt.
Ich bin aber der Meinung, dass
die Themenstellung „E-Government“ vom LVA-Leiter noch das eine oder andere
Semester zu früh ausgewählt wurde, da einige Anwendungen wie die „Bürgerkarte“
einfach noch nicht ausgereift sind, um ein vernünftiges Fallbeispiel
durchexerzieren zu können.
Abgesehen vom neuen Wissen bin
ich aber doch um die eine oder andere Erfahrung im Laufe des Semesters reicher
geworden. Hier sind vor allem das Teamwork bzw. das wissenschaftliche Arbeiten
zu nennen. Um einen Endbericht mit universitärem Niveau zu gestalten, bedarf es
einer ungeheuren Koordination, vor allem dann, wenn gleich acht Leute an einem
Bericht schreiben. Auch das wissenschaftliche Arbeiten wird mir in Zukunft
hilfreich sein. Spätestens beim Schreiben der Diplomarbeit werde ich auf diese
Erfahrung zurückgreifen können.
Abschließend möchte ich
anmerken, dass das Projektstudium meinen Erwartungen entsprochen hat. Ich bin
jedoch der Meinung, dass es in Zukunft ein Projektstudium geben sollte, das auf
unseren Kenntnissen aufbaut und durch den weiteren Stand der Entwicklung
ergänzt wird.
Da ich mich schon länger für E-Government interessiere,
habe ich mich entschieden, an diesem PROST teilzunehmen. Mein Interesse für
E-Government wurde eigentlich geweckt, als ich von der Entwicklung der
Bürgerkarte hörte, die mir von Anfang an etwas suspekt erschienen ist. Diese
Ansicht hat sich durch die neuen Erkenntnisse, die ich im Laufe des PROST
gewinnen konnte, noch mehr bestätigt. Mir ist zum Teil der Eindruck entstanden,
als wäre den Befürwortern der Bürgerkarte wichtiger, den EU-Schnitt zu heben,
als Verwaltungsabläufe zu modernisieren und mehr Transparenz zu schaffen – wie
so gerne gesagt wurde.
Einerseits hatten wir sehr viel
Pech, dass es bis zum Schluss so viele Probleme mit unserer Bürgerkarte gab.
Andererseits finde ich die Aussagekraft dieser Probleme nicht unwesentlich.
Abgesehen von der Bürgerkarte
sind auch die beiden anderen Themen sehr interessant. Ich hatte vor dem PROST
praktisch keinen Bezug zu diesen Bereichen, doch die Zusammenhänge aller drei
Bereiche untereinander wurden mir um einiges klarer. Der Zeitraum, in dem wir
uns mit der Thematik beschäftigt haben, war für mich ein sehr spannender, weil
E-Government gerade am Anfang steht und sich in dieser Richtung noch einiges
bewegen wird.
Von den durchzuführenden
Aufgaben im PROST waren die Interviews aus meiner Sicht äußerst
aufschlussreich. Zwar konnten teilweise eher wenig neue Informationen bezüglich
Bürgerkarte und E-Government gewonnen werden, dafür aber Einblicke in die
Vorgehensweise der am Konzept beteiligten Personen. Für mich war es sehr
interessant und auch amüsant, wie die Interviewpartner argumentiert haben (oder
auch nicht) und welche Beispiele sie bei ihren Erläuterungen gebracht haben;
Und auch auf Interviewpartner zu treffen, die nervöser wirkten als ich selbst.
Generell fand ich es sehr gut,
dass im PROST immer viel Wert darauf gelegt wurde, Dinge kritisch zu betrachten
und nicht einfach Meinungen widerzuspiegeln, nur weil sie irgendwo publiziert
worden sind. Diesbezüglich ist es schade, dass kaum Diskussionen in der LVA
zustande gekommen sind, das hätte vermutlich auch die anfangs leicht
angespannte Atmosphäre aufgelockert. Ein Grund dafür war vielleicht auch, dass
die Anforderungen nicht ganz klar gemacht wurden, wodurch Unsicherheit entstanden
ist. Grundsätzlich war es sehr positiv, viel Freiraum bei den Tätigkeiten zu
haben, aber eine etwas präzisere Erläuterung der Anforderungen hätte vielleicht
ein paar Divergenzen im Vorfeld beseitigen können.
Abschließend bleibt zu sagen,
dass ich für meinen Teil sehr von diesem PROST profitiert habe, die gewonnen Erkenntnisse werden mir auch über
das PROST hinaus von Nutzen sein. Das Thema ist sehr facettenreich und ich
werde mich auf jeden Fall noch weiter damit befassen.
Ich wurde auf das Projektstudium
zum Thema E-Government aufmerksam, da ich bereits ein Seminar zu diesem Thema besucht
hatte. Die Aufgabenstellung war interessant und die Gruppengröße von 9 Personen
(3 Gruppen a 3 Personen) erschien mir für ein Projektstudium gut gewählt zu
sein. Der Gruppe ELAK zugeteilt kam es mir am Anfang so vor, als würden wir
einfach nicht genug Material zusammenbekommen, um zu diesem Thema genug
ausarbeiten zu können. Darum gestalteten sich die ersten par Termine auch eher
mühsam für unsere Gruppe, insbesondere auch weil die Gruppe Bürgerkarte schon
sehr viel Material im Vorhinein besaß und uns weit voraus war. Je mehr man
jedoch in das Thema einstieg umso klarer wurden die Grenzen von ELAK zu
E-Government allgemein und wir fanden auch genug Quellen um das Thema genau
eingrenzen zu können. Besonders die Interviews, die von uns geführt wurden
brachten sehr viel Klarheit in das Thema und es war sehr interessant mit
kompetenten Leuten auf diesem Gebiet zu sprechen. Am Schluss bekamen wir
letztendlich wirklich einen guten Überblick über unser Thema und sind mit dem
Endergebnis sehr zufrieden.
Anregungen: Die Gruppengröße von
9 Personen ist die absolute Obergrenze, mit der meiner Meinung nach gemeinsam
ein Endbericht verfasst werden kann. Vielleicht wäre es von der Qualität her
besser, jede 3er Gruppe einen eigenen Endbericht verfassen zu lassen.
Es ist meiner Meinung nach nicht
notwendig, sich bei einer derartigen Aufgabenstellung jede Woche zu treffen,
wichtiger erscheint es mir, mehr Termine mit klar definierten
Zwischenergebnissen, die zum jeweiligen Termin zu liefern bzw. zu präsentieren
sind, festzulegen.
Das Konzept Literaturstudium in
Kombination mit Interviews und Fallbeispielen zu verbinden, sollte unbedingt
beibehalten werden da es meiner Meinung nach einen sehr großen Beitrag zur
Qualität unserer Arbeit geleistet hat.
Das Thema E-Government war für
mich zu Beginn des Semesters noch sehr unklar. Ich konnte mir zwar schon
Vorstellen was hinter dem Wort steckt, aber was genau damit gemeint ist wurde
mir erst durch das PROST klar. Die Recherchen zum Thema zeigten erst nach einigen
Wochen, was E-Government in Österreich bereits bedeutet. Durch mein
Gruppenthema ELAK zeigte sich, dass E-Government ein sich ständig entwickelnder
Prozess ist. Obwohl schon seit geraumer Zeit an diesem Verwaltungsumbau
gearbeitet wird, stehen noch viele Schnittstellen offen. Vor allem die
Onlinedienste für den Bürger. Die am raschesten umgesetzte E-Government
Lösungen zeigen sich (wie meist) im Finanzbereich.
Durch die Aufteilung der
Teilnehmer/in in Gruppen, und die Spezialisierung dieser in den einzelnen
Themenbereichen kam es zu einem guten Gesamtbild. Die Berichte unserer
Parallelgruppen gaben mir mehr und mehr ein Gesamtbild des E-Government
Einsatzes in Österreich. Die schwerwiegenden Probleme, bei der Bürgerkarte
zeigten, dass es noch sehr viele offene Fragen und Probleme zu klären gibt. Im
ELAK-Bereich hingegen komme ich zu dem Schluss, dass sich die Verwaltung schon
sehr gut auf den Elektronischen Akt eingestellt hat.
Durch die Interviews zeigte sich
auch die positive Haltung der Behörden zum ELAK. Hier möchte ich auch noch
sagen, dass sich mein Erfahrungsschatz im Bezug auf Interviews durch das PROST
sehr erweitert hat. Ich hatte hier die Chance, mit den Unterschiedlichsten
Menschen über ein Fachthema zu sprechen. Für mich zeigte sich in jedem
Interview, dass man bei ein und der selben Frage die unterschiedlichsten
Antworten bekommen kann, und sich aus der Summe der Antworten erst ein Bild
machen soll.
Im PROST tauchten auch die
üblichen Koordinationsprobleme auf. Es ist enorm schwierig, sich zu
organisieren, wenn man außer dem PROST keinen Kontakt zu seinen Kollegen hat.
Vor allem dann, wenn jeder noch zusätzlich seiner wirtschaftlichen Arbeit
nachgehen muss. Mir ist aufgefallen, dass der Organisationsaufwand hier
ungleich höher liegt, und es schon schwierig ist sich einmal pro Woche zu
treffen.
Ich würde bei
Gruppenaufteilungen unbedingt pro Gruppe einen Gruppenleiter bestimmen, oder
wählen lassen, welcher dann die Aufgaben in der Gruppe koordiniert und auch
aufteilt. Das bedeutet, es gibt für alle nur einen Ansprechpartner.
Zum Endbericht muss ich leider
sagen, dass es bei 8 Leuten – welche sich nur über die UNI kennen – nicht
möglich ist, effizient an einem Bericht zu arbeiten. Es kam für mich schnell zu
einer unübersichtlichen gleichzeitigen Arbeit am Endbericht. Viele Texte wurden
erst nur reinkopiert, und mussten dann von später mühsam umgebessert werden.
Selbst das Ausbessern war nicht einfach, da sich die Stile der Autoren sehr
unterscheiden.
Ich möchte jedoch noch betonen,
dass mit all diesen Problemen auch meine Erfahrungen gewachsen sind, und ich
das PROST gerne gemacht habe.
Ich hatte zu Beginn des
Projektstudiums schon ein wenig mehr Informationen über E-Government, da ich
einerseits bereits im Wintersemester 02/03 ein Seminar zu diesem Thema
besuchte, andererseits selbst schon mit E-Government (finanz.online) in
Berührung gekommen bin. Damals war der Beweggrund sich dieses Thema auszusuchen
Neugier. Das Projektstudium bot mir die Möglichkeit, sich mit dieser Thematik
vertiefender auseinander zusetzen und Informationen zum aktuellen
Entwicklungsstand (gerade die Entwicklung im IT-Bereich geht rasant vor sich)
des E-Government zu bekommen.
Schon damals wurde mir bewusst,
wie extrem umfangreich diese Thematik ist, deshalb habe ich mir auch erhofft,
dass ich mehr durch die anderen Gruppenmitglieder mehr Informationen bekomme,
was im nachhinein auch erfüllt wurde. Meiner Meinung nach hätten wir es auch
nicht geschafft mit der maximalen Teilnehmerzahl das Thema ganz abzudecken. Auf
Grund der Teilnehmerzahl von 8 ist es meiner Meinung nach trotzdem gut gelungen
einen fundierten Bericht abzuliefern. Dies, obwohl sich gerade bei der Arbeit
am Endbericht bereits Probleme bei der Bearbeitung gezeigt hatten. Vielleicht
wäre es besser gewesen ein Dokumentenmanagementsystem (wie sie die
JAVA-Entwicklungsoberfläche eclipse bietet) einzusetzen.
Ein weiteres Problem war die
meiner Meinung nach unnötig aufgetretenen Koordinationsprobleme zwischen den
Gruppen. Der gute Vorschlag eines Kollegen - die Einführung einer allgemein
verbindlichen Formatvorlage - wurde von anderen ignoriert. Stattdessen wurden
im Endbericht alle Texte einfach reinkopiert, wobei die unterschiedlichsten
Formatierungen übernommen wurden. Dies bedeutete wiederum eine Erschwernis,
beim Layoutieren des Berichts.
Auch innerhalb der Gruppe gab es
Probleme bei der Zuständigkeit (Statusreport, Aufgaben,…). Vielleicht wäre es
besser gewesen, wenn pro Gruppe jemand bestimmt worden wäre (z.B. wie beim
Chefredakteur: zuerst feiwillig, ansonsten Bestimmung durch den LVA-Leiter).
Die Spezialisierung in dreier
Teams empfand ich als sinnvoll, da mehr Leute wiederum ein Koordinationsproblem
und 2 Leute ein Zeit Ressourcenproblem darstellen würden.
Sehr positiv empfand ich das
Führen von Interviews mit Verantwortlichen zu unserem PROST-Thema, da durch die
unterschiedlichsten Betrachtungssichten (Entwickler, Juristen, Benutzer,…) eine
differenzierte Betrachtung dieser Thematik möglich wurde. Eine weitere
interessante Tatsache war, dass man zu in und derselben Frage unterschiedliche
Antworten bekam, obwohl die Interviewpartner quasi dieselbe Tätigkeit im
Zusammenhang mit E-Government hatten.
Im Großen und Ganzen bin ich
sehr zufrieden mit dem Ergebnis dieses Projektstudiums, obwohl wir teilweise
nur an der Oberfläche gekratzt haben. Aber zum Beispiel der elektronische Akt
alleine hätte schon gereicht um ein eigenes PROST damit komplett auszufüllen.
Am Anfang stellte sich die
Frage, bekomme ich einen LVA Platz oder nicht? Dieses Problem wurde vom LVA
Leiter schnell gelöst, da bis zur nächsten Einheit jeder Teilnehmer/in ein
Themenbereich von E-government in kurzer Form zu erarbeiten hatte.
Für mich war sehr überraschend,
dass trotz der hohen Anmeldezahl von 22 Personen nur noch 9 Studenten übrig
blieben, dass PROST zu machen. Was ich nicht so toll fand am Anfang war, dass
es von „0 auf 100“ ging. Es mussten von Anfang an, vorgegebene Standards
eingehalten werden. Einerseits muss der LVA Leiter Richtlinien festlegen, andererseits
war es manchmal für uns etwas mühsam.
Aus den kurz zusammengefassten
Themenbereichen wurden 3 Gruppen gebildet, Gruppe Bürgerkarte, Gruppe Elak und
meine Gruppe. Das Thema mussten wir uns noch suchen, was für uns nicht so ganz
einfach war, denn es sollte eine Thematik sein, die genug Perspektive für die
weitere Ausarbeitung hat.
Meine Entscheidung viel zu
Gunsten von E-voting, da nach den Wahlskandalen in Amerika bei uns ein Versuch
an der WU stattfand, wo 20.000 Studenten die Möglichkeit hatten, ihre Stimme
via Internet abzugeben.
Ein Rückschlag für unsere 3
Personen Gruppe war, dass ein Kollege unserer Gruppe, das PROST aus
gesundheitlichen Gründen frühzeitig beenden musste. Eine 2 Personen Gruppe ist
meiner Meinung nach eine Person zu wenig. da für uns viele
Koordinationsprobleme innerhalb der Gruppe auftraten. Mit einer dritten Person
ist man zeitlich flexibler, wie z.B.: bei der Wahl von Interviewterminen. Zu
einem Interview sollte man als Interviewer zu zweit erscheinen, da Fragen
besser geklärt werden können bzw. Themenbereiche qualifizierter behandelt
werden können.
Das wäre ein Rat meinerseits für
den LVA Leiter, die Gruppengröße vielleicht zu erhöhen, falls man wieder
Interviews durchführt. Dieser Punkt ist jedoch schwierig zu bewältigen, da der
Leiter auf die Studierenden angewiesen ist.
Bei gemeinsamen Treffen wurden
Neuigkeiten, Erfahrungen etc. ausgetauscht. Diese Erfahrung, dass die LVA nicht
mehr wie ein vorlesungsartiger Monolog des LVA- Leiters abgehalten wurde, war
sehr positiv für mich. Ich habe schon einige Übungen besucht, jedoch war man
hier nicht sehr gesprächsbereit. So wurde im PROST immer alles besprochen, der
Student musste sich vorbereiten und mitarbeiten!
Ein großer Unterschied ist auch
zu anderen Übungen, dass man lernt, Dinge zu hinterfragen. Eine Eigenschaft,
die im Laufe des Studiums leider teilweise verloren gegangen ist.
Man konnte im PROST lernen, wie
man organisiert und vor allem dokumentiert. Dokumentation ist bei allen Abläufen
sehr wichtig. Der Statusbericht half dem Projektleiter, die Übersicht über die
einzelnen Gruppen zu bewahren. Durch das dokumentieren des Zeitkontos, konnte
man sehen, wie viel Arbeit man in das Projekt investieren musste.
Die Ausarbeitung des Endberichts
gestaltete sich für uns sehr mühsam. Durch die Mischung der Interviewpartner
aus Technik und Politik bzw. Verwaltung konnten wir klare Schlüsse ziehen, wie
es mit E-voting in Zukunft sein wird. Wir mussten jedoch feststellen, dass
manche Personen, die in der Öffentlichkeit stehen und Vorbildwirkung haben
sollten, sich nicht so verhalten haben. Ich möchte hier niemanden an den
Pranger stellen, jedoch bekamen wir relativ schnell Zusagen für Interviews, die
dann aber nicht eingehalten werden konnten. Durch die Verschiebungen kamen wir
unter Zugzwang, da durch das „Vertrösten“ der Interviewpartner unsere
Ausarbeitungen fast zum Erliegen kamen. Aus Fehlern lernt man bekanntlich, so
würde ich die Termine für Interviews früher ansetzen, um hier vielleicht noch
mehr Meinungen einholen zu können, falls die Interviewpartner nicht den
Erwartungen entsprechen.
Die Auswertung der Interviews
wurde rasch durchgeführt, und so konnte der Endbericht termingerecht fertig
gestellt werden.
E-government ist ein Thema mit Zukunft,
besonders für Wirtschaftsinformatiker. Es werden sicherlich in Zukunft einige
Personen im Verwaltungsbereich benötigt, die die Kompetenz von
Wirtschaftsinformatikern zu schätzen wissen.
Ich kann das PROST
weiterempfehlen. Ich habe den Aufwand ein wenig unterschätzt, denke aber doch,
dass der Endbericht ein gutes Dokument ist. Wenn man die einzelnen
Themengebiete durchliest, wird sehr viel an Grundinformation vermittelt.
Ich habe gelernt, ein
wissenschaftliches Dokument zu erstellen. Diese praktische Anwendung kann für
kommende Dokumente wie die Diplomarbeit nur von Vorteil sein.
Ich habe diese Lehrveranstaltung
gewählt weil ich das erstens das Thema E-Government in Österreich sehr
interessant finde und ich noch keine Erfahrungen diesbezüglich gemacht habe.
Zweitens wollte ich unbedingt ein
Projektstudium belegen, welches ohne Programmiertätigkeiten auskommt! Ich hatte
von Anfang an einen Fixplatz für das Prost. Als Voraussetzung für die Teilnahme
musste ein beliebiges Thema aus dem Bereich E-Government ausgearbeitet werden.
Daraufhin sank die Teilnehmerzahl auf 9 Studenten. Das hat mich sehr gewundert,
dass diese Aufgabe für viele Studenten schon zu viel Aufwand war.
Zu Beginn war es ein wenig
schwer das richtige Thema für uns zu finden. Ich habe mich im Rahmen des
Einstiegsthemas mit der Bürgerkarte befasst, jedoch war die Projektgruppe
Bürgerkarte schon vollzählig. Also galt es ein neues Thema für unsere
Projektarbeit zu finden. Dies hat einige Zeit in Anspruch genommen, einige viel
versprechende Themen (wie z.B. Finanz Online oder zahlen.at) schieden wieder
aus, weil sie nicht genug Umfang für eine Projektarbeit besaßen. Nach einiger
Recherche und nachdem leider unser dritter Kollege aus dem Prost ausgestiegen
war, sind wir auf elektronische Wahlen gestoßen. E-Voting hat sich insofern
sehr gut als Thema angeboten weil im Rahmen der Bundespräsidentenwahlen an der
Wirtschaftsuniversität Wien ein E-Voting Wahltest stattfand.
Schon nach den ersten zwei drei
Einheiten war für mich klar, diese LVA läuft anders ab. Herr Dr. Schiffer gab
lediglich die Rahmenbedingungen (Formvorschriften, Termine, Interviews,
Zeitkonten) vor, die von uns einzuhalten sind.
Die Erarbeitung des Themas war uns überlassen, dh wir mussten uns selber
die wichtigen Bereiche erarbeiten und dokumentieren. Jeden Montag in der LVA
wurde immer der aktuelle Status einer jeden Gruppe präsentiert. Die
Diskussion der Themen war sehr wichtig,
weil immer wieder neue Punkte auftauchen, die man selber noch nicht
aufgegriffen hat und essentiell für uns waren.
Ich habe auch festgestellt, dass bestimmte Themenbereiche (z.B. das
Zwei-Phasen Wahlverfahren) sich für mich auf den ersten Blick logisch und
verständlich dargestellt haben, für andere keineswegs sofort verständlich sind.
Hier galt es dann sich noch genauer mit der Materie zu befassen, alles genau zu
durchleuchten und nicht alles für bare Münze zu nehmen.
Die geforderten Statusberichte
und Zeitkonten halte ich für eine sinnvolle Art und Weise zu dokumentieren, was
von jedem geleistet wurde. Auch bei meiner beruflichen Tätigkeit ist dies
unumgänglich und wenn man sich einmal daran gewöhnt hat, ist dies kein
wirklicher Aufwand.
Besonders aufwändig war für uns
die Erstellung der Interviewfragen. Wir haben sie einige Male überarbeiten
müssen. Wenn man noch nie ein Interview geführt hat, ist man sich nicht klar
wie viele Fragen einen guten Rahmen darstellen. Man möchte so viel wie möglich
abdecken. Die Terminplanung war bei uns überhaupt nicht einfach. Zusagen haben
wir von fast allen kontaktierten Personen bekommen. Leider sind einige Termine
verschoben worden, aufgrund Auslandsaufenthalte, Urlaube, Nationalratssitzungen
oder den EU-Wahlen. Letztendlich konnten wir alle geplanten Interviews
durchführen. Sie gestalteten sich alle sehr interessant, vor allem mehrere
Meinungen zu einem Thema kennen zu lernen war sehr aufschlussreich für uns.
Auch beim Endbericht wurden von
Herrn Dr. Schiffer nur die Rahmenbedingungen vorgegeben. Die Ausarbeitung war
wiederum unsere Aufgabe.
Meiner Meinung spricht für E-Voting das
schnelle, von Zeit und Ort unabhängige Wählen und sollte als Ergänzung zum üblichen
Wahlverfahren in Zukunft angeboten werden. Das ich mit dieser Meinung nicht
alleine bin, stellte sich auch bei den Interviews heraus. Dieser Meinung kann
man ein Statement der Schweizer Vizekanzlerin Frau Muralt Müller anfügen. Sie
sagt : „… wenn wir E-Government einführen und den Bürger drängen dieses Angebot
zu nutzen, dann können wir nicht sagen zum Wählen geht ihr wieder in die
Wahlzelle!“ (Die Internetquelle dazu kann ich leider nicht mehr finden. Herr
Krimmer hat im Interview auch dieses Statement von Frau Muralt Müller
angesprochen!).
Das interessante an den vier
Interviews war vor allem festzustellen, wo Personen Schwachstellen und Probleme
orten, denen man persönlich nicht so eine große Relevanz beimisst.
Ich verfolge noch immer die
News-Meldungen zu E-Voting. In der letzten Zeit gibt es häufig Neuigkeiten zu
diesem Thema. Ich finde es schade, weil diese neuen Aspekte für das Prost nicht
mehr von uns behandelt werden (z.B. elektronische Stimmabgabe für vier
Schweizer Gemeinden beim eidgenössischen Urnengang am 26. September; Kritik am
amerikanischen Wahlsystem das bei den Präsidentschaftswahlen zum Einsatz kommen
soll aufgrund nicht lizenzierter Hard- und Software).
Empfehlen kann ich dieses
Projektstudium einem jedem! Unterschätzen darf man es auf keinen Fall, immerhin
zählt es 6 Stunden! Man lernt selbständiges Arbeiten und erhält einen großen
Einblick in einen interessanten Bereich.
Das Projektstudium war für mich
- zumindest zu Beginn - ein Sprung ins kalte Wasser. Der Begriff E-Government
war mir zwar geläufig, aber ich hatte mich noch nicht näher damit beschäftigt.
Daher erschien mir das Thema recht reizvoll, wenn mir auch nicht ganz klar war,
wie der Verlauf des Projektstudiums aussehen würde und was am Ende herauskommen
würde. Das lag wohl vor allem daran, dass die Aufgabenstellung zu Beginn noch
sehr verschwommen war. Gerade darin sehe ich einen großen Pluspunkt des Projektstudiums,
da wir viele Möglichkeiten hatten uns und unsere Interessen einzubringen.
Ich glaube, dass das
Projektstudium für alle Beteiligten eine Bereicherung darstellte. Mir hat die
eigenständige Arbeitsweise gut gefallen, da ich mit Sicherheit ein etwas an
Selbständigkeit und Selbstbewusstsein gewonnen habe. Durch die Arbeitsteilung
in den Gruppen konnte ich Koordinations- und Kommunikationsfähigkeit schulen.
Auch wenn nicht immer alles reibungslos verlaufen ist, so lernt man bei
Gruppenarbeiten doch viel für die Zukunft. Vor allem die Arbeit in der großen
Gruppe war für mich sehr angenehm, da die Arbeitslast gut aufgeteilt war.
Anzumerken ist, dass der Arbeitsaufwand sehr groß war und über das
Stundenausmaß eines Projektstudiums hinausging, allein für das Review lesen
gingen etliche Stunden auf. Dem gegenüber steht natürlich, dass wir die zum
Beispiel die Möglichkeit hatten, den Review-Prozess selbst zu gestalten und
ganz durchlaufen zu können. Ich bin mir sicher, dass dies für die Zukunft sehr
relevant ist. Ich möchte hier noch anmerken, dass wir in der Zeit, die wir in
den Gruppen verbracht haben, immer wieder sehr viel Spass hatten, und mir das
Arbeiten oft recht leicht von der Hand ging. Ich glaube, dass die gute Stimmung
während des Projektstudiums bereits viel aussagt.
Inhaltlich hat mir gefallen,
dass die Recherche sich nicht nur auf Presseberichte gestützt hat, sondern dass
wir auch Interviews führen mussten. Besonders gut hat mir die Durchführung der
Fallbeispiele gefallen, da ich dort die praktische Relevanz des Themas am
Besten erkennen konnte. Durch die Versuche mit der Bürgerkarte erhielt ich gute
Einblicke in die Vorgänge im E-Government. Es war für mich spannend einen
Bereich zu recherchieren, der noch in der Entwicklung steckt und bei dem man
die anfänglichen Probleme bei der
Umsetzung von Ideen erkennen kann. Durch unsere Reflexionen zu diesem Thema
können wir vielleicht an Änderungen mitwirken.
Im Großen und Ganzen bin ich mit
dem Ablauf und dem Ergebnis des Projektstudiums sehr zufrieden und, wenn ich
wieder vor der gleichen Wahl stünde, würde ich mich noch einmal für dieses
Projektstudium entscheiden. Ich glaube, dass das Projektstudium ein Erfolg war.
Grundsätzlich ist zu sagen, dass
dieses Projektstudium eine Bereicherung in diesem Semester darstellte. Man
hatte die Möglichkeit endlich eigenständig zu arbeiten und dies auch außerhalb
der Uni und das trotzdem mit ausreichender und angemessener Unterstützung durch
den Lehrveranstaltungsleiter.
Der Begriff E-Government hatte
vor diesem PROST zwar eine gewisse Bedeutung für mich, allerdings habe ich mich
nie intensiv damit beschäftigt. Man wusste was es ist, aber nicht, welche Vor-
und leider auch Nachteile es für den Bürger bringen wird. Ehrlich gesagt war
ich sehr froh, dass ich mich mit dem Teilbereich Geo-Government beschäftigen
konnte, denn immerhin ist dieser Bereich einer der Schwerpunkte in unserem
Studium. Durch die Interviews, die wir geführt haben, konnte man endlich
Personen kennen lernen, die tatsächlich in diesem Gebiet arbeiten und
Entscheidungen treffen.
Selbstverständlich waren diese
Interviews eine Bereicherung, aber leider waren sie auch sehr zeit- und
kostenintensiv. Die Zeit, die wir in Wien und an den anderen Orten unserer
Interviews verbrachten, konnten jene Stundeten, die in den Genuss gekommen
sind, dass ihnen ein PROST-Thema vom Universitätsleiter verschafft wurde, dazu
nutzen, um an ihren Diplomarbeiten und etwaigen anderen Projektarbeiten zu
arbeiten. Leider ist anzumerken, dass der Zeitaufwand, den wir für dieses
Projektstudium hatten, sicher zu hoch ist und uns in unserem Studium dieser
Semester sicher beeinträchtigt hat.
Nach der Zusammenlegung der
beiden Vierergruppen hat sich das Arbeitsklima minimal verschlechtert. Dies ist
allerdings verständlich, da es leichter ist, vier Studenten zu koordinieren,
die bereits öfters zusammengearbeitet haben und aufeinander abgestimmt sind.
Durch die größere Gruppe entstanden automatisch Koordinationsprobleme, denn
einmal konnte jener nicht in der Uni erscheinen und dann wieder der andere
nicht. Außerdem kann man nicht erwarten, dass sich in einer Acht-Mann-Truppe
alle auf demselben Niveau bezüglich Rechtschreibung, Grammatik und vor allem
Arbeitsmoral befinden. Aber vielleicht gehört auch diese Entwicklung zu einem
Lernprozess, der uns in naher Zukunft sich helfen wird, wenn wir in Teams
arbeiten müssen, mit Personen die wir nicht kennen und auf die wir uns erst
einstellen müssen.
Wir haben uns aber doch noch
zusammengerauft und meiner Meinung nach einen annehmbaren Bericht erstellt.
Außerdem hat sich das Arbeitsklima mit der Zeit deutlich verbessert und im
Nachhinein muss ich sagen, dass die Zusammenarbeit auch ihre guten und
humorvollen Seiten hatte.
Die Tatsache, dass der Bericht nicht
nur für uns und den Lehrveranstaltungsleiter geschrieben wurde, hat den Druck,
unter dem wir standen nicht gerade gemindert. Vielmehr haben sich dadurch alle
bemüht, nach Möglichkeit ihr Bestes zu geben.
Abschließend bleibt zu sagen,
dass, obwohl dieses PROST im Gegensatz zu anderen Projektstudien, die an dieser
Uni durchgeführt wurden, sehr zeitaufwendig war, ich mich wahrscheinlich wieder
dafür entscheiden würde. Die Vorteile die man daraus ziehen kann überwiegen mit
Sicherheit die Nachteile. Außderdem ist die Entwicklung, die man während dieses
Zeitraumes durchmacht, in Hinblick auf Teamarbeit, Kontakten zur Wirtschaft und
Behörden usw. im weiteren Leben sicher hilfreich. Trotzdem muss ich zugeben,
dass ich mich nicht noch mal dazu überreden lassen würde, den Chefredakteur zu
„spielen“. Hin und her gerissen zwischen Gutmütigkeit - wenn einzelne
Gruppenmitglieder immer wieder wichtige, Dinge zu erledigen haben oder private
Probleme zu bewältigen haben und deshalb keine Zeit für das PROST haben - und dem inneren Zorn, der einen überkommt,
wenn man Dokumente erhält, die weder inhaltlich dem Geforderten entsprechen,
noch stilistisch an ein Maturaniveau auch nur herankommen.
Aber - wie bereits gesagt - wir
haben eine Lösung für unsere Probleme gefunden und die Zusammenarbeit hat ein
Dokument entstehen lassen, mit dem wir alle zufrieden sind.
Ich habe mich für dieses
Projektstudium entschieden, da mich das Thema „E-Goverenment“ stark
interessierte. Um ehrlich zu sein, war mir dieser Begriff zuvor noch nicht
geläufig und damit meine ich vor allem wie weit gedehnt dieser Ausdruck werden
kann. Doch nach einigen Recherchen und Medienberichten war mir sehr schnell
klar, dass es sich bei diesem Thema um einen sehr interessantes Projektstudium handeln
wird.
Ein weiterer Punkt, der mir
persönlich recht gut gefallen hat, war das man in diesem Fach die Gelegenheit
hatte mir der „realen“ Welt in Verbindung zu stehen. Leider laufen sehr viele
andere Lehrveranstaltungen nur eher theoretisch ab und der Bezug zur Praxis
leidet meistens stark darunter. Es brauchte natürlich schon einen gewissen
organisatorischen Aufwand um all die Interviews und Telefonate zu koordinieren,
aber generell hat dies in unserer Gruppe wunderbar funktioniert. Einige
Diskussionen fielen zwar manchmal etwas heftiger aus, aber das ist meiner
Meinung nach ganz normal.
Ging ich am Anfang des Projektes
noch ziemlich euphorisch mit dem Thema des „E-Governments“ um, so musste ich
doch recht bald feststellen, dass dieses so oft angepriesene Modell doch bei
weitem noch nicht so ausgereift ist, wie es von
vielen Seiten zu hören war. Vor allem die Campusdiskussion in Linz
weckte in mir die Neugier, in wie weit E-Government in der „realen Welt“
verbreitet ist. In Linz zumindest hatte man den Eindruck, dass die Anwendung
dieses Konzeptes schon gang und gebe sei.
Auch auf Bundes- und Landesseite könnte man eher euphorische Parolen wie
„365 Tage im Jahr und 24 Stunden rund um
die Uhr“ vernehmen. Als wir in unserer
Gruppe diese Aussagen dann etwas differenzierter betrachteten, war uns sehr
schnell klar, dass viele Versprechen im momentanen Zustand noch nicht haltbar
sind. Weiters war es für mich persönlich
doch teilweise sehr erheiternd wie unwissend manche Gemeinden auf die von uns
gestellten Fragen über E-Government reagierten. Ein Beispiel dafür wäre, dass
uns die entstehende „Gemeindehomepage“
sehr oft bereits als
E-Government Anwendung verkauft wurde. Auch die Tatsache, dass unsere Gruppe
die einzeige Person mit einer Bürgerkarte im
Bezirk Liezen stellte, gab uns
sehr zu denken. Kurzum hat mir
dieses Praktikum sehr viel Spaß gemacht. Das Thema war interessant, die Gruppe
gut organisiert und die Motivation hoch. Ich denke obwohl wir in diesem Fach
recht frei und individuell arbeiten konnten, ist durchaus ein akzeptables
Ergebnis entstanden.
Ich bin, bevor wir die Gruppen
zusammengelegt haben, in der Gruppe für E-Government allgemein und Bürgerkarte
gewesen. Dieses Themenbereich fand ich interessanter als den über die GIS-bezogenen
E-Governmentanwendungen. Ich wusste jedoch vorher nicht, was eigentlich von der
Bürgerkarte zu erwarten war, da ich meist nur am Rande davon gehört hatte.
Ehrlich gesagt hatte ich mir von
E-Government, hier insbesondere von der Bürgerkarte, mehr erwartet als sich
dann in Wirklichkeit ergeben hat. Ich hatte zumindest erwartet, dass mehr als 1
Person im ganzen Bezirk Liezen (und diese ist aus der Bürgerkartengruppe) eine
Bürgerkarte besitzt. Ernüchternd kam noch hinzu, dass mit dieser praktisch Nichts
wirklich durchgeführt werden konnte. Auch die relativ hohen Kosten für die
Anschaffung eines funktionierenden Bürgerkartensystems (Bürgerkarte, Lesegerät,
Software) haben meinem anfänglichen
Enthusiasmus wohl eher gedämpft.
Meine Aufgabe in der Gruppe war
größtenteils die Recherche über das Allgemeine E-Government wie auch die
Verarbeitung der Tonmittschnitte der Interviews mit den verschiedenen
Interviewpartnern (bei den Gemeinden, dem Land, etc) in Textdokumente. Da ich
neben dem Studium als Vermesser arbeite, war mein Terminplan bedauerlicherweise
meist voll wenn es um die Durchführung eines Interviews ging. Aber die
Tonaufnahmen der Interviews, die ich niedergeschrieben habe, haben mir einen
recht guten Einblick darüber gegeben, wie weit E-Government in Wirklichkeit ist
(oder in den meisten Fällen eher, wie weit es noch lange nicht ist). Auf
Landesebene klang man recht zuversichtlich über die bereits vorhandenen
Benutzungsmöglichkeiten, wohingegen in den Gemeinden, je kleiner sie waren,
desto weniger, nur wenig Beachtung für E-Government übrig war. Dies liegt wohl
auch nicht zuletzt daran, dass die Gemeinden selbst für die Entwicklung von
E-Governmentlösungen zuständig sind und sie dafür keinerlei Förderung, weder
beim Erstellen noch bei der Ausbildung der Mitarbeiter, vom Bund bzw. Land zur
Verfügung gestellt wird. Eine Aussage die mich hierbei recht fasziniert hat,
kam von Herrn Dr. Widowitz aus Zeltweg. Obwohl sie als Vorreiter im Bereich
E-Government zu betrachten sind, befindet sich die Anzahl der aktuellen
Benutzer im Promillebereich (und diese Wenigen sind oft ausländische Gemeinden,
die sich über die Möglichkeiten / Umsetzungen von Zeltweg informieren wollen).
Die Gruppe hat, meiner Meinung
nach, recht gut zusammengearbeitet und ein gutes Ergebnis erzielt. Ich glaube
jedoch nicht, dass E-Government wirklich aktiv benutzt werden wird, solange
noch relativ wenig Anwendungen überhaupt damit möglich sind und so hohe
Anschaffungskosten bestehen (zusätzlich zu den jährlichen Gebühren).
Meiner Meinung nach ist ein
achtstündiges Projektstudium in der finalen Studiumsphase nicht zweckmäßig. Die
Möglichkeit mit der Bearbeitung der Diplomarbeit parallel zum regulären
Studiumsbetrieb zu beginnen wurde uns durch das PROST fast zur Gänze genommen.
Mir ist schon klar, dass es keinen Rechtsanspruch gibt die Diplomarbeit schon
während des letzten Semesters zu beginnen. Ich halte es dennoch für sinnvoll,
und hätte es begrüßt, wenn eine derart aufwändige Lehrveranstaltung in den
vorherigen Semestern abgehalten worden wäre.
Da ich nicht zum „ausgewählten“
Kreis von Studenten gehöre der mit einem individuellen Thema für ein
Projektstudium durch den Studienleiter bedacht wurde, habe ich mich für das
Projektstudium E-Government entschieden. Außerdem habe ich nicht die Zeit
gefunden, mich kurzfristig um ein eigenes interessantes Thema zu kümmern.
Die Wahl des Themas E-Government
hat sich im Laufe der Zeit immer mehr als goldrichtig erwiesen. Einerseits ist
die Thematik durchaus aktuell und zukunftsweisend, andererseits wurde uns damit
die Möglichkeit gegeben uns mit einem potentiellen Betätigungsfeld für G-tec
Absolventen auseinanderzusetzen. Die Art und Weise wie die Lehrveranstaltung
geführt wurde, hat voll und ganz meinen Erwartungen entsprochen. Es wurde hohe
Eigenverantwortung und Selbstorganisationskompetenz was die Projektbearbeitung
betrifft von den einzelnen Gruppenmitgliedern gefordert. Dennoch hatte ich nie
das Gefühl der mangelnden Unterstützung durch den Lehrveranstaltungsleiter. Ich
möchte ganz im Gegenteil das persönliche Engagement des LV-Leiters besonders
hervorheben. Speziell die Kontakte und Erfahrungen durch die Interviews vor Ort
waren eine sehr gute Erfahrung für mich. Es ist nur Schade, dass dies nahezu
der einzige Kontakt zur „Außenwelt“ während der gesamten Studienzeit war.
Der Aufwand war sowohl in
zeitlicher als auch in finanzieller Hinsicht enorm. Die finanzielle Belastung
aufgrund der Reisekosten zur Durchführung der Interviews war groß, was mich als
berufstätigen wahrscheinlich viel weniger berührt als meine Studienkollegen.
Der zeitliche Aufwand hingegen stellte für mich eine fast unüberwindbare Hürde
dar. Dennoch ist es mir gelungen (auf Kosten meines noch verbliebenen
Urlaubsanspruches), vor allem durch die hohe zeitliche Flexibilität meiner
Gruppe diese Hürde zu meistern.
Die Gestaltung von zunächst zwei
Gruppen die sich mit E-Government und E-Government im Gis-Bereich befasst haben
halte ich nach wie vor für optimal. Die Gruppengröße von vier Personen
entspricht ebenfalls meinen Vorstellungen. Die Idee beide Gruppen kurz vor Ende
des PROST zusammenzuführen und einen gemeinsamen Bericht anzufertigen sehe ich
etwas kritisch. Es entspricht ganz einfach der Realität, dass es wesentlich
leichter ist vier Personen zu finden die auf ungefähr gleichem Niveau agieren,
als acht Personen. Vor allem dann, wenn man bereits einige Wochen mit drei
Kollegen an einem Projekt und nach bestimmten Vorstellungen der Gruppe zusammen
arbeitet, wird es schwierig, eine andere Gruppe mit zum Teil ganz anderen Vorstellungen
zu integrieren. Die mangelnde Leistungsbereitschaft einzelner führte daher auch
zu einigen Unstimmigkeiten innerhalb der Gruppe. Diese konnten aber zum
Großteil ausgeräumt werden, und ein Endbericht in wie ich meine akzeptabler
Qualität erstellt werden. Daher sehe ich das gesamte PROST im Nachhinein doch
sehr positiv und vor allem als sinnvolle Lehrveranstaltung mit entsprechendem
Praxisbezug.
Anfangs konnte ich mit dem
Begriff „PROST“ nicht viel anfangen. Erst als uns Herr Dr. Schiffer genaue
Details über den Charakter dieser Lehrveranstaltung vermittelt hat, wurde mir
klar, auf welche Schwerpunkte hier Augenmerk gelegt wird. Beide vorgeschlagenen
PROST-Themen, „Software Project Hosting“ und „E-Government in Österreich“, übten
einen großen Reiz auf mich aus. Nach längerer Überlegung entschied ich mich für
das PROST mit dem Thema „E-Government in Österreich“. Ausschlaggebend für diese
Entscheidung war die Möglichkeit, in eine politisch sehr aktuelle und angesagte
Thematik Einblick zu erlangen und deren aktuellen Stand erörtern zu dürfen.
Außerdem finde ich es sehr reizvoll, eine Thematik mit der man sonst nur als
Benutzer in Kontakt steht, genauer zu betrachten.
Nachdem ich die für mich sehr
schwierige Themenwahl hinter mich gebracht hatte, begannen wir in unserer
Gruppe mit dem Herausarbeiten der wichtigsten Teilaufgaben betreffend unseres
PROST-Themas „E-Government in Österreich“. Diese Tätigkeit in der Anfangsphase
des PROST war für mich sehr wichtig, da ich mir nun eine konkrete Vorstellung
über den Ablauf und den Umfang der Lehrveranstaltung machen konnte. Schon nach
kurzer Einarbeitungszeit in unsere Thematik „E-Government“ wurde mir klar, dass
dieser so oft gebrauchte und einfach erscheinende Begriff einen recht komplizierten
und technisch ausgeklügelten Hintergrund aufweist. Ich persönlich fand sehr
gut, dass uns Herr Dr. Schiffer immer wieder aufforderte, mehr Praxisbezug in
unser Projektstudium zu bringen (Durchführung von Fallbeispielen,
Interviews,...). Vor allem die Durchführung der Interviews mit Repräsentanten
der verschiedensten Gebietskörperschaften (Gemeinde, Land,...) und Vertretern
der Wirtschaft (JoWooD, LKW Walter,...) war für mich etwas ganz neues, da ein
Praxisbezug in dieser Art zum ersten Mal während meiner Studienzeit verlangt
wurde.
Nach der Auswertung der
Interviews und einer intensiven Einarbeitung in die Thematik „E-Government“
zeigte sich, dass dieser Begriff trotz seiner Aktualität und seines politischen
Gewichtes oftmals nicht richtig zugeordnet werden konnte und speziell auf
Gemeindeebene ein Informationsnachholbedarf besteht. Die Realität zeigte mir
weiters, dass viele der angekündigten E-Government Angebote noch nicht genutzt
werden können. Die wenigen bereits realisierten Angebote funktionierten erst
nach dem meiner Meinung nach zu komplizierten Einrichtungsprozess der
Bürgerkartenumgebung (Lesegerätinstallation, Softwareinstallation,
Zertifikate,...). Dieser ist in seinem momentanen Zustand für einen
Normalbürger sehr schwer durchführbar. Neben dieser Kritik, welche speziell die
Benutzerseite des E-Governments betrifft, will ich allerdings anmerken, dass
ich den Aufbau des E-Government Gesamtkonzeptes doch als gut gelungen
empfinde.
Abschließend möchte ich noch
feststellen, dass das PROST meine persönlichen Erwartungen erfüllt hat und mir
die Arbeit in meiner Gruppe, der neuartige Praxisbezug und das Erreichen eines
umfangreichen Endergebnisses sehr gefallen haben.
Zu Beginn des PROST hatte ich
kaum Vorstellungen darüber, was E-Government im Detail bedeutet. Deshalb war
dieses Thema für mich sehr interessant. Es war spannend, durch die geführten
Interviews herauszufinden, ob das im Internet recherchierte dem aktuellen Stand
der Dinge entsprach. Von der großen Unterstützung und dem öffentlichen
Interesse am Endergebnis unseres PROST war ich sehr überrascht. Solange wir in
den kleineren Gruppen (vier Personen) arbeiteten, funktionierte die
Arbeitsaufteilung sehr gut und wir machten sehr schnell fortschritte. Durch die
Zusammenlegung der Gruppen wurde der Arbeitsprozess sehr verzögert. Das Thema
E-Government ist sehr umfangreich, was sich auch in unserem Zeitkonto
widerspiegelt. Meiner Meinung nach gehört das PROST auf jeden Fall in das
siebente Semester, da es im Vergleich zu anderen PROST unseres Semesters einen
enormen Zeitaufwand darstellt. Im achten Semester möchte man sich neben den
Lehrveranstaltungen auch den Vorbereitungen der Diplomarbeit widmen. Das war
durch den großen Zeitaufwand des PROST und der Vielzahl an Lehrveranstaltungen
im achten Semester kaum möglich. Inhaltlich hat das PROST meine Erwartungen
übertroffen. Jedoch war die Gruppenarbeit in den kleineren Gruppen effizienter.
Das Review war sehr anstrengend, da es acht Meinungen in Einklang zu bringen
galt.
Meine Kenntnisse im Bereich
E-Government waren zu Beginn des PROST eher gering, da ich mich vorher noch nie
ernsthaft mit der Materie auseinandergesetzt habe. Ich denke aber schon, dass
man einen Überblick über die angebotenen Dienste und über die Hintergründe
haben sollte, weil E-Government früher oder später Teil unseres täglichen Leben
sein wird.
Die meisten E-Government-Dienste
befinden sich noch in der Entwicklung und es gibt kaum fertige Anwendungen, die
in Anspruch genommen werden können. Vielleicht ist gerade deswegen unsere
Meinung, die wir im Endbericht niedergeschrieben haben sehr interessant für
Personen, die für die Realisierung des E-Governments in Österreich zuständig
sind. Die breite Masse hat sich ja noch nicht mit dem Thema beschäftigt und so
gibt es wahrscheinlich noch nicht all zu viel konstruktives Feedback.
In dem Bereich Geo-Government,
mit dem ich mich näher beschäftigt habe, ist es praktisch so, dass es überhaupt
keine fertigen E-Government-Anwendungen gibt. So haben wir sehr viel Zeit in
Recherchen investiert, wo wir versucht haben zu klären was, wie, wo, von wem
geplant und realisiert wird. Für mich persönlich entstand so der wichtigste
Teil des PROST. Nämlich die Interviews mit Entscheidungsträgern im Bereich
Geo-Government. Die Interviews haben sehr viel Spaß gemacht! Es ist sehr
angenehm, wenn man einmal vom Computer wegkommt um direkt mit betroffenen
Personen zu sprechen, die man ansonsten nur von Google her kennt. Zumal fast
alle Personen mit denen wir gesprochen haben wirkliche Kapazitäten im Bereich
GIS und Geo-Government sind. Es ist sicher kein Nachteil, wenn man diese
Personen einmal persönlich kennen lernt.
Interessant war auch, dass sich
unsere Interviewpartner alle sehr gut kannten und immer wissen wollten, was uns
in den anderen Interviews bereits erzählt wurde, obwohl sie in den
verschiedensten Bundesländern tätig waren. Es waren auch alle Interviewpartner
angetan von unserem Interesse im Bereich Geo-Government und somit immer bereit
uns für die Interviews zur Verfügung zu stehen. Der Fragebogen, den wir für die
Interviews vorbereitet hatten, war nicht wirklich notwendig. Wichtig war, dass
man einen guten Überblick über das Thema hatte, über das man sprechen wollte.
In der Praxis war es so, dass man mit dem Interviewpartner ein Gespräch führte
in dem alles beantwortet wurde und kein Frage-Antwort Dialog.
Alles in allem war das PROST
sehr zeit- und kostenaufwendig alleine schon durch die Fahrten zu den
Interviewpartnern, die in den verschiedensten Teilen Österreichs tätig sind.
Ich glaube schon, dass sich diese Aufwände gelohnt haben. Neben dem
Know-How-Gewinn in Sachen E-Government kommt ein sozialer Gewinn, in dem man
wirklich interessante Menschen und deren Meinung kennen gelernt hat.
Zu Beginn des Projekstudiums war
für mich nur klar, dass wir uns mit OpenSource-Software auseinandersetzen und
die Qualität von ausgewählter Software beurteilen werden. Prinzipiell ein interessantes
Thema, jedoch wurde die genaue Aufgabenstellung auch in den ersten
Projektstudiumsstunden nicht exakt beantwortet. Erst mit der Zeit und nach
mehreren Wochen hat sich eine Vorgehensweise etabliert und es wurden
grundlegende Richtlinien für den Abschlussbericht festgelegt. Nachdem alle anfänglichen
Unklarheiten, die benützten Tools vorgestellt und die schlussendlichen Gruppen
eingeteilt wurden, begann die eigentliche Arbeit am Projektstudium. Die
Zusammenarbeit in der Gruppe kann als positiv hervorgehoben werden, da sich
jeder mit seinen Meinungen, Kritiken und Vorschlägen in die gruppendynamischen
Prozess einbrachte. Nachdem schließlich auch die Probleme mit der Schwierigkeit
der Benützung der Software (im Speziellen beim X) beigelegt wurden konnten in
Zusammenarbeit mit der Gruppe effizient gearbeitet werden. Das ausgesucht
Projekt Columba erwies sich als idealer Untersuchungsgegenstand, da es zwar die
am Beginn der Lehrveranstaltung geforderte Komplexität aufwies, jedoch zu
keiner Zeit als nicht analysierbar galt. Der Source-Code war für mich einfach
zu lesen, die Metriken von X und X überwiegend gut zu verstehen und so war es
keine Überraschung, dass ich mich bei der Analyse des Codes mit dem X
zurechtfand.
Die Analyse von Software war für
mich ein gänzlich neues Thema dem ich mich bis jetzt noch nicht gewidmet habe.
Im Rahmen dieser Lehrveranstaltung konnte ich jedoch einen kleinen Einblick
gewinnen. Das Thema der Lehrveranstaltung war für mich also interessant und
auch für die Zukunft anwendbar. Einziges Manko der Lehrveranstaltung war die
mangelnde Organisation. Es stand die meiste Zeit nie fest, was bis zum nächsten
Termin auszuarbeiten war. Auch die e-mails wurden seitens des Lehrveranstaltungsleiters
oftmals sehr spät beantwortet.
Alles in allem war das
Projektstudium lehrreich und die Inhalte für die Zukunft praktisch anwendbar.
Zu Beginn des Projektstudiums
war mir eigentlich überhaupt nicht klar, außer dass es sich um etwas mit Open
Source Software handelt, was eigentlich zu tun ist und was schlussendlich als
Ergebnis des Projektstudiums herauskommen sollte. Es wurde einem zwar schnell
einmal klar, dass es in dem Projektstudium um die Beurteilung der Qualität von
ausgewählter Software, mit Hilfe von verschiedenen Werkzeugen gehen wird,
jedoch wurde meiner Meinung nach die genau Aufgabenstellung und das genaue
Ergebnis in den ersten Wochen nicht wirklich transparent. Erst mit der
Vorstellung der Werkzeuge und dem damit verbundenen Beginn unserer Beurteilung
der ausgewählten Open Source Software kam etwas Licht ins Dunkel. Ab diesem
Zeitpunkt war auch ersichtlich, wie das Ergebnis auszusehen hat.
Das Arbeiten in der Gruppe
funktionierte sehr gut und auch der ausgewählte Untersuchungsgegenstand
(Columba) war in Ordnung, obwohl er zwar die Anforderungen an die Anzahl der
Klassen oder an die Anzahl der Codezeilen deutlich überschritt, jedoch der
Source Code eher leicht zu lesen war. Außerdem wurde man durch X bzw. den X,
nachdem man sich mit ihm näher beschäftigt hat, sehr gut unterstützt. Das
Bewerten der Qualität von Software war für mich ein gänzlich neues Thema. Durch
das Projektstudium habe ich aber sicherlich einen groben Einblick in die
Materie der Qualitätsbewertung bekommen, und ich glaube auch, dass ich die
Inhalte des Projektstudiums später durchaus benötigen kann.
Daher kann ich mit Sicherheit
sagen, dass die Lehrveranstaltung interessant war, jedoch sollte bei einem
ähnlichen Projektstudium versucht werden schon zu Beginn die Aufgaben und das
erwartete Ergebnis genau zu definieren.
Das PROST hatte Höhen und
Tiefen, aber im Endeffekt hat es mir sehr gut gefallen.
Am Anfang war die Ratlosigkeit.
Nach den mehr oder weniger interessanten Referaten, die sich oft in die Länge
zogen und den Diskussionen über Kleinigkeiten war oft nicht klar, was
eigentlich zu tun ist. Auch die ungenauen Aufgabenbeschreibungen haben den
Beginn der effektiven Arbeit hinausgerückt.
In einer Einheit wurde dann das
ISO-Modell vorgestellt und es wurden konkrete Aufgaben gegeben: wir müssen ein
Qualitätsmodell entwickeln, aber die Metriken eigenen Kategorien zuordnen. Aha,
eh nicht mehr.
Als nächster Punkt wurde das
Qualitätsmodell entwickelt, was vor allem durch die vielen Metriken viel Zeit
in Anspruch nahm. Das Excel-Dokument war das Ergebnis und ist ein erster Anfang
für ein ernsthaftes Qualitätsmodell, im jetzigen Status ist es natürlich noch
zu unausgereift.
Das Abschlussdokument war noch
einmal viel Arbeit und am Ende des Semesters ist das nicht mehr einfach. Eine
Verbesserung wäre, die Struktur des Enddokuments früher festzulegen, wir
wollten einige Male beginnen und es hat dann wieder nicht richtig gepasst.
Das selbstständige Arbeiten und
die Eigeninitiative ist immer eine Herausforderung, es liegt natürlich an den
Gruppenkollegen. Das Arbeiten in unserer Gruppe war angenehm, aber sechs
Personen sind die Obergrenze für so eine komplexe Aufgabe, die man nur schwer
aufteilen kann; die Terminfindung war immer ein schwieriges Thema.
Der beste Teil des PROST war das
Kennenlernen der Werkzeuge. Vor allem der X ist sehr leistungsfähig und es war
sehr interessant, mit so einem Produkt arbeiten zu können. Von X war ich nicht
so begeistert, das liegt weniger am Konzept als an der Realisierung.
Wie bei den meisten
Lehrveranstaltungen war es für mich zu Beginn etwas unklar, was genau erwartet
wird und was das Ziel der LVA ist. Immerhin gab es eine vergleichsweise
ausführliche Homepage an der ich mich etwas orientieren konnte. Die Qualitätsanalyse
von Software war mir vorher nur aus der Theorie bekannt bzw. praktisch durch
die Testphase in der Softwareentwicklung.
Es hat dann doch einige Zeit gedauert, bis mir und der Gruppe klar war,
wie die Aufgabenstellungen genau umgesetzt werden konnten. Dazu waren auch
einige Diskussionen in der Gruppe notwendig. Die Gruppenarbeit selbst war sehr
angenehm, da fast immer alle Teilnehmer/in bei den, manchmal sehr langen,
Treffen anwesend waren und die Arbeit gut aufgeteilt werden konnte. Bei den
Gruppentreffen wurden vor allem die einzelnen Metriken, die von X und X
stammten, diskutiert. Da jede einzelne Metrik verstanden, gewichtet und
eingeordnet werden musste, fand ein reger Wissensaustausch statt. Die Wahl von
Columba als Untersuchungsgegenstand machte die Arbeit ebenfalls angenehm, da
wir es mit einem halbwegs ausgereiften und umfangreichen Programm zu tun
hatten, wo sich der Nutzen und die Grenzen mancher Werkzeuge zeigten.
Der Code ließ sich relativ
leicht nachvollziehen, da ausreichend Kommentare ausreichend vorhanden sind und
der Quelltext gut gegliedert. Die Kommentare fallen zwar in unterschiedlichem
Stil aus, was aber weiter nicht stört. An manchen Stellen finden sich Hinweise
über „hacks“, was deutlich macht, dass
unter den Programmierern ein Wille zu Qualitätsverbesserung, wo man noch nicht
zufrieden ist, herrscht. Entsprechend niedrig wurde dieser Punkt auch
gewichtet.
Insgesamt war die LVA sehr
lehrreich für mich. Es freut mich außerdem, dass der Inhalt der LVA absolut
aktuell ist, da statische Code-Reviews und Qualitätsmodelle zur Verbesserung
der Software Qualität in jeder besseren IT-Zeitschrift derzeit ein großes Thema
sind.
Ich bin mit sehr hohen
Erwartungen in das PROST gegangen. Es war schon lange mein Wunsch ein größeres
populäres Projekt "von Innen" zu sehen. Wie arbeiten die Entwickler
dort? Ist das mit dem was ich selbst mache in der Qualität vergleichbar und nur
ein bisschen größer, oder sind dort Entwickler am Werk, die mit anderen Wassern
gewaschen sind.
Ich hatte immer die richtig
großen Projekte im Kopf. Mozilla oder OpenOffice. Gleich am Beginn des PROST,
als wir die Projektauswahl diskutiert haben, wurde klar, dass wir ein nicht
ganz so großes Projekt nehmen müssen um den Arbeitsaufwand beherrschen zu
können. Wir haben uns letztendlich einer anderen Gruppe angeschlossen, weil
deren Projekt 'Columba' noch interessanter als unser eigenes 'WinMerge'
war. Die ersten Termine mit der
Vorstellung der Werkzeuge und Methodikansätze waren sehr nützlich. Ich hatte
davor, bis auf ein paar Ausnahmen, nicht gewusst dass es diese Metriken gibt,
bzw. dass derartige Werkzeuge erhältlich sind. Hier also der erste Gewinn für
mich. Diese Erfahrungen werde ich in mein Handwerkzeug einfließen lassen.
Aber: Bei den Präsentationen der
Metriken am Beginn gab es einige Vorkommnisse wo wir Studenten selbstkritisch
darüber nachdenken sollten. Da wurden von Studenten in den Vorträgen Aussagen gemacht, bei denen man
auch als Laie erkannt hätte, dass da niemand in der Gruppe auch nur ansatzweise
darüber nachgedacht hat, was das bedeutet oder wie das zu interpretieren ist.
Da werden Aussagen aus der Literatur übernommen, ohne dass jemand fragt:
"Ja gut. Aber was bedeutet dass eigentlich?" oder "Ist die
Metrik gut, wenn der Messwert hoch ist oder wenn er niedrig ist?".
Die darauf folgende Phase der
Definition eines 'Vorgehensmodells' war für mich die Phase in der ich etwas
unsicher war, ob wir das erfolgreich beenden werden. Aus Erfahrung weiß ich,
dass ich persönlich bei stark unstrukturierten Aufgabenstellungen nicht
produktiv arbeiten kann. Mir fallen Aufgaben leichter, wenn man schriftlich das
Vorgehen in Phasen mit genau definierten Zielen und Zwischenergebnissen
definiert.
Für mich einer der wichtigsten
Punkte überhaupt: Alle Teammitglieder müssen sich über Ziele, auch
Zwischenziele, 100% im Klaren sein. Das muss schriftlich definiert sein.
Ein kleiner Betrag hätte sein
können, wenn jemand der das kann, ein offizielles Protokoll der Sitzungen
angefertigt hätte. Inhalt: Was wurde besprochen und entschieden? Was ist bis
zum nächsten Termin zu erledigen? Wir haben uns aber dann konsolidiert und die
Qualität im Vorgehen wurde mit jedem weiteren Termin immer besser. Die
Präsentation der Qualitätsmodelle war dann wieder ein Gewinn. Die Ergebnisse waren
doch unterschiedlich, und nicht zuletzt dadurch interessant.
Am Ende des PROST waren dann
eigentlich alle Bedenken wegen des Vorgehens vergessen. Die vorgegebene
Gliederung des Endberichts ist ein gutes Beispiel. Da brauchten wir als Gruppe
nicht mehr darüber diskutieren was erwartet wird. Die Gliederung war vom
LVA-Leiter erarbeitet, da waren die Ziele sowieso glasklar. Aber auch wenn wir
die Gliederung selbst erarbeitet hätten und uns dann alle darauf 'committed'
hätten, wäre es gut gewesen.
Fazit - Das PROST war für mich
in folgenden Bereichen nützlich: Statische Codeanalyse, Erarbeitung eines
Qualitätsmodells und auch im Hinblick auf Projektabwicklung. Vieles davon wird
direkt in mein eigenes Vorgehen beim Software Engineering eingehen oder es wurden
zumindest Impulse gesetzt in welche Richtungen man weiterdenken kann. Super!
Zweites Fazit - Zu meiner Frage
vom Beginn. Wie steht es um die Open Source Software? Ich würde mir - durchaus
selbstbewusst - zutrauen, dass ich in diesen Projekten einen wertvollen Beitrag
leisten könnte.
Erstens habe ich ein besseres
Verständnis für den Zusammenhang der Klassen und Packages in einem für mich
größeren Softwareprojekt bekommen. Zweitens habe ich durch die X- und Xregeln
einen Einblick in einen besseren Programmierstil (auch Vermeidung von
bestimmten Fehlern) bekommen. Man geht einmal von der anderen Seite heran,
nicht als Programmierer, sondern als „Beurteiler“ einer Software, was deutlich
mehr Spaß macht!
Weiters habe ich gelernt, dass
Qualität schwierig zu bewerten ist, es kommt immer auf die Anforderungen darauf
an, was vom Kunden / Auftraggeben / User gewünscht wird.
Es ist auch schwierig einzelne
Softwarequalitätsmerkmale für eine Software zu bestimmen, das Gefühl „spielt“
immer mit, und es war auch immer interessant bei den Abstimmungen für die
Bewertungen einzelner Metriken oder Eigenschaften die Argumente der anderen
Gruppenmitglieder nachzuvollziehen.
Mit einem Werkzeug wie den X
oder X zu arbeiten ist wie oben schon erwähnt interessant, aber ein wichtiger
Punkt war auch, dass wir zu der Erkenntnis gelangt sind, dass der Mensch nicht
ersetzt werden kann (bei den Dokumentationen des Quellcodes z.B.). Der Mensch
muss überprüfen ob das Programm „richtig“ gearbeitet hat. Richtig ist hier nicht
unbedingt der richtige Ausdruck, denn Computer arbeitet eigentlich immer
richtig, nur kann sich der Programmierer des X oder bei X zu einem Qualitätsmerkmal
was anderes gedacht haben, als der Programmierer einer Software, die analysiert
wird, oder wie es uns passiert ist, dass wir keine Endprodukt beurteilen,
sondern einen Meilenstein, wo noch etliche to do’s vorhanden sind, die dem X
oder X nicht passen, die aber die Qualität nicht verringern, weil diese
Features schlicht erst implementiert werden müssen.
Weiters war es auch sehr
interessant im Zuge des PROST einmal Kontakt mit einer Fachhochschule zu haben
(in Rottenmann), und nach der Präsentation mit einigen Studenten zu reden. Ich
bin jetzt nach dem PROST noch mehr der Überzeugung, dass in den kommenden
Jahren Microsoft enorm an Einfluss verlieren wird (zugunsten Open Source
Programmen).
Abschließend kann ich nur sagen,
dass ich in diesem PROST viel gelernt habe, und dass ich es nur weiterempfehlen
kann, ein PROST zu einem ähnlichen Thema am SE-Institut der Universität Linz zu
machen.
Ich habe dieses Projektstudium
gewählt weil ich selbst auch der Software Qualitätsbeurteilung einen großen
Stellenwert einräume. Da ich selbst nicht vorhabe Programmierer zu werden, also
eher eine passive Teilnahme an Softwareprojekten anstrebe, ist die
Qualitätsbeurteilung von Software anderer eine wichtige Sache für mich
persönlich. Auch wegen der guten Lehrveranstaltungsbeschreibung am Anfang des
Semesters, wo bereits die Richtung vorgegeben wurde, habe ich mich für dieses
Projektstudium angemeldet, da ich nicht erst in der ersten
Lehrveranstaltungsstunde ein Thema bekommen möchte. Zudem verwende ich auch
Open Source Software und war gespannt einen Einblick in die Qualität von
Beispielprogrammen zu bekommen.
Jetzt am Ende des Semesters kann
ich sagen, dass das Lehrveranstaltungsziel durchaus erreicht wurde.
Mittlerweile ist mir klar geworden, dass Softwarequalitätsmessung keine klare
Angelegenheit ist, wie ich mir das anfangs erwartet hätte. Im Laufe des Semesters
habe ich gelernt Qualitätsmodelle zu erstellen, habe Werkzeuge kennen gelernt,
ihre Stärken und auch Schwächen erfahren dürfen und bin auch erfreut darüber,
zu wissen, dass die Projekte weitergeführt werden. Besonders die gewonnene
Erfahrung mit den Werkzeugen und auch dem „Dienstleister“ X betrachte ich als
wertvoll. Es war auch nicht einfach, ein für alle Teilnehmer/in gutes
Qualitätsmodell zu erstellen. Das bereits bestehende ISO Modell floss zwar in
die Erstellung unseres Modells mit ein, musste aber unseres Erachtens noch
modifiziert werden.
Grundsätzlich war das
Lehrveranstaltungsklima von konfliktfreier Zusammenarbeit geprägt, auch die
interne Kommunikation innerhalb der Gruppe verlief meist reibungslos.
Abschließend möchte ich noch
sagen, dass mir die Lehrveranstaltung gefallen hat und gelungen im Hinblick auf
die Ergebnisse scheint. Mir gefällt auch, dass die gewonnenen Erkenntnisse
weiterverwendet werden, und es würde mich freuen, wenn uns die Endergebnisse
zugänglich gemacht werden.
Weniger gut hat mir der Beginn
der Lehrveranstaltung mit den Referaten gefallen, da nicht immer ganz klar war
worauf es ankommt und auch die Richtung in die sich das Projektstudium
weiterentwickeln soll im unklaren lag. Diese Schwierigkeiten haben sich
allerdings im Laufe des Semesters aufgelöst, was wohl daran lag, dass wir zu
Beginn alle Neuland betreten haben.
Anfangs war ich mir nicht im
klaren, an welchem Institut ich das Projektstudium machen soll. Aufgrund dessen
verglich ich das Angebot und entschied mich letztendlich für jenes vom
SE-Institut, das zum Thema „Open Source Software“ offeriert wurde. Unter
anderem war die sehr gute Beschreibung dieser Lehrveranstaltung ein Grund für
die Auswahl. Natürlich ist es von Vorteil, wenn ein Lehrveranstaltungsleiter
einen engen Praxisbezug hat. Dies war ebenso ein Auswahlkriterium. Der
Hauptgrund lag aber in der Thematik selbst. Da ich zuvor noch keinen intensiven
Kontakt mit Open Source Software hatte, fand ich es umso interessanter und
stellte zugleich eine Herausforderung für mich dar. Ich kannte zwar die
Begriffe der Qualität und den Qualitätsmerkmalen im Zusammenhang mit Software
aus der SE-Übung und dem SE-Vorlesungsskript von Herrn Professor Pomberger,
hatte mich aber noch nicht im Detail mit diesen Begriffen auseinander gesetzt.
Zudem kam noch das Interesse für die Instrumente mit denen man eine Software
prüfen kann.
Nun ist das Projektstudium und
das Semester fast vorbei und muss feststellen, dass es meinen Erwartungen
gerecht wurde. Ich bekam u.a. einen Einblick über die Materien, die man in
Verbindung mit der Softwarequalität bringt. In Gruppenarbeiten wurden
verschiedenste Themen bearbeitet, die in der Folge für unsere Erarbeitung des
Qualitätsmodells wichtig waren. Wir behandelten u.a. Metriken für die Messung
von Qualitätsmerkmalen. Sehr interessant fand ich den Einsatz der verschiedenen
Analysewerkzeuge, obwohl die Handhabung und Ausführung einen zeitaufwendigen
Lernprozess mit sich brachte. Ich kann mir vorstellen, dass ich das eine oder
andere Werkzeug nochmals einsetzen werde.
Bei den Diskussionen wurde mir
auch klar, dass man die anfangs klar erscheinenden Begriffe und Definitionen,
immer wieder nachprüfen sollte bzw. sich Gedanken machen sollte, was das und
jenes überhaupt bedeutet. Die Wichtigkeit der Reflexion gewisser Definitionen
scheint von großer Bedeutung.
Was die Erstellung des
Qualitätsmodells betrifft, muss ich erwähnen, dass dies anfangs teilweise sehr
aufwändig war. Es gibt zum Teil Anhaltspunke (z.B. aus der ISO-Norm) aber ein allgemein
gültiges Modell ist nicht einfach zu erstellen. Es wird zwar der Grundstock
ähnlich sein, die Wichtigkeit einzelner Punkte, wird aber unterschiedlich
gesehen. Grundsätzlich wäre es jetzt besonders interessant, die einzelnen Open
Source Produkte zu vertauschen und dann die Ergebnisse zu vergleichen. Es
würden wahrscheinlich Differenzen auftreten die diskutiert werden müssten. Das
würde den Lernprozess weiter fördern.
Fazit: Schlussendlich kann ich
das Projektstudium nur weiterempfehlen und vielleicht gibt es eine weitere
Lehrveranstaltung, wo unsere entwickelten Modelle weitergetestet werden. Wenn
letzteres der Fall ist, wäre es erfreulich, ein Feedback hinsichtlich der
Qualität des erstellten Qualitätsmodells zu bekommen.
Die Gründe, warum ich mich dafür
entschieden habe, an diesem Projektstudium teilzunehmen, waren zum einen, dass
sich der Fokus dieser Lehrveranstaltung auf Open Source Software richtete, ein
Gebiet, mit dem ich mich bis dahin wenig bis gar nicht beschäftigt habe; zum
anderen sollte sich die Lehrveranstaltung mit der Qualität dieser Art von
Software beschäftigen.
Meine Erwartungen konzentrierten
sich daher vor allem darauf, zu begreifen, was unter Qualität überhaupt zu verstehen
ist und mich Open Source Software auf eine eher ungewöhnliche Weise zu nähern.
Diese Erwartungen meinerseits wurden beinahe zur Gänze erfüllt, als Ergebnis
dieser Lehrveranstaltung sehe ich auch die Erkenntnis darüber, dass man viel
öfter, als man meinen täte, nur „weiß, dass man nichts weiß“. Dies bezieht sich
zum einen auf die Unfähigkeit, Begriffe klar definieren zu können, und zum
anderen auf die teilweise Unmöglichkeit, messbare Kriterien festzulegen.
Jetzt, nachdem das
Projektstudium zum Großteil abgeschlossen ist, kann ich mit Sicherheit sagen,
dass der Inhalt der Lehrveranstaltung ein sehr interessanter war. Gefallen hat
mir das schrittweise Herantasten, mit dem versucht wurde, sich systematisch
einen Qualitätsbegriff zu erarbeiten. Ausgehend vom ISO-Model, der
theoretischen Grundlage, und von der Suche nach anderen Qualitätsmodellen fiel
es leichter, ein eigenes Qualitätsmodell zu erarbeiten, dessen
Unzulänglichkeiten wir uns durchaus bewusst sind.
Durch das Projektstudium wurde
mir klar, wie schwer es ist, einen Begriff, der in jeder Munde und eindeutig zu
sein scheint, auf eine Definition festzunageln bzw. festzulegen. Die
Diskussionen über die diversen Begrifflichkeiten – ich erinnere mich dabei an
den Lehrveranstaltungstermin, an dem intensiv über Merkmal, Metrik usw.
debattiert wurde – fand ich wohltuend, vergleichend mit anderen
Lehrveranstaltungen, in denen die meisten grundlegenden Dinge für gegeben
angesehen und nicht angezweifelt bzw. genauer unter die Lupe genommen werden.
Obwohl jeder eine intuitive
Vorstellung davon hat, was als qualitativ hochwertig angesehen wird und was
nicht, ist die Umlegung auf ein Modell ziemlich schwer. Die Schwierigkeiten,
die sich dabei ergeben haben, beziehen sich besonders auf die Unzulänglichkeit
vieler Merkmale, diese auf einer messbaren Skala abzubilden. Dies ist unter
anderem auch darauf zurückzuführen, dass die verwendeten Merkmale für jeden
eine andere Bedeutung haben. Dieser Umstand, dass Merkmale unterschiedliche Bedeutungen
und eine unterschiedliche Wichtigkeit haben können, kam bei der Gewichtung der
Qualitätsmerkmale innerhalb des von uns entwickelten Qualitätsmodells zum
tragen.
Schwer war es auch, die
Vorstellungen aller Gruppenmitglieder auf einen Nenner zu bringen und in das
Endergebnis mit einfließen zu lassen.
Zu Beginn des Semesters ging ich
mit großen Erwartungen in das PROST, habe ich mich doch bisher nie ernsthaft
mit dem Thema „Open Source“ auseinandergesetzt, so blieb für mich das Thema
„Open Source“ gleich dem Thema „Linux“. Schnell wurde mir zu Beginn des PROST
klar, dass unter dem Aspekt des „Open Source“ wesentlich mehr zu verstehen ist
und so wurde das PROST unter den Hauptaspekt „Qualität von Open
Source-Software“ gestellt. Zu Beginn dachte ich mir eigentlich, dass wir uns im
PROST mehr allgemein mit dem Thema „OpenSource“ auseinander setzen, dafür
breiter gefächert. Also nicht nur Qualität, sondern auch Einsetzbarkeit,
Verfügbarkeit, Wartung, Sicherheitsaspekte, Usability, etc… . Jedoch fand ich
mit der Zeit heraus, dass „Open Source“ vor allem auf die Qualität setzen muss,
um am Markt bestehen zu können. Infolgedessen wurde mir im PROST das erste Mal
bewusst, wie viel Qualität, bzw. das Qualitätsmodell nach sich zieht und welche
Aspekte dabei zu berücksichtigen sind. Ich fand es interessant, wie schwer es
ist einen Begriff zu definieren und wie präzise Annahmen getroffen werden
müssen. Diese Definitionen und Annahmen verursachen natürlich
Widersprüchlichkeiten mit Definitionen verschiedener Wissenschafter und
Forscher anderer Institutionen, jedoch wies uns Dr. Schiffer darauf hin, dies
unbedingt in Betracht zu ziehen, das Hinterfragen von Definitionen und das
Anzweifeln von Aussagen und Meinungen.
Die Diskussionen im PROST zogen
sich teilweise über zwei Stunden hin und endeten doch wieder in einer Phase, in
der es möglich gewesen wäre, ein eigenes PROST daraus zu machen. So einfach wie
der Begriff „Qualität“ klingen mag, so schwierig war er für mich zu erläutern.
Naiv bedeutete es für mich „ein Produkt muss einwandfrei funktionieren“. Dies
ist auch der Knackpunkt, wo ich mir denke, dass jeder einzelne in diesem PROST
mit verschiedenen Einstellungen und Definitionen in das PROST gegangen ist.
Erst mit der Zeit habe ich gemerkt wie vielschichtig „Qualität“ ist. Weiter
über die Fehlertoleranz bis hin zur Usability, denn diesen Aspekt hatte ich von
vorneherein für mich ausgeschlossen. Usability bedeutet für mich zwar schon die
„Benutzerfreundlichkeit“ und die leichte Handhabbarkeit von Produkten, aber für
mich fiel dies nicht als Hauptargument zur „Qualität“. Erst durch das
gemeinsame erforschen und diskutieren der ISO 9126 Richtlinie wurde mir die
Tragweite von Qualität bewusst.
Im Endeffekt geriet das PROST
meiner Meinung nach etwas aus der Bahn, da vorwiegend nur mehr über Qualität
diskutiert wurde und ein Disput über die einzusetzenden Metriken und Regeln für
die gruppenweise Arbeit einsetzte.
Zum Schluss des PROST, bei der
Gruppenweisen Präsentation des Qualitätsmodells, zeigte sich wieder wie
unterschiedlich die Auffassungen der Gewichtung der einzelnen Regeln und des
gesamten Qualitätsmodells waren. Um diese verschiedenen Qualitätsmodelle zu
vergleichen, wäre ein zweites PROST notwendig in dem die verschiedenen
Qualitätsmodelle an einem Produkt erprobt und dann die Unterschiede (mit Vor-
und Nachteilen) herausgearbeitet heraus gearbeitet werden.
Für mich war es natürlich ebenso
schwer eine „richtige“ (dies gibt es wohl gar nicht) Gewichtung meines Teils
(Zuverlässigkeit) zu finden, da ich ebenso wenig wie alle anderen
Gruppenmitglieder Erfahrung mit großen Projekten habe.
Alles in allem kann ich dieses
PROST jedoch weiterempfehlen, da es für einen selbst eine ungeheure Möglichkeit
ist, in ein großes Projekt „hineinzuschnuppern“ und sich mit Projektarbeit,
wissenschaftlicher Arbeit und Diskussion auseinanderzusetzen.
Der Grund, warum ich mich für dieses
PROST entschieden habe, lag darin, dass ich sehr an Open Source Software interessiert
bin, da ich auch selbst Open Source verwende. Da ich aber nur reiner Anwender
bin, hat mich dieser Ansatz besonders interessiert, OS-Software zu analysieren.
Zu Beginn des PROST hatte ich
den Eindruck, dass es irgendwie keine klare Erwartungen an uns gab, wie das
Ergebnis des PROST auszusehen hat. Die einführenden Referate und Diskussionen
fand ich sehr interessant. Einerseits deswegen, weil wir die Werkzeuge näher kennen
lernten, und andererseits weil wichtige Begriffe, die zuerst ganz trivial
schienen wie der Begriff „Qualität“ für mich eine ganz neue Bedeutung bekam,
bedenkt man die Modelle, mit denen wir uns befasst haben.
Besonders interessant fand ich
auch das Einbringen von den beiden Werkzeugen X und X, da diese Werkzeuge in
der Praxis verwendet werden, und wir so einen Einblick erhalten haben und sie
ebenfalls anwenden durften.
Die Art wie in der LVA selbst
vorgegangen wurde und allgemein die Arbeitsatmosphäre fand ich sehr angenehm,
besonders die vielen Diskussionen. Als dann gegen Ende November klar wurde was
von uns erwartet wird, fand ich die Aufgabe sehr interessant. Zwar war es nicht
ganz einfach in einer Gruppe mit sechs Personen immer einen Konsens zu finden,
doch fand ich die Gruppengröße trotzdem angemessen. Spätestens als es zur
Analyse ging war jeder von uns gefragt, aber auch in der Entwicklungsphase
konnten wir aus einem breiten Spektrum an Ideen schöpfen und so hoffentlich zu
einer guten wenn auch nicht idealen Lösung kommen.
Fazit: Das PROST hat meine
Erwartungen übertroffen und ich habe persönlich sehr profitiert davon,
einerseits auf fachlicher aber auch auf persönlicher Basis. Das arbeiten in der
Gruppe war immer angenehm und fruchtbar.
Für mich waren die Hauptgründe
für die Auswahl dieses Projektstudiums die interessante Aufgabenstellung zu den
Themen Open Source und Qualität. Man hört zwar in letzter Zeit in den Medien
und teilweise auch im Studium viel von „Open Source“, jedoch meist nur aus der
sehr subjektiven Perspektive von Linux-Verfechtern und deren „Gegnern“. Nur
selten hört man wirklich objektive Argumente für / gegen Open Source, und
deshalb war es für mich wichtig, mir mithilfe dieses Projektes eine eigene
Meinung zu diesem Thema zu bilden.
Positiv hervorheben möchte ich
vor allem den praxisnahen Aufbau der Lehrveranstaltung. Es wurde uns die
Möglichkeit gegeben, das Qualitätsmodell sowie die Art unserer Analyse
eigenständig zu entwickeln bzw. zu entscheiden. Gleichzeitig war dieses „auf
sich gestellt sein“ auch eine große Schwierigkeit dieses Projektstudiums, da
man es auf der Uni gewohnt ist, mehr Vorgaben zu erhalten. Ich denke aber, dass
ich gerade durch diesen Punkt viel für die Praxis gelernt habe. Durch das oftmalige
Präsentieren von Ergebnissen konnte man außerdem Sicherheit im Vortrag
entwickeln. Auch die teilweise recht kontroversen, und gerade deshalb
interessanten Diskussionen über die unterschiedlichen Werkzeuge oder
Qualitätsmodelle stellten eine gute Abwechslung zu vielen anderen
Lehrveranstaltungen dar.
Der schwierigste Teil des
Projektstudiums bestand meiner Meinung nach in der Entwicklung eines
Qualitätsmodells. Besonders die Auswahl und Zuordnung der Regeln sowie das
Vergeben von Grenzen und Gewichtungen kostete viel Zeit und Nachdenken. Dabei
musste man vor allem auch auf die Möglichkeiten der verwendeten Werkzeuge
Rücksicht nehmen, was nicht einfach war. Es existieren viele Tools, keines
davon ist absolut „unschlagbar“, wenngleich der X mit Abstand die meisten
Möglichkeiten bietet, jedoch in Sachen Usability mit einigen anderen Tools
meiner Meinung nach nicht ganz mithalten kann.
Etwas schade finde ich es, dass
die eigentliche Frage des Projektstudiums, wie die Qualität von Open Source nun
eigentlich einzuschätzen ist, nicht wirklich beantwortet werden kann, da
einfach der Vergleich zu proprietärer bzw. kommerzieller Software fehlt. Durch
die unterschiedlichen Qualitätsmodelle war es außerdem nicht möglich, die
untersuchten OS-Projekte objektiv zu vergleichen.
Fazit: Ich nehme wichtige
Erfahrungen aus diesem Projektstudium mit, die mir in der späteren Praxis
sicher von Vorteil sein können. Auch die Arbeit in der Gruppe hat mir sowohl
persönlich als auch fachlich positive Erfahrungen gebracht.
Zu Beginn des Projektstudiums
Waren meine Erwartungen sehr klein und ich wusste nicht exakt welche Thematik
behandelt werden würde. OpenSource als Schlagwort war anziehend genug mich für
die LVA anzumelden, ohne weitere Informationen einzuholen. Dass dann nicht die
Vielzahl von OpenSource-Anwendungenbesprochen wurde und über die Zukunft von
freier Software philosophiert wurde, war eine kleine Enttäuschung. Verstärkt
durch einen LVA-Leiter der mit Windows und M$-Office arbeitet und nicht der
erwartete Linux-Freak war verstärkte diesen Endruck. Vor allem weil die Begriffe Evaluierung und Bewertung für mich
einen sehr faden Beigeschmack hatten. Das dann doch alles ganz anders kam, hat
mich sehr gefreut.
Aus dem Projektstudium habe ich
für meinen Teil einiges mitgenommen beziehungsweise gelernt umzusetzen. Gerade
in einem Bereich, in dem wir bisher kaum gearbeitet hatten, mussten wir unsere
Kenntnisse erweitern und auf ein selbstgewähltes Projekt anwenden. Die
Beurteilung der Qualität5 von Software erschien mir bvesonders am Anfang des
Projektstudiums sehr anmaßend, da wir weder die geeigneten Mittel und Werkzeuge
kannten noch eine einigermaßen exakte Vorstellung von Kriterien und Merkmalen
hatten. Was mir aber im Laufe der LVA immer mehr bewusst wurde war, dass es in
diesem Bereich kaum eine konkrete Aussage über richtig oder falsch gibt,
sondern ein Modell lediglich eine Diskussionsgrundlage darstellt, um ein
Projekt zu verbessern, beziehungsweise Fehler aufzuspüren. Gestärkt durch das
Bewusstsein, dass Unfehlbarkeit nicht der erhobene Anspruch ist, war die
Entwicklung unseres Qualitätsmodells meiner Meinung nach ein sehr interessanter
Prozess, den man in einzelne Phasen unterteilen kann und in ähnlicher Form auch
auf andere Projekte anwenden kann.
Zu den Werkzeugen muss ich
sagen, dass mich vor allem der X sehr faszinierte, da er furchtbar komplex zu
sein schien und erst bei näherer Betrachtung zu erkennen war welche Schwächen
die Anwendung hat. Nichts desto Trotz halte ich den X für eine sehr gelungene
Anwendung. Dies begründet sich nicht auf den Leistungen die wir nutzen konnten,
sondern auf die Erweiterbarkeit durch eigene Regeln. Der X stellt meiner
Meinung nach eine ausgezeichnete Basis für weitere Regelanwendungen, die natürlich
projektspezifisch erzeugt werden müssen dar. Dass der X in seiner Arbeitsweise
auch Fehler zeigt, ist allerdings nicht von der Hand zu weisen. In Bezug auf
Bedienbarkeit bezeihungsweise GUI-Design liegt meiner Meinung nach doch einiges
im Argen. Zumindest konsistente Menüführung und Positionierung von Buttons,
sowie entsprechende Rückmeldungen auf Maus und Tastaturaktionen sollten eine
Anwendung die an Firmenkunden verkauft wird auszeichnen. Der
Einarbeitungsaufwand im X ist sehr hoch und auch nach längerem Arbeiten entdeckt
man Neues.
Nun zu X. Ohne das Projekt
schlechtmachen zu wollen, muss ich sagen, dass X eine maßlose Enttäuschung ist.
Ohne die Korrektheit der duchgeführten Berechnungen anzuzweifeln, sind
einige Regeln und deren Grenzen nicht
nachvollziehbar und erweckjen den Eindruck nur als Füllmaterial eingebaut
worden zu sein. Der Eindruck verstärkt sich explosionsartig, wenn man das X zur
Hand nimmt. Ein Dokument in dieser Form abzuliefern und damit ist nicht nur die
schlechte Gliederung gemeint, sondern auch die haarsträubenden Rechtschreib-
und Grammatikfehler, ist mutig. X stellt lediglich einen Syntaxcheck dar , die
Reife des Projekts möchte ich allerdings in Frage stellen. Sehr positiv zu X
war allerdings die sehr schnelle Reaktionszeit unserer Ansprechpartner. Dass X
in gewissen Bereichen seine Stärken hat möchte ich natürlich nicht vergessen,
meiner Meinung nach ist es allerdings nicht dazu geeignet die Qualität von
Software allein mit diesem Werkzeug zu beurteilen, sondern nur die Einhaltung
der Programmierrichtlinien zu überprüfen. Die Frage, ob diese Leistung einen
Preis in der uns bekannten Höhe rechtfertigt, muss ich allerdings mit einem
klaren Nein beantworten.
Alles in alllem hat mir das
Projektstudium trotz der damit verbundenen Arbeit und zeitweiliger Verwirrung
bezüglich der zu erledigenden Aufgaben Spaß gemacht und die Auseinandersetzung
mit der Materie war eine Bereicherung für mich. Der Antwort auf de Frage wie
man die Qualität von Software misst bin ich sicher um einiges näher gekommen
und das ist meiner Meinung nach das Wichtigste, das jeder aus der LVA mitnehmen
sollte.
Die Erfahrungen im laufe dieses
Projektstudium waren, zumindest für meine Person, sehr weit gestreut.
Grundsätzlich ist mir jetzt bewusst geworden, wie wichtig bestimmte
Programmierrichtlinen sind, wenn mehrere Leute am selben Programm arbeiten; da
dadurch eindeutig die Lesbarkeit gesteigert wird. Ich glaube aber auch, dass
sich ein einheitlicher Programmierstil von mehreren Programmierern auch positiv
auf die Effizienz der Programmiergeschwindigkeit auswirkt, da man sicher besser
erkennen kann was sich die anderen Programmierer an einer bestimmten Codestelle
gedacht bzw. was die Programmierer vorgehabt haben.
Ich bin auch davon Überzeugt, dass Open – Source eine „bessere“ Codequalität
hat als andere Produkte, da hier meist mehr Personen an einem Codestück
zusammenarbeiten als zum Beispiel bei M$. Auch ist meiner Meinung nach Open –
Source ja einem ständigen Verbesserungsprozess unterlegen, wodurch auf
verschiedene Bugs schneller reagiert werden kann.
Welche Erfahrungen machte ich nun mit den beiden Analysewerkzeugen X und X?
Meiner Meinung nach sind beide Werkzeuge noch nicht vollständig ausgereift. Für
mich haben beide Werkzeuge gewisse Schwächen aber auch gewisse Stärken, die dementsprechend
gegen bzw. für den Einsatz eines Werkzeuges stehen.
Grundsätzlich ist zu sagen, dass
man mit X sicherlich weniger Aufwand hat, da man ja nur sein Softwareprodukt
„einschickt“. Man bekommt dadurch einen fertigen Bericht zurück. Jedoch ist das
X, sprich das Regelwerk noch nicht wirklich ausgereift, da es oftmals Sinnlosregeln anwendet; wie zum Beispiel man
darf nicht mehr als 8 case – Verzweigungen in einer switch – Anweisung
verwenden. Diese Regel finde ich persönlich sinnlos, da es ja manchmal
unumgänglich ist, mehr als nur 8 cases zu verwenden.
Natürlich man erhält einen fertigen Bericht ohne viel Aufwand, was eine große
Stärke von X ist. Aber man darf auch nicht die Nacharbeit dadurch vergessen, da
man ja auf die einzelnen Verletzungen näher eingehen muss, um diese zu
beseitigen. Ein großer Kritikpunkt meinerseits ist, dass das Plug – In in X,
welches die direkte Codeeinsicht ermöglichen sollte, teilweise nicht
funktioniert.
Jedoch finde ich, ist X sowieso
eher mehr für die Managementebene zugeschnitten und weniger für die
Programmierer selbst. Dieses kann als Schwäche aber auch als Stärke angesehen
werden, das sei jedem selbst überlassen.
Die Idee, die hinter X steckt,
finde ich jedoch wieder sehr gut, da man sich am Anfang sicher gewisse Arbeiten
erspart, jedoch sollte X in der Richtung weiterentwickelt werden, dass man sich
zumindest einen Teil der nicht unbeträchtlichen Nacharbeit erspart und es
sollte das X besser überarbeitet werden. Wenn diese Schritte gelingen, bin ich
davon überzeugt, dass X ein wirklich sinnvolles Werkzeug zum Einsatz für die
Softwareanalyse ergeben könnte.
Der X hingegen, ist flexibler im
Einsatz. Man hat zwar eine größere Einarbeitungszeit, wenn man sich jedoch
einmal mit dieser Software angefreundet hat, kann man die einzelnen Metriken
beziehungsweise die einzelnen Grafiken wirklich effektiv einsetzten, um eine
Analyse der Software durchzuführen.
Der große Vorteil den der X
gegenüber von X besitzt ist der, dass man sich Metriken selbst Programmieren kann.
Im allgemeinen, glaube ich, ist
der X eher für die Programmierer selbst zugeschnitten worden, da sie durch die
flexibilität des X einfach mehr Möglichkeiten haben. Zusätzlich kommt natürlich
noch der Vorteil, dass man nichts einschicken muss, sondern man kann gleich
verschiedene Codestücke der erstellten Software selbst Analysieren. Jedoch hat
man keinen vollständigen Bericht für die zum Beispiel Managementebene, dies ist
auch ein Grund für meine Schlussfolgerung, dass der X eher für die Programmierer
selbst von Interesse ist, da diese wirklich beim X an „jedem Schräubchen“
selbst drehen können.
Auch die Idee vom X finde ich
nicht schlecht, jedoch unter der Voraussetzung, dass er eher für die
Programmierer selbst als für die Managementebene gedacht ist.
Aufgrund meiner eher kurzen
Erfahrung mit den beiden Werkzeugen würde ich bei der Analyse von
Softwareprojekten, wenn die Möglichkeit besteht, auf beide Werkzeuge
gleichzeitig zurückgreifen, da man dadurch die Stärken beider kombinieren kann.
Würde es gelingen, einen Service beziehungsweise ein Werkzeug auf den Markt zu
bringen, der diese Stärken kombiniert, wäre man der Ideallösung sicherlich
einen Schritt näher!
Im September 2003 fand ich die
LVA auf der SE-Homepage und war, ohne mir genauere Gedanken zum wirklichen
Inhalt zu machen von den Apache und Openoffice-Logos verzückt. Es war endlich
einmal eine Lehrveranstaltung im Angebot, welche sich mit einem meiner Hobbies
auseinandersetzte. Ironischerweise beschäftige ich mich in meiner Freizeit mit
einer quellcodebasierten Linuxdistribution. Allerdings ist das eine
Metadistribution und es bleibt mir größtenteils erspart, mich jemals selber um
den Quellcode zu kümmern. Dennoch war mein Interesse geweckt.
Als dann die erste Einheit und
die Klärung der eigentlichen Aufgabenstellung kam war ich etwas verunsichert,
was nun wirklich mit inside Open Source gemeint war. Eine statische Codeanalyse
zum Thema Qualität so zu verpacken? Im Nachhinein ist es schon verständlich,
weil ein anderer Zugang zu fremden Projekten nicht möglich ist. Ziel war aber
eine Qualitätsanalyse und Open Source war nur Mittel zum Zweck und auch ein
gelungener Köder. Meine Meinung von diesem Projektstudium war zu diesem
Zeitpunkt nicht die beste. Dann kam die Präsentation von X und auch die ersten
Eindrücke vom X und damit bekam diese Lehrveranstaltung einen Inhalt. Das
Interesse wurde dadurch erheblich gesteigert. Besonders X wurde damals gut
verpackt präsentiert.
Danach kam eine lange
Durststrecke, welche mich und auch einige andere verzweifeln ließ. Jede Einheit
wurde von Zielen, von Qualität und von Modellen und von Metriken gesprochen,
aber es entstand einfach keine Struktur innerhalb des Themas. Ein Vorschlag für
künftige Lehrveranstaltungen wäre, so ein Qualitätsmodell zuerst als kleines
Demomodell zu entwerfen und danach das ganze Modell anzugehen. Dies würde die
Diskussion erleichtern, da alle Beteiligten auf der gleichen Ebene und mit
einem einheitlichen Basiswissen diskutieren könnten. Diese Diskussion war ja
erwünscht, aber ganz einfach nicht möglich. Wie soll man als Student im 2.
Abschnitt ein Qualitätsmodell andiskutieren, wenn man sich in seinem Leben
zuvor nie damit auseinandergesetzt hat.
Als im Jänner dann Abgaben
gefordert waren wurde der Themenkomplex plötzlich viel klarer und mit dem
heutigen Wissen wäre ein Neustart am Anfang der LVA wesentlich produktiver. Der
Vorschlag um diese Phase der Unwissenheit abzukürzen war schon im letzten
Absatz.
Der X ist ein sehr interessantes
Produkt. Er ermöglicht, wie der Name schon andeutet ein exaktes Durchleuchten
eines großen Projektes auf vorgegebene Richtlinien. Dies ist im ersten
Gedankengang ein perfektes Werkzeug um die Qualität zu messen und auch
nachhaltig anzuheben. Lässt sich dies aber wirklich umsetzen? Die Bedienung des
X ist für einen Experten, der mit dem Themenkomplex Qualität und auch mit dem
Programm absolut vertraut sein muss, ausgelegt. Dies bedeutet, dass in einem
Projekt eine Person für die Anlernphase abegstellt werden muss und die Analyse
später recht viel Zeit in Anspruch nehmen wird. Dazu kommt noch das nicht zu
unterschätzende Problem, dass die Interpretation des Ergebnisses noch gar keine
Verbesserung garantiert. Die Konformität des Codes nach Regeln kann verbessert
werden. Ob aber die Zielvorgabe dadurch eher erfüllt wird, wage ich nicht zu
behaupten. Der emotionale Aspekt einer Kontrolle aller Programmierer sollte
dabei auch nicht außer Acht gelassen werden. Da eine Selbstanalyse der
Programmierer auch nicht zielführend ist, müssten einige Projekte als Untersuchungsbasis
dienen. Ich persönlich kritisiere am X einerseits die Unstrukturiertheit und
andererseits das, dass es zur Gänze dem Kunden überlassen wird, die Ergebnisse
auch Zielführend zu verwenden.
X ist ein völlig anderer Ansatz.
X umgeht einige Probleme, welche mit dem X auftauchen könnten dadurch, dass
eine externe Quelle schwer manipulierbar ist und auch die emotionalen
Auswirkungen weniger stark sind als bei einer internen Kontrolle. X ist im
Gegensatz zum X höchst strukturiert und macht eine Nachbearbeitung zum lesen
des Ergebnisses überflüssig. Nur die Nachbesserungen des Codes sind danach im
Projekt zu koordinieren. Es ist klares Ziel von X die Projektleitung oder sogar
das übergeordnete Management anzusprechen und weniger den eigentlichen
Programmierer. Die eigentliche Arbeit von X, das anwenden von ca. 100 vorher
bestimmbaren Regeln ist dabei keine herausragende Leistung. Meiner Meinung nach
ist der Preis von 1900 Euro je Monat dafür stark überhöht. Ein weiterer
Eindruck von X ist der, dass es an manchen Stellen unausgegoren und unreif
wirkt. Rchtschreibfehler und unvollständige Sätze oder auch fehlende
Quellverweise in einem X sind kein gutes Aushängeschild. Die Konsistenz der
angewendeten Regeln zur Gesamtaussage war mir auch nicht immer klar.
Beispielsweise sind einige deprecated Methoden geprüft, aber warum nur genau
diese und viele andere nicht?
Für mich persönlich war dieses
Projektstudium eine Bereicherung. Einerseits als Hinweis, dass man jede
Veranstaltung mit einem Konzept beginnen muss und andererseits im Bezug auf
Umgang mit Regeln, Qualität und auch mit Analysewerkzeugen. Ich weiß nun, dass
bei Kleinprojekten keines der beiden Werkzeuge eingesetzt werden kann, weil das
Budget dafür nicht reichen wird. Bei größeren Projekten ist wohl immer ein Teil
des Personals mit der Untersuchung und Erhaltung der Qualität beauftragt. Ob
hier der Einsatz solcher externer Tools, welche genauso angepasst werden müssen
oder eine interne Lösung sinnvoller ist ist schwer zu sagen. Einerseits ist
eine Standardisierung gewisser Aufgaben anzustreben, dabei ist eventuell ein
externes Tool effizienter, weil es einerseits nicht unter der Betriebsblindheit
leidet und andererseits die Standardlösung billiger ist, als ein interner
Experte der etwas vergleichbares, aber maßgeschneidertes entwickelt.
Eine Erfahrung für mich war die,
dass der ganze Bereich der Qualitätssicherung in einem Softwareprojekt sehr
schwierig zu definieren und zu kontrollieren ist, aber durchaus maßgeblichen
Einfluss auf das Projektergebnis haben kann. Über den Preis wird man solche
qualitätssichernden Maßnahmen kaum verkaufen können, aber eine höhere
Fehlerresistenz und auch eine bessere Wartbarkeit sind gewichtige Argumente.
Vermutlich muss hier erst ein Umdenken bezüglich der Priorität von Softwarequalität
beim Auftraggeber stattfinden.
Das PROST „Inside Open Source“
habe ich aus 2 Gründen gewählt. Erstens passte es recht gut in meinen
Stundenplan und zweitens hörte sich der Titel recht interessant an. Beides änderte
sich bereits nach der ersten Lerneinheit. Abgesehen davon, dass die Termine
zwischen Montag und Freitag wechselten, konnte ich mich mit einem Code Review
nicht so recht anfreunden. Fremden Code lesen? - Schön. Fremden Code verstehen?
- Naja. Fremden Code zu beurteilen? - Oje.
Nach den einführenden
allgemeinen Vortragen zu Themen wie „Open Source“ oder „Metriken“ dauerte es
dann noch relativ lange, bis sich eine gewisse Vorgehensweise
herauskristalisierte. Wir mussten ein Qualitätsmodell erstellen. Anhand dieses
Modells sollten wir dann Quellcode analysieren und Bewerten. Für die Quellcode
Analyse standen uns zwei Werkzeuge vor. Der X und X. Da sich beide Werkzeuge
für Code Reviews eigenen, kam die Idee auf, unser Open Source Softwareprojekt
mit beiden Werkezeugen zu analysieren und dann die Ergebnisse zu vergleichen.
Als aber klar wurde, wie verschieden eigentlich X und X sind, verwendeten wir
beide Werkzeuge eher ergeänzend.
Der X war mit dabei von Anfang an ein wenig suspekt. Durch den riesigen Funktionsumfang
und die etwas archaische Bedienung baute sich bei mir eine gewisse Hemmschwelle
auf. Doch mit den Tutorials und dem immer näher rückenden Präsentationstermin
musste diese Überwunden werden. Nach dieser Überwindung ließ sich dann aber
doch ganz gut mit dem X arbeiten.
Ganz anders sah das natürlich
bei X aus. Dort war alles super einfach und schön strukturiert. Doch auch hier
mussten wir uns durchs X und den Quellcode quälen.
Die Arbeit mit diesen Werkzeugen und vor allem das erstellen eines Qualitätsmodell
war eine sehr interessante Erfahrung für mich. Obwohl ich die Vorlesung und die
Übung Softwareengineering bereits besucht hatte, lernte ich in diesem PROST
nochmal einiges über Programmierkonzepte und vor allem über Prinzipien der
Objektorientierung.
Auch wenn das ganze PROST vor allem am Anfang des Semestern noch ein wenig
planlos und unstrukturiert erschien, bin ich jetzt am Ende des Semesters mit
dem Verlauf des Projektstudiums doch recht zufrieden.
Als ich den Titel des PROST sah,
dachte ich mir, super, das könnte interessant werden, nachdem was die Studenten
letztes Semester gemacht haben. Allerdings glaubte ich eher, daß es in die
Richtung gehen wird, wie OpenSource entsteht, ...
Nachdem mir das mit dem PROST verfolgtem Ziel klar wurde, fragte ich mich, was
hat das eigentlich so richtig mit OpenSource zu tun? Man kommt sonst nicht an
den Quellcode heran.
Wie hat mir das ganze PROST an sich „gefallen“ bzw. was hat es mir gebracht?
Was nicht so gut war, daß ich mir auch nach den ersten Stunden nicht wirklich
darüber im Klaren war, was auf uns
zukommt. Über den Nutzen für mich, war ich mir auch nicht im Klaren. Das kam
erst so richtig gegen Ende des PROST. Denn an dieser Stelle sah man erst wirklich,
das Ergebnis des ganzen Arbeitens „in voller Pracht“. Der Nutzen ist für mich
erst nach einiger Zeit wirklich klar geworden. Zuerst dachte ich ja, was soll
das denn groß bringen, wenn ich mir da irgendeinen Code ansehe und ihn dann
„beurteile“? Die Antwort darauf ist, man sieht wie viel Arbeit in einer solchen
Beurteilung liegt, welche Werkzeuge dafür mehr oder weniger gut einsetzbar
sind und natürlich, worauf man alles
achten kann/muß, beim Programmieren.
Noch etwas zu den Werkzeugen. Beim ersten Nutzen des X, wurde ich so richtig
erschlagen. Ich hatte mir z.B. einen Graphen zeichnen lassen und mußte
feststellen, daß das ganze „Ding“ nur noch aus schwarzen Strichen bestand. Erst
nach einer Weile wurden mir nach und nach ein Teil der Funktionen und deren
Interpretierung klar. Probleme traten bei mir insofern auf, daß irgendwie der X
nicht so ganz mit meinem Rechner wollte wie er sollte, wobei ich diese nicht
auf den X zurückführe, sondern einfach auf das Alter des Rechners (P2, 300MHz,
320 MB Ram, 30GB). Einmal funktionierte der X, dafür MySQL nicht, dann wieder
umgekehrt, ich war schon richtig am verzweifeln, aber dann ging es doch wieder,
warum auch immer. X war diesbezüglich wesentlich einfacher zu Nutzen. Dies
liegt natürlich daran, daß der von uns benutzte Teil an sich, kein Werkzeug
ist, sondern einfach nur die Auswertung und das in PDF bzw. HTML. Auch fand ich
teilweise die Beschreibungen der einzelnen Metriken besser als beim X, bei dem
man des Öfteren nicht so Recht wußte,
was genau da gemacht wird und auf welcher Grundlage.
Was ich am PROST gut fand, war die doch sehr lockere „Leine“ die uns beim
Arbeiten gelassen wurde und die Abschlußpräsentation mit dem Hinweis, daß
unsere Ergebnisse Ausgangpunkt für
weitere LVA's sein werden , weil das dem ganzen irgendwie noch einen zusätzlichen
Sinn gegeben hat.
Ich habe mich für das PROST
angemeldet, weil mich die ankündigten Inhalte sehr angesprochen haben und ich
einfach mehr über Open-Source-Projekte wissen wollte. Mich interessierte auch wie
es mit der Softwarequalität bei Open-Source-Projekten aussieht, wodurch sie
garantiert wird und wie sie beurteilt werden kann.
Bei den ersten Terminen des PROST wurden interessante Diskussionen über die
Möglichkeiten zur Sicherstellung von Softwarequalität geführt. Mir blieb
allerdings unklar, was die erklärten Ziele des PROST sein sollten und was für
eine praktische Aufgabe auf uns zukommt. In den nächsten Treffen blieben viele
Fragen auch noch ungeklärt, aber es wurden Schritt für Schritt die Aufgaben
präzisiert und verdeutlicht. Mir kam dies oftmals wie ein gemeinsamer
Aushandlungsprozess zwischen den Studenten und dem Lehrveranstaltungsleiter
vor. Leider dauerte es schließlich doch eine lange Zeit, bis die Teams und
deren Aufgaben feststanden. Dies war ein wenig problematisch, da diese Zeit
dann fehlte, um sich mit den Werkzeugen X, X, X, usw entsprechend vertraut zu
machen. Im Endeffekt wurden in unserer Gruppe einzelne Leute beauftragt, sich
intensiver entweder mit X oder X zu befassen. Andere Werkzeuge konnten nur
„beschnuppert“ werden, da für eine genauere Befassung mit vielerlei Werkzeugen
einfach zuwenig Zeit vorhanden war.
Das Analysieren der Software mit
dem X stellte sich dabei als sehr zeitaufwendig heraus. Ich musste bald mit der
eigentlichen Analyse beginnen, obwohl mir ein Großteil der Funktionalität des X
noch nicht vertraut war. Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte ich jedoch
nach und nach immer besser mit dem Werkzeug umgehen. Unerlässlich war auch der
Austausch mit den anderen Kollegen über Funktionalität und Benutzung des X. Da
ich noch nie mit Werkzeugen zur statischen Codeanalyse gearbeitet habe, war
dies eine interessante Erfahrung für mich.
Und nun zur Frage welche
Erkenntnisse mir das PROST gebracht hat. Ich hab, wie vorher bereits erwähnt,
die Diskussionen als sehr interessant empfunden. Ich habe gelernt, dass es
entscheidend ist, sich vorher über die Begriffe und Definitionen einig zu sein,
bevor man sinnvoll über Begriffe wie Softwarequalität und Metriken zu Messung
derselben diskutieren kann. Auch die Erarbeitung des Qualitätsmodells und der
Vorgehensweise bei der Evaluierung des Softwareprojekts brachte mir neue Erkenntnisse.
Die in der Literatur angeführten Modelle und Prinzipien mussten hinterfragt und
auf unsere Aufgabenstellung angepasst werden. Ich empfand es als sehr angenehm,
dass uns beim Aufstellen des Qualitätsmodells und des Evaluierungssystems viel
Spielraum gegeben wurde, sodass jede Gruppe ihre eigenen Ideen einbringen und
umsetzen konnte.
Als negativen Punkt möchte ich erwähnen, dass es anfangs zuwenig Input über die
Materie vom Lehrveranstaltungsleiter gegeben wurde. Da uns die praktischer
Erfahrung im Bewerten von Softwareprojekten dieser Größenordnung fehlt, war es
schwierig sich dieser Aufgabe zu stellen. Auch war es vielen anfangs noch
unklar, was eigentlich auf uns zukommt. Es wurden zwar nach und nach alle
offenen Fragen geklärt, doch wurde dazu zuviel Zeit benötigt. Eine klarere
Linie von Beginn an und mehr theoretische Grundlagen zur Einführung in die
Materie hätte uns sicherlich geholfen, die Aufgabenstellung besser und
schneller in den Griff zu kriegen.
Im Zuge diese Projektstudiums
zum Thema Open Source Software und ihre Perspektiven in Wirtschaft und
Verwaltung mussten wir uns mit diesem Thema intensiv auseinandersetzen, um für
die Abschlusspräsentation auch Aussagen darüber treffen zu können. Im
nachhinein gesehen wäre eine ausgedehntere und längere Recherche vor der
Auswahl der Produkte möglicherweise besser gewesen, da die ausgewählten
Produkte in einem Reifezustand waren, in dem noch einige Anpassungen notwendig
waren.
Meiner Meinung nach gibt es
womöglich OSS – Web-Shop’s, die mit einfacher zu customizen sind, da ich
festgestellt habe, dass PHPay unklar strukturiert ist, was zu erheblichem
Zeitaufwand führt. Bei der Anpassung des ERP & CRM Systems an unsere
Geschäftsprozesse, wurde mit zunehmender Dauer des Projektstudiums
festgestellt, dass der Customizing-Aufwand immens hoch sein würde, um dieses
System tatsächlich in der Wirtschaft einzusetzen.
Abschließend kann ich behaupten,
viel über die Vorgänge der OSS-Bewegung gelernt zu haben, und dass der Aufwand
ein OSS-Produkt zu verwenden und anzupassen sehr interessant, aber auch sehr
aufwendig sein kann.
Da der Aufwand des
Projektstudiums sehr hoch war, und wir von einigen Studienkollegen erfahren
haben, wieviel Aufwand sie in ein 6stündiges PROST investierten, würde ich Sie
daher bitten, das Ausmaß dieses Projektstudiums von einem 4 auf ein 6stündiges
zu ändern.
Anfänglich war für mich das
Thema unseres PROST „Open Source Software“ eigentlich ein relativ unbekanntes
Thema. Doch im Laufe dieser Lehrveranstaltung lernte ich eine Menge darüber
dazu.
Zu Beginn des PROST fingen wir
an, allgemeine Aspekte aus dem OSS Bereich zu recherchieren. Meine Aufgabe
dabei war herauszufinden, wie diese freie Software im Einklang mit dem
Rechtssystem und den Gesetzen war.
Im weiteren Verlauf wählten wir
zwei OSS Produkte aus, die wir versuchten zu customizen. Mein Beitrag zum PROST
besteht darin, allgemeine Informationen und Basiswissen über OSS in einer
Präsentation vorzubereiten.
Im Laufe der Internet-Recherche
fand ich sehr viel interessante Artikel zu unserem Thema. Nach stundenlanger
Suche über relevante Informationen habe ich einige MB an Texten und Aufsätzen
gesammelt. So richtig interessant ist es erst im Laufe dieser Suche geworden.
Durch das Durchlesen der vielen Berichte nahm ich persönlich eine Menge Wissen
mit.
Bei den rechtlichen Aspekten,
insbesondere bei einigen wichtigen Fragen nahm ich Kontakt zu dem „Institut für
Fragen der freien und Open Source Software“ (IfrOSS) auf. Innerhalb kurzer Zeit
und völlig unbürokratisch bekam ich von einem der beiden Leiter, Dr. Till
Jäger, ausführliche Antworten. Diese schnelle Hilfestellung hat mich sehr
gefreut. Dr. Jäger bat mich, sein Institut in unserem Vortrag zu erwähnen.
Durch das Hinzufügen des Instituts-Logos in die Präsentationsfolien sei dem
genüge getan.
Da diese Präsentation meine
bisherigen Vorträge in Umfang bei Weitem überstieg, hatte ich zuerst gemischte
Gefühle bezüglich dem Präsentieren. Doch nach aufwendiger Informationssuche,
Layoutgestaltung und Gliederung freue ich schon darauf, unsere Präsentation
vorzutragen, allein schon aus dem Grund, weil sehr viel Arbeit dahinter steckt.
Mit meiner Aufgabe als
Präsentationsverantwortlicher hatte ich zwar keine geistig technische Aufgabe
zu leisten, aber eine Präsentation mit diesem Umfang zu gestalten ist trotzdem
sehr zeitintensiv.
Aufgrund des unterschätzten
Aufwandes, der diese Lehrveranstaltung mit sich brachte, möchte ich
abschließend noch für ein 6stündiges PROST plädieren. Da jedes Gruppenmitglied
um einiges mehr als 4 Wochenstunden an PROST-Arbeiten durchführte, bin ich mir
sicher, dass das nur fair ist.
Im Allgemeinen fand ich das
PROST sehr gut. Besonders gut gefiel mir der kleine und flexible Rahmen dieser
LVA. Bei wenigen Teilnehmern kann ich, für meinen Teil, wesentlich mehr
mitnehmen als bei Massen-LVAs. Alles in allem -ein wirklich gutes PROST!!!
Wir haben im Zuge dieses
Projektstudiums mit Recherche über Open Source Software und ihre Perspektiven
in der Wirtschaft und Verwaltung beschäftigt. Dabei war es notwendig nach einer
Recherche über die aktuellen OS-Projekte eine Einschränkung vorzunehmen in
Hinblick auf die Abschlusspräsentation. Bezüglich des Umfangs der Ausarbeitung
wäre eine längere möglicherweise besser gewesen, die aber aufgrund des
verfügbaren Zeitrahmens nicht möglich war. Die ausgewählten Produkte waren in
einem Zustand des Reifegrads, der es noch nicht erlaubt hat diese ohne
Anpassung in Betrieb zu nehmen. Es waren umfangreiche Recherchen bezüglich der
von uns aufgestellten Geschäftsprozesse notwendig. Meiner Meinung nach ist ein
OSS Produkt mit diesem Entwicklungsstand ohne geeigneten und zugleich auch
aufwendigen Customizing-Aufwand nicht produktiv einsetzbar. Alles in Allem war
dieses Projektstudium sehr aufwendige aber auch sehr interessant.
Bezüglich des großen Aufwands
würde ich Sie daher auch bitten das Projektstudium von einem 4stündigem Prost
auf ein sechsstündiges Prost zu ändern, da wir nach Rücksprache mit
Studienkollegen erfahren haben, dass diese für ein 6stündiges Prost mindestens
den selben oder teilweise auch weniger Aufwand hatten.
Ich erhielt durch dieses
Projektstudium einen sehr guten Einblick in die Welt von OSS. Auch wenn die von
uns ausgewählte Software nicht einwandfrei funktionierte und auch in der
Funktionalität oft nicht das darstellt, was wir uns erhofft haben, bin ich der
Meinung dass dieser Software Entwicklungszweig durchaus eine
Erfolgsversprechende Zukunft hat. Man darf nicht den Fehler machen, von den von
uns gewählten Software Produkten auf die ganze Welt von OSS zu schließen. Es
gibt sehr viele Projekte die schon seit einiger Zeit erfolgreich eingesetzt und
kontinuierlich verbessert werden.
Compiere ist ein Projekt, dass
durchaus zum Einsatz geeignet ist – allerdings noch nicht in der nächsten Zeit,
da noch zu viele Haken im Programm vorhanden sind. Der Web-Client funktioniert
obwohl auch via HTML und Servlets angeboten, ausschliesslich über Java Web
Start. Auch die Durchführung von Geschäftsprozessen wird teilweise durch die
nicht vorhandenen Funktionalitäten von Compiere behindert. So ist es z.B. nicht
möglich für einen bestimmten Auftrag einen Lieferschein zu generieren, man kann
immer nur für alle vorhanden und noch nicht ausgelieferten Aufträge
Lieferscheine generieren.
Schlussendlich war es ein sehr
interessantes Projektstudium, in dem ich mir im Selbststudium eine mir
unbekannte Software ohne vorhandene Dokumentationen und Handbücher, zumindest
Ausschnittsweise, erlernt habe. Der Einblick in die Welt von OSS war sehr
informativ und ich merke wie ich OSS Projekte die man bei uns in der Firma
einsetzen könnte beobachte und auch Testweise installiere um zu sehen,
inwiefern diese relevant für unseren Bereich sind.
Aufgrund des zeitlichen
Aufwandes den das Projektstudium eingenommen hat, möchte ich darum bitten, den Schein
auf ein 6-stündiges PROST WIN ausustellen.
Mein Aufgabengebiet in diesem
Projektstudium war größtenteils technischer Natur, was ich auch bevorzuge.
Deshalb stellten sich für mich interessante Probleme dar. Als Fazit will ich
nun hier ein paar Zeilen schreiben:
Eine genaue Evaluation von
Software vor dem Einsatz ist unumgänglich. Gerade bei OSS muss genau darauf
geachtet werden, was die Software verspricht und was sie wirklich hält.
Bei der Installation von OSS ist
oftmals Expertenwissen nötig. Dies ist für OSS natürlich von großem Nachteil,
da die Installationsroutinen unter Windows sehr einfach gehalten sind. Einige
Produkte können jedoch auch in der OSS mit einfachen Installationsroutinen
glänzen.
Der Einsatz von OSS in KMUs ist
ohne eine eigene Informatik-Abteilung bzw. einem Beratungsunternehmen nicht
sinnvoll. Auch diese Software muss von Experten gewartet bzw. installiert und
konfiguriert werden. OSS ist also für ein Unternehmen sicherlich nicht frei von
Kosten.
Auch OSS setzt teilweise auf
kommerzielle Produkte auf. So ist für den Betrieb von Compiere momentan eine
Oracle Datenbank nötig. Die Kosten für eine Datenbanklizenz sind hier also auch
zu berücksichtigen.
Persönlich wurden meine
Kenntnisse über OSS erweitert. Da ich mich schon länger mit diesem Thema
beschäftige waren gerade die Server-Anwendungen im speziellen Compiere für mich
interessant, da ich mich mit diesen noch wenig beschäftigt habe.
Einige Techniken und
Programmiersprachen waren für mich neu und ich konnte einen Einblick in die
PHP-Programmierung und in JBoss erlangen.
Es gibt durchaus
Geschäftsmodelle mit denen auch KMUs mit der Entwicklung von OSS Geld verdienen
können.
Zusammenfassung der Teilnehmer/innen:
„Nach den Erfahrungsberichten der einzelnen Projektstudenten zu urteilen, kann
man durchwegs ein positives Resümee ziehen. Die Projektstudenten waren sehr
zufrieden mit dem Projekt und konnten Erfahrungen mit den neuen
Enterprisetechnologien und im Projektmanagement sammeln. Der Rahmen und die
Umgebung wurden als sehr angenehm empfunden.“